Die Seidenpflanzen der Gattung Asclepias gehören zur Familie der Hundsgiftgewächse. Zu dieser Gattung zählen mehr als 200 Arten, die zum Teil sehr schöne, farbenfrohe Blütenstände haben. Fast alle brauchen einen warmen und trockenen, oft Wüsten-ähnlichen Boden. Mit einer Ausnahme: Der Sumpf-Seidenpflanze Asclepias incarnata. Und nur diese Seidenpflanzen-Art kommt für einen Platz auf feucht-nassem Untergrund am Gartenteich oder im Sumpfbeet infrage.

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Blühende Sumpf-Seidenpflanze Asclepias incarnata (Foto: Fritzflohrreynolds, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported)

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Neben der Stammform gibt es auch eine Unterart, Asclepias incarnata pulchra (Foto: Fritzflohrreynolds, Creative Commons Attr. 2.0 Generic), die einen größeren und etwas anders gefärbten Blütenstand hat. Außerdem gibt es einige Zuchtsorten dieser Seidenpflanze.

Die ursprüngliche Heimat der Sumpf-Seidenpflanze liegt in Nordamerika östlich der Rocky Mountains. Dort besiedelt permanent feuchte und sumpfige Böden an Teichen, See- und Bachufern und entlang von Wasser führenden Gräben. Sie ist die einzige Art der Seidenpflanzen, die an solche nassen, schweren und sauerstoffarmen Böden hervorragend angepasst ist.

Die Sumpf-Seidenpflanze ist eine mehrjährige Staude von aufrechtem Wuchs mit einer Höhe zwischen 30 und bis zu 150 cm – je nach Standortbedingungen. Der Stängel enthält einen weißen Milchsaft, der giftig ist und vor allem Schädlinge abhalten soll.

Die schmal lanzettförmigen Laubblätter sind gegenständig am Pflanzenstängel angeordnet. Die Blütezeit riecht von Juni bis September. Die Blüten haben fünf grünlich gefärbte Kelchblätter und fünf purpurfarbene Blütenkronblätter. Die jeweils zwischen 3 und 4 mm lang sind. Die fünf tütenförmigen Staubblätter bilden eine Nebenkrone. Aus jedem Segment dieser Nebenkrone lugt ein hörnchenförmiger Anhang hervor. Außerdem hat die zwittrige Blüte noch 2 Fruchtblätter. Die Blüten bilden einen doldenförmigen Blütenstand.

Die Sumpf-Seidenpflanze wird gerne als Zierpflanze und Schnittblume im Garten gehalten. Dabei eignet sie sich sehr gut für einen Platz in einem Sumpfbeet, am nassen, permanent feuchten Rand des Gartenteiches oder auch in der Feuchtzone des Gartenteiches. Sie sollte jedoch möglichst an einen halbschattigen Platz gesetzt werden. Denn in der prallen Mittagssonne der Sommermonate kann sie Brandflecken auf Blättern und Blüten bekommen. Zu schattenreich darf der Standort aber auch nicht sein, sonst blüht sie nicht und bleibt auch im Wachstum zurück.