Der Schlangenkopf Chelone oliqua, auch Schiefe Blume oder Miesmäulchen genannt, gehört zur Gattung der Schildblumen (Chelone) innerhalb der Wegerichgewächse (Familie Plantaginaceae). Die Gattung der Schildblumen besteht aus fünf nordamerikanischen Arten. Auch der Schlangenkopf stammt aus Nordamerika, wo sie im Osten der USA Wälder mit feuchtem Boden und Sümpfe besiedelt. Die Blütenform ähnelt der der Löwenmäulchen. Und von Nahmen und vorne betrachtet, sehen sie schon einem leicht geöffneten Maul einer Schlange etwas ähnlich. Von diesen 5 Arten wird am häufigsten der Schlangenkopf Chelone obliqua sowie seine Zuchtsorten im Garten kultiviert.

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Foto: C. T. Johansson, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported)

Die Chelona obliqua ist eine mehrjährige Staude, die bis 1m aufrecht als Stängelpflanze in die Höhe wächst und etwa 50 cm breit wird. Die dunkelgrünen, lanzett- bis eiförmigen Laubblätter haben einen gesägten Blattrand. Die Blütezeit fällt in die Monate Juli bis August, maximal September. Die lila-rosa Rachenblüten haben im Gaumen gelbe Härchen. Die Blüten sind bis zu 3 cm lang. Diese Blüten bilden eine steif aufrecht stehende, endständige Ähre.

Der Schlangenkopf verträgt sowohl einen Platz in der Sonne als auch im Halbschatten. Je sonniger der Standort ist, desto feuchter muss der Boden gehalten werden. Im Umkehrschluss gilt deshalb: Am feuchten Gartenteichrand braucht der Schlangenkopf einen sonnigen Platz. Am Gartenteichrand setzt man diese Blütenstaude auf einen permanent feuchten, aber trotzdem gut durchlässigen und humusreichen Untergrund. Der Schlangenkopf ist auch bei uns in Mitteleuropa völlig winterhart.

Man kann der Schlangenkopf zwischen Frühjahr und Frühsommer vegetativ mit Hilfe von Kopfstecklingen vermehren oder durch Teilen der Stauden. Auch die Aussaat der reifen Samen ist möglich.