Die Orchideengattung Bletilla setzt sich aus fünf Arten zusammen, deren ursprüngliche Heimat in China, Japan, Taiwan, sowie Randgebieten von Thailand und Myanmar liegt. Als Erdorchideen leben diese Orchideen terrestrisch. Aus einem knollenfömigen, dicht über oder unter der Erde liegenden Rhizom entspringen Wurzeln und die oberirdischen Sprosse. Diese Sprosse bilden an ihrer Basis eine schlanke Pseudobulbe. Jeder Spross bildet bis zu 6, linealische bis lanzettartige Laubblätter.

Von diesen Orchideenarten wird vor allem Bletilla striata als Zimmer- und Freilandorchidee auch bei uns in Mitteleuropa gepflegt. Sie wird manchmal unter der Bezeichnung Japanorchidee oder Chinaorchidee angeboten. Sie hat bis zu 40 cm lange, grüne Blätter, manchmal weiß gestreift. Der traubenförmige Blütenstand ist bis zu 20 cm lang und oft zickzackartig geformt. Er trägt einige wenige, lilafarbene Blüten, die sich aber nicht gleichzeitig, sondern in der Regel hintereinander öffnen. Die Blüten sind etwa 3 bis 4 cm groß. Die Blütezeit liegt meist Ende Mai/ Anfang Juni.

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Die Bletilla striata wird meist bereits in Erde vorkultiviert und eignet sich damit besonders gut auch als Gartenpflanze. Zumindest in milden Weinbauregionen ist sie winterhart und kann ganzjährig ausgepflanzt blieben. In Gegenden mit rauerem Winterklima setzt man sie stattdessen in eine Pflanzschale, damit man sie im Herbst in den möglichst frostfreien Keller umquartiert werden kann.

Obwohl sich diese Orchidee an verschiedenste Substrate anpassen kann, erzielt man die besten Ergebnisse mit einer Mischung aus Lauberde und etwas reifem Gartenkompost und Lehm. Blettila striata braucht einen sonnigen Platz, sollte aber vor der prallen Mittagssonne geschützt werden. Im Winter wird sie die Laubblätter ab. Ab Mai kann sie dann wieder in den Garten gesetzt werden.

Pflanzt man die Orchidee direkt ins Freiland, dann darf das Rhizom nicht tiefer als bis zu 5cm eingegraben werden. Bletilla striata wirkt als Freiland besonders dekorativ in Kombination mit Farnen.