Fettblatt-Steinbrech – Saxifraga cotyledon, auch Strauß-Steinbrech, Dickblatt- oder Pracht-Steinbrech genannt.

Diese europäische Steinbrechart kommt aus Island und Lappland, in den Pyrenäen, Alpen und Karpaten vor. In der Natur wächst Saxifraga cotyledon vor allem in Spalten zwischen Granitfelsen.

Der Fettblatt-Steinbrecht Sie bildet Rosetten, aus riemenförmigen, hell blau-grünen Laubblättern. Der Blattrand ist gezähnt und oft von einer Kalkkruste überzogen. Während der Blütezeit im Mai/ Juni wachsen aus diesen Rosetten bis zu 50 cm lange, schlanke empor mit lockeren, traubenförmigen Blütenständen . Bei der Naturform sind die Blüten reinweiß, bei der Zuchtsorte ‘Southside Seedling‘ sind die weißen Blüten rot gefleckt. Diese Sorte hat außerdem hell-grüne Blätter.

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Saxifraga cotyledon var. pyramidalis (Foto: Ghislain118, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported)

Der Fettblatt-Steinbrech braucht im Steingarten einen nicht zu sonnigen, besser halbschattigen Platz mit einem pH-neutralen, durchlässigen Boden.

Diesen Steinbrech kann im Spätsommer nach dem Ende der Blütezeit teilen oder durch Aussaat der reifen Samen vermehren.

Moschus-Steinbrech – Saxifraga moschata

Der Moschus-Steinbrech ist eine Gebirgsart Mittel- und Westeuropas, sowie Westasiens. Er bildet dichte, aber nur 5 bis 10 cm hohe Polster mit dunkelgrünen Laubblätter und grünlich gelben Blüten. Die Blütezeit fällt in die Monate Mai bis Juli.

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Saxifraga moschata (Foto: Jerzy Opiola, Creative Commons Attr.-Share Alike 4.0 International)

Meist wird aber nicht die Naturform des Moos-Steinbrechs im Garten kultiviert, sondern eine der Hybriden und Sorten: Wie z. B. die Sorte ‘Peter Pan‘: Sie bildet kleine, niedrige Polsterhügel aus dicht gedrängt stehenden Blattrosetten mit moosgrünen Blättern. Aus diesen Polster wachsen die 8 bis 10 cm hohen Stielen mit lockeren Rispen aus 1 cm großen, rosa Blüten.

Löffel-Steinbrech – Saxifraga cochlearis

Der Löffel-Steinbrech kommt in den Ligurischen und in den See-.Alpen vor, wo er sich auf Kalkfelsen ansiedelt. Er bildet dicht gewachsene Rosettenpolster mit löffelartig geformten, grau-grünen Blättern, an deren Ränder oft Kalkflecken zu sehen sind. Die etwa 10 cm hohen Stiele bilden an ihren Ende traubenförmige Blütenstände, mit etwa 1 ½ cm großen, milchig weißen Blüten. Besonders beliebt ist jedoch eher die Zuchtsorte ‘Minor‘, die ein regelmäßiges Muster aus Rosetten bildet.

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Saxifraga cochlearis (Foto: Kurt Stüber, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported)

Im Steingarten braucht der Löffel-Steinbrech einen Platz im Halbschatten mit einem kalkhaltigen, aber gut durchlässigen Substrat z. B. aus Kalkschotter. Die kleine Sorte ‘Minor‘ eignet sich am besten für einen kleinen Mini-Steingarten.

Den Löffelsteinbrech kann man recht einfach vegetativ vermehren: Dazu werden im Hochsommer die Nebenrosetten abgenommen und – vorausgesetzt sie haben bereits Wurzeln gebildet – in kalkhaltige Erde eingesetzt.

Polster-Steinbrech – Saxifraga burseriana, auch Burser-Steinbrech genannt

Der immergrüne Polster-Steinbrech ist eine kalkliebende Art aus den Ostalpen. Diese Steinbrech-Art bildet dichte Pflanzenkissen aus lanzettförmigen und spitz zulaufenden, bläulich grauen Blättern. Bereits im März/ April wachsen daraus die bis zu 5 cm hohen, rötlich-braunen Stiele empor, an deren Ende einzelne, große, becherförmige Blüten in leuchtendem Weiß stehen. Neben der Naturform gibt es mehrere Zuchtsorten, die teils noch größeren Blüten (Sorten ‘Brookside‘ und ‘Gloria‘), teils hell-gelbe Blüten haben (Sorte ‘Sulphurea‘).

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Saxifraga burseriana (Foto: Michael Wolf, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported)

Der Polster-Steinbrech verträgt Sonne und Halbschatten. Als Substrat hat sich eine Mischung aus Lehm, Lauberde und kalkhaltigem Split bewährt. Am besten schiebt man den Kalksplitt und das Pflanzenpolster. Diese Steinbrechart ist sehr empfindlich gegenüber über Bodennässe.

Da sich die dichten Pflanzenkissen schlecht teilen lassen, nimmt man zur vegetativen Vermehrung besser Stecklinge. Dazu schneidet man in den Hochsommermonaten etwa 1 bis 1 ½ cm kurze Stecklinge ab und pflanzt sie zur Bewurzelung in einen mit Sand gefüllten Kasten, der schattig und feucht gehalten werden muss.