Beim Pillenfarn (Pilularia globulifera) könnte man eher denken, es handele sich um ein Binsengewächs, denn er weicht so völlig vom Aussehen typischer Farne ab! Doch es handelt sich um einen mehrjährigen, wenn auch kleinen Farn, der vor allem in Westeuropa vorkommt. In Mitteleuropa steht er auf der Liste gefährdeter Arten; für den Gartenteich bekommt man ihn aber aus Nachzuchten einiger der auf Teich- und Wasserpflanzen spezialisierten Staudengärtnereien. In der Natur besiedelt er vor allem staunasse und manchmal überflutete Plätze an den Ränder von Gräben und den Ufer kleinerer stehender Gewässer.

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Der Pillenfarn breitet sich mit seinen Ausläufern in der Feuchtzone auf nassen Böden aus (Foto: Christian Fischer, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported). Er bildet einen dicht am Boden liegenden Stängel, aus dem in regelmäßigen Abständen die binsenartig schmalen Blätter emporwachsen. Diese Blätter sind rund im Querschnitt, fadenförmig dünn und laufen am Ende spitz zu. Junge Blätter sind - wie bei anderen Farnen auch - an der Spitze eingerollt.

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Der Pillenfarn kann aber auch als Schwimmfarn an der Wasseroberfläche der Flachwasserzone fluten (Foto: Christian Fischer, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported).

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Der Pillenfarn kann aber auch an Land, z. B. am Teichrand, dichte Bestände bilden (Foto: Christian Fischer, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported), solange der Boden feucht bleibt und nicht austrocknet.

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In dieser Graphik wird deutlich warum dieser Schwimmfarn Pillenfarn genannt wird (Graphik: Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz 1885, Public Domain). An der Basis der fadenförmigen Blätter sitzen Erbsen gleich die grünen, kugelförmigen Sporangienhüllen. In ein und derselben Hülle – es handelt sich dabei um ein umgewandeltes Blatt – sitzen getrennt voeinander die kleinen männlichen Mikrosporangien und eine größere, weibliche Makrospore.