Die fünf Wassermohnarten sind in Amerika heimisch, teilweise aber auch in anderen Kontinenten und einigen Inseln im Indopazifik eingebürgert und dort verwildert. Bei den Vertreter der Gattung Hydrocleys handelt es sich keinesfalls um echte Mohnarten aus der Familie der Mohngewächse (Papaveraceae). Sie sind vielmehr mit unserem einheimischen Froschlöffel verwandt und gehören wie dieser zu den Froschlöffelgewächsen (Familie Alimataceae).

Zwei Arten werden in Nordamerika gerne als dekorative Teichpflanzen gehalten: Hydrocleys martii und Hydroides nymphoides.

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Hydrocleys martii (Foto: Renalle Ruana Pessoa Ramos, Creative Commosn Attr.-Share Alike 3.0 Unported)

Von diesen beiden Wassermohnarten wird vor allem der Seerosenblattähnliche Wassermohn Hydrocleys nymphoides auch im Mitteleuropa als exotische Teichpflanze gepflegt.

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Hydrocleys nymphoides (Foto: Fan Wen, Creative Commons Attr.-Share Alike 4.0 International)

Der Seerosenblatt-ähnliche Wassermohn stammt aus Südamerika, kann aber während der Sommermonate auch bei uns im Gartenteich gehalten werden. Er hat lederartige, ovale Schwimmblätter, die denen von Seerosen ähnlich sehen. Dagegen sind die Unterwasserblätter wesentlich schmaler. Die schalenförmige, strahlend gelben Blüten sind zwar kurzlebig, aber den ganzen Sommer hindurch öffnen sich immer wieder neue Blüten. Man setzt den Wassermohn ähnlich wie die Seerose in einen Korb, der mit Kies, Lehm und etwas Langzeitdünger gefüllt ist. Der Wassermohn ist nicht winterfest, spätestens im Herbst muss er deshalb in ein frostsicheres Winterquartier umgesiedelt werden. Stattdessen kann man die Pflanze den Winter auch in einem genügend großes Aquarium weiter pflegen. Erst zum Sommeranfang darf er dann wieder in den Teich, wenn die Wassertemperatur tagsüber bereits mehr als 18 oC beträgt. Der Seerosenblättrige Wassermohn lässt sich am einfachsten vegetativ vermehren. Dazu schneidet einige Stücke vom Ende der Treibe und setzt sie in ein Anzuchtgefäß. Die Stecklinge werden den Winter über bei 10 bis 12 oC kultiviert. Zum Frühjahrsende, wenn sie bewurzelt sind, können die Jungpflanzen dann ausgepflanzt werden.