Der Liegende Ehrenpreis, auch Maiteppichveronika oder einfach Teppichveronika genannt, aus der Gattung Veronica (Familie Braunwurzgewächse Scrophulariaceae) wird nur zwischen 10 und 15 cm hoch und bildet einen immergrünen Pflanzenteppich, braucht einen sonnigen Platz und einen trockenen, durchlässigen Boden – das sind optimale Voraussetzungen für einen Platz im Steingarten.

Der Liegende Ehrenpreis kommt mit 2 Unterarten von Europa bis Nordasien vor. Neben den beiden Subspecies prostrata und scheereri gibt es zahlreiche Zuchtsorten, die sich vor allem in Form und Färbung der Blütenstände, teilweise aber auch in der Färbung der Laubblätter voneinander unterscheiden.

Die Naturform des Liegenden Ehrenpreis wird nicht mehr als 10 bis 15 cm hoch, bildet aber einen breiten, dichtbelaubten Pflanzenteppich von bis zu 45 cm Breite. Die Laubblätter sind eiförmig schmal und haben einen schwach gezähnten oder gekerbten Rand. Der Blütenstand der Unterart scheereri ist etwas größer und die Blüten sind intensiver leuchtend blau gefärbt als bei Veronica prostrata prostrata – wie auf den beiden folgenden Abbildungen gut erkennen ist. Die Blütezeit reicht von Mai bis Juni – je nach den Standort- und Milieubedingungen.

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Veronica prostrata der Unterart prostrata (Foto: H. Brisse, Public Domain)

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Veronica prostrata der Unterart scheereri (Foto: Hans Hillewaert, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported)

Neben diesen beiden Naturformen gibt es etliche Zuchtsorten, z. B.:

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Veronica prostrata der Sorte ‘Trehane‘ (Foto: David J. Stang, Creative Commons Attr.-Share Alike 4.0 International), hier leider nur ein noch nicht blühendes Exemplar. Diese Sorte wird etwa 15 cm hoch und mehr als 40 cm breit. Die eher tellerförmigen Blüten haben einen Durchmesser von bis zu 1 cm und sind tief-blau gefärbt. Die Laubblätter sind gelb-grün bis goldgelb gefärbt.

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Veronica prostrata der Sorte ‘Nana‘ (Foto: ghislain118, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported), eine sehr klein bleibende Zwergform – kaum 5 cm hoch – mit heller blau-violetten Blüten.

Weitere Zuchtsorten, die sich vor allem in der Farbe ihrer Blüten unterscheiden, sind:
Alba‘ - mit weißen Blüten
Rosea‘ - rosa blühend
‘Spode Blue‘ - hell-blaue Blütenstand

Alle Naturformen und Zuchtsorten sind winterhart, brauchen einen sonnigen Platz mit mäßig nährstoffhaltiger, trockener und gut durchlässiger Erde.

Alle lassen sich vegetativ vermehren durch:
- Teilung der Stauden im Herbst oder Frühjahr
- durch Schneiden grüner, noch unverholzter Stecklinge zwischen September und Oktober; die setzt man in einem Aufzuchtkasten in Töpfe mit Torf, bzw. Kokoshumus (als Torfersatz zum Schutz unserer Hochmoore)
- durch Schneiden etwa 10 cm langer Stecklinge aus dem alten Holz. Diese werden einfach in die Erde gesteckt, wo man sie bewurzeln lässt.