Kräuter sehen nicht nur gut aus, sie schmecken auch lecker, peppen Gerichte auf und schenken uns wertvolle Vitamine. So kann man aus jedem langweiligen Gericht etwas sehr Appetitliches zaubern, das auch Kindern schmeckt. Was wäre ein Rührei ohne Schnittlauch? Kräuterbutter ohne Kräuter? Suppe ohne Petersilie? Oder ein frisches Bauernbrot mit Butter ohne Schnittlauch? Auch Erdbeeren mit Sahne sehen mit ein paar Blättern Zitronenmelisse noch einmal so gut und frisch aus. Hier sind heimische Kräuter, die bei uns wachsen.
Kresse ist eine Vitamin-C-Bombe. Kresse ist ganz leicht zu züchten. Das gelingt sogar schon Kindern. Sie wächst auch auf Watte und Küchenpapier. Blumenerde braucht man dafür nicht. Das grüne Kraut erinnert ein wenig an Senf oder Rettich und spendet unter anderem Vitamin C. In der Regel isst man nur die Keimblätter, die als Erstes erscheinen. Kresse sollte immer frisch geerntet werden. Sie verleiht Salaten und Eierspeisen eine schöne, würzige Note.
Schnittlauch besticht durch Zwiebelgeschmack: Schnittlauch gehört zu den klassischen deutschen Küchenkräutern. Er verfeinert mit seinem zarten, zwiebelartigen Geschmack unter anderem Eierspeisen, Salate und Milchprodukte wie Quark. Er reagiert aber empfindlich auf hohe Temperaturen und sollte deshalb beim Zubereiten nicht mitgekocht, sondern immer erst am Schluss über die Speise gestreut werden.
Bärlauch hat eine Duftnote: Besonders im Frühling findet man Bärlauch in großen Mengen in schattigen Laubwäldern. Man erkennt ihn gut an seinem sehr intensiven Duft. Aber Achtung, nicht mit dem giftigen Maiglöckchen verwechseln, das ähnliche Blätter hat. Bärlauch schmeckt in Knödeln, Gnocchi oder Kräutercremes und Suppen.
Sauerampfer ist ein Wiesen-Gewächs: Sauerampfer findet man auf feuchten Wiesen. Man erkennt ihn daran, dass keine Blätter an seinem Stängel wachsen. Die rispenförmigen roten Blüten sind ebenfalls typisch für das saure Kraut. Besonders gut schmeckt Sauerampfer zu Suppen und Eintöpfen.
Wilder Kerbel: Er findet sich an Waldrändern oder in lichten Wäldern. Kerbel kommt im März auf den Markt und ist bis Ende August erhältlich. Der feine liebliche Geschmack des Kerbels verleiht Suppen, Soßen und Salaten ein typisches Frühlingsaroma und das frische Küchenkraut steckt voller wertvoller Vitamine.
Riecht wie Maggi: Liebstöckel. Liebstöckel wird wegen seines Aromas oft auch Maggikraut genannt. Liebstöckel ist eine mehrjährige Staude, die oft im Garten gepflanzt wird. Man verwendet die jungen Triebe, aber auch die Samen. Für Suppen und Soßen eignen sich die Blätter sehr gut. Die Samen können auch beim Backen eingesetzt werden.
Aromatisches Soßenkraut: Pimpinelle: Die Pimpinelle wächst wild auf Wiesen aller Art und erinnert vom Geschmack her an Gurken. Das nussige Kraut ist ein fester Bestandteil der beliebten Frankfurter Grünen Soße. Für Salate, Quark und Kräuterbutter kann die Pimpinelle ebenfalls sehr gut verwendet werden.
Bowle-Klassier: Waldmeister. Waldmeister wächst in lichten Laubwäldern. Er blüht ab Mitte April bis Anfang Mai mit kleinen weißen Blüten. Das intensive Aroma des Waldmeisters kommt erst richtig zur Geltung, wenn man ihn mindestens einen Tag trocknet. Er schmeckt im Tee oder in der Maibowle.
Kräuter sind der Hit im Frühling. Hier sind ein paar Tipps für die Pflege und den Anbau der Kräuter für euch.
Kräuter sind sehr empfindlich. Die ätherischen Öle werden durch Hitze leicht zerstört. Deshalb ist es sehr wichtig, dass sie beim Kochen nicht zu heiß werden. Am besten fügt ihr sie erst zum Schluss der Speise zu, indem ihr sie zB über die fertige Speise streut. Nur so behalten sie ihr zartes Aroma und ihre wichtigen Inhaltsstoffe.
Um Kräuter zu ziehen, braucht man keinen Garten. Es genügt ein heller Standort in der Küche, möglichst nahe am Fenster. Dort können die Kräuter gut wachsen und ihr Aroma entwickeln. Wenn man die Kräuter kauft, sind sie meistens in viel zu kleinen Töpfen und sollten deshalb umgetopft werden. Töpfe aus Terrakotta sind besser für Pflanzen als solche aus Kunststoff, da sie Wasser speichern können. Ihr könnt die Kräuter auch zusammen in Gefäße setzen, aber darauf achten, dass die Kräuter einen ähnlichen Wasserbedarf haben. So brauchen südländische Kräuter wie Thymian, Salbei, Oregano oder Rosamarin mit ihren festen Blättern tendenziell weniger Wasser als Melisse, Basilikum oder Estragon mit ihren größeren und weicheren Blättern.
Kräuter brauchen regelmäßig weiches Wasser, am besten Regenwasser, das mindestens Zimmertemperatur hat. Gießt die Kräuter vorsichtig von unten. Die Blätter sollten trocken bleiben und Staunässe ist schädlich für alle Kräuter. Düngen müsst ihr sie in der Küche nicht. Es ist unnötig und das Düngen kann euch etwas vom Aroma der feinen Kräuter kosten. Basilikum ist nicht nur in der italienischen Küche beliebt. Doch was viele nicht wissen: Basilikum gilt schon lange als wertvolle Heilpflanze. Er hilft bei Migräne, Blasenschwäche, Beschwerden im Klimakterium und tut den Nerven gut.
Wer die Kräuter draußen anbaut, sollte darauf achten, dass sie auf dem Balkon oder der Terrasse sonnig stehen. Nur so entwickeln sie sich prächtig und bekommen ihr gutes Aroma. Ihr könnt sie entweder im Balkonkasten, in Kübeln oder auch in Töpfen anbauen. Basilikum muss immer feucht gehalten werden. Hat er zu wenig Wasser, geht er ein. Gießt die Kräuter, bis die Erde durchfeuchtet ist.
Natürlich gedeihen Kräuter auch im Garten hervorragend. Ihr könnt sie in einem Kräuterbeet ziehen oder im Blumenbeet oder einer Kräuterspirale. Dabei müsst ihr darauf achten, dass die Kräuter winterhart sind. Die anderen müssen in Kübeln, Töpfen oder Kästen bleiben und im Winter ins Haus. Der Platz für Kräuter im Garten sollte sonnig sein. Je nach Boden empfiehlt es sich, etwas Sand, Humus oder Kompost unter die Erde zu mischen. Wenn der Wurzelballen der Kräuter sehr dicht ist, solltet ihr ihn vor dem Einpflanzen ein wenig lockern und für eine Stunde in einen Eimer mit Regenwasser stellen, damit sich der Ballen richtig vollsaugen kann. Die Pflanze kann nun viel besser neue Wurzeln bilden. Gießt die Kräuter gut an, wenn sie neu eingepflanzt wurden. Danach brauchen sie etwas Zeit, um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Sie sollten nicht gleich übermäßig stark beerntet werden. Kräuter, die immergrün sind, wie Thymian, Salbei und Rosmarin am besten beim Ernten gleich so schneiden, dass sie in Form bleiben. Am besten erntet ihr junge Triebe , weil die Pflanze so leichter neue Triebe bilden kann und sich schön buschig aufbaut. Beschädigte Blätter abschneiden und entsorgen. Vertrocknete Triebe immer entfernen. Dazu nehmt ihr ein scharfes Messer oder eine gute Schere. Ich bevorzuge das Floristenmesser von Victorinox, das durch gute Schweizer Qualität besticht und prima in die Tasche der Gärtnerschürze passt: https://www.floristik24.de/floristenmesser-victorinox
Die Klinge könnt ihr einklappen und sie ist ein- oder ausgeklappt immer sicher arretiert. Ihr könnt damit nicht nur Blumen und Rosen stutzen, sondern sie auch von Dornen befreien, Schnittblumen für die Vase zurechtschneiden oder anschneiden, Kräuter ernten und schneiden, Getrocknetes entfernen und vieles mehr. Auch für den einfachen Rückschnitt ist es geeignet. Das Messer ist etwa 16 cm lang, die Klinge ungefähr 5,5 cm, in klassischem Dunkelrot. Eine Anschaffung fürs Leben!