Ergebnis 1 bis 2 von 2

Thema: Ungewöhnliche Stauden für den Wald- und Schattengarten

Empfehlungen aus unserem Floristik-Shop

Mango 14cm x 7cm
2.32 €

inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten

Verpackungstrichter B60x50x15 50St
7.12 €

inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten


1.87 €

inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten

Mandarine Ø7cm Orange
2.41 €

inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten

Grabkerze zylindrisch Rot Ø6cm H12cm 12St
10.53 €

inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten


3.48 €

inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten
  1. #1
    Erfahrener Benutzer Avatar von Hechtrose
    Registriert seit
    02.09.2013
    Beiträge
    371

    Ungewöhnliche Stauden für den Wald- und Schattengarten

    Ich habe zwar schon etliche Male hier im Gartenforum einige bekanntere Pflanzenarten vorgestellt, die sich für einen Platz in einem schattenreichen Garten eignen (siehe Zusammenfassung in https://forum.floristik24.de/threads...hattenpflanzen), ich bin aber noch einmal „pfündig“ geworden und habe einige ungewöhnliche Stauden entdeckt, die mit ihren Blüten Farbe in den Wald- und Schattengarten bringen können und es verdient haben, häufiger kultiviert zu werden:

    Kirengeshoma palmata – Japanische Wachsglocke

    Die Wachsglocke stammt aus den Bergwäldern Japans. Es handelt sich um eine aufrecht wachsende Horst bildende Staude mit einem Rhizom. Die Wachsglocke gehört zur Familie der Hortensiengewächse (Hydrangeaceae), Diese Staude wird bis zu einem 1 m hoch und bis zu 60 cm breit. Die relativ großen Laubblätter sind unregelmäßig gelappt und die Blattlappen sind zugespitzt. Zwischen August und September öffnen sich die creme- bis hell-gelben Blüten. Diese Blüten haben eine schmale Glockenform. Sie stehen an dünnen Stielen in Trugdolden.

    Name:  457px-Kirengeshoma_palmata_Kirengeszoma_dłoniasta_2016-07-23_02.jpg
Hits: 4
Größe:  40,2 KB
    Blühende Japanische Wachsglocke (Foto: Nova, Creative Commons Attr.-Share Alike 4.0 International)

    Im Garten bekommt die Japanische Wachsglocke einen Platz im Halbschatten im Waldgarten. Der Boden sollte ausreichend feucht und humusreich sein. Die Wachsglocke ist völlig winterhart. Man kann sie durch Aussaat oder Teilung vermehren.

    Tellima grandiflora – Falsche Alraunenpflanze

    Diese Horst bildende Staude aus der Familie der Steinbrechgewächse (Saxifragaceae) hat ihre ursprüngliche Heimat in den Nadelwäldern im Westen Nordamerikas. Die behaarten Laubblätter sind nierenförmig gelappt mit einer herzförmigen Basis. Das dunkelgrüne Laub ist teilweise purpurrot überlaufen. Die kleinen, glockenförmigen Blüten sind creme- bis grünlichweiß gefärbt. Charakteristisch führt diese Pflanze sind vor allem die deutlich gefransten Blütenblätter der Krone. Die Blüten bilden aufrechte traubenförmige Blütenstände. Die Blütezeit fällt in die Monate Mai/ Juni.

    Name:  576px-Tellima_grandiflora_2007-06-02_(flower).jpg
Hits: 4
Größe:  52,3 KB

    Blühende Falsche Alraunenpflanze (Foto: Magnus Maske, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported).

    Im Garten braucht Tellima grandiflora einen Platz im Schatten bis Halbschatten, z. B. unter hohen Koniferen. Der Boden sollte feucht und humusreich, aber trotzdem gut durchlässig sein. Auch diese Staude ist bei uns in Mitteleuropa völlig winterhart. Sie kann sowohl durch Aussaat im Frühjahr oder Teilen des Horstes im Herbst vermehrt werden.

    Neben der Naturform bieten Staudengärtnereien auch eine Sorte Tellima grandiflora ‘Rubra‘ an. Diese Sorte dunkelgrüne, purpurn überlaufene Laubblätter und die Blüten sind grünlich-weiß mit einem rosa Saum.

    Cardamine enneaphyllos – Weiße oder Quirlblättrige Zahnwurz

    Diese Zahnwurz ist eine einheimische, in weiten Teilen Europas in den Bergwäldern vorkommende Staude aus der Familie der Kreuzblütler. Sie wird je nach den Standortbedingungen zwischen 30 und 60 cm hoch und ungefähr gleich breit. Die handförmig geteilten Laubblätter sind beim Austrieb bronzefarben, später nehmen sie eine leuchtend grüne Färbung an. Zwischen Mai und Juni öffnen sich die cremeweiß-gelben, trichterförmigen Blüten. Diese Blüten bilden nickende doldenförmige Trauben.

    Name:  589px-Cardamine_enneaphyllos_2.jpg
Hits: 5
Größe:  38,7 KB
    Die Weiße Zahnwurz (Foto: Franz Xaver, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported).

    Diese Zahnwurz braucht im Garten einen halbschattigen, möglichst kühlen Platz, denn es handelt sich um eine Pflanze der kühlen Bergwälder. Der Boden sollte feucht, aber durchlässig sein, am besten eignet sich eine Mischung aus Humus und Sand. Die Pflanze ist winterhart. Sie kann durch Aussaat oder Teilung im Herbst vermehrt werden.

    Es gibt noch eine zweite Art, die Fingerzahnwurz Cardamine pentaphyllos, die ihren Verbreitungsschwerpunkt weiter westlich in den Bergwäldern West und Mitteleuropas hat. Sie unterscheidet sich von der Weißen Zahnwurz vor allem durch die hell purpurfarbenen Blüten. Die Ansprüche an Standort und Bodenverhältnisse sind die gleichen wie bei Cardamine enneaphyllos.

    Name:  640px-Cardamine_pentaphyllos.jpg
Hits: 5
Größe:  65,3 KB

    Die purpurviolett blühende Fingerzahnwurz (Foto: Patrice78500, Public Domain)

    Mertensia virginica – Blauglöckchen

    Dies Blauglöckchen – die Gattung Mertensia setzt sich aus vielen Arten zusammen – stammt aus Nordamerika, wo es als Schattenpflanzen auf Feuchtwiesen und an Gewässerufern wächst. Diese Horst bildende Staude wird zwischen 30 bis 60cm und 30 bis 45 cm breit. Die samtig blaugrünen Laubblätter sind eiförmig. Die Blütezeit reicht von April bis Mai. Die röhren- oder glockenförmigen, blauen Blüten bilden hängende, traubenförmige Blütenstände, die in den Blattachseln stehen.

    Name:  640px-Berlin-Dahlem,_botanischer_Garten,_Mertensia_virginica.jpg
Hits: 4
Größe:  86,2 KB
    Blühende Blauglöckchen (Foto: Dgündel, Creative Commons Attr.-Share Alike 4.0 International).

    Im Wald- oder Schattengarten setzt man diese Pflanzen z. B. an einen beschatteten Bachlauf, Quellhorizont oder einen Gartentümpel oder -teich auf einen feuchten, aber dennoch durchlässigen humusreichen Boden. Auch diese Art ist bei uns völlig winterhart. Die Pflanzen lassen sich durch Teilung des Horstes im Frühjahr oder mit Hilfe der Samen im Herbst vermehren.

    Fazit: Die hier vorgestellten Stauden sind vielleicht nicht so häufig wie andere Pflanzenarten in unseren Gärten zu sehen, aber man bekommt sie doch auch in spezialisierten Staudengärtnereien. Einmal an die richtige Stelle gepflanzt und mit dem richtigen Substrat versorgt, brauchen sie keine weitere Pflege. Ein weiterer Vorteil ist, dass alle hier vorgestellten Schattenstauden die gleichen Ansprüche an Boden- und Standortverhältnisse stellen und daher auch gut miteinander kombiniert werden können.

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von Rodrigues2011
    Registriert seit
    04.09.2012
    Ort
    -
    Beiträge
    609
    Typische Waldbewohner sind auch die meisten Sauerklee-Arten

    Allerdings stammen die meisten Oxalis-Arten aus Mittel- und Südamerika oder aus Südafrika und sind bei uns in Mitteleuropa nicht winterfest genug. Völlig winterhart sind nur der Waldsauerklee Oxalis acetosella und die Art Oxalis depressa.

    Der Waldsauerklee Oxalis acetosella hat einen dünnen, kriechenden Wurzelstock mit langen Stielen und hellgrünen, dreizähligen Laubblättern. Im April/ Mai bekommt er an bis zu 10cm langen Blütenstielen weiße, zarte Blütenkronen mit violetten Adern. Manchmal beginnt er an den ihm zusagenden Plätzen so stark zu wuchern, dass man ihn kurz halten muss.

    Name:  Oxalis_acetosella_LC0191.jpg
Hits: 3
Größe:  84,8 KB
    Ein typischer Bewohner unserer einheimischen Wälder ist der Waldsauerklee Oxalis acetosella (Foto: Jörg Hempel, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported).

    Genauso wintersicher und frosthart ist Oxalis depressa. Er bildet kein Rhizom, sondern hat kleine Knollen, aus denen an dünnen Stielen die Blüten emporwachsen. Die Blütenkrone ist intensiv rosa mit einem gelben Auge. Er blüht von August bis Oktober, allerdings braucht er eher einen halbschattigen bis sonnigen Platz. Im vollen Schatten wird er nur selten blühen.

    Name:  Oxalis_depressa_02.jpg
Hits: 4
Größe:  87,9 KB
    Oxalis depressa stammt aus Südafrika, ist aber auch bei uns in Mitteleuropa ausreichend winterhart (Foto: Michael Wolf, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported).

    Name:  Oxalsi enneaphylla.jpg
Hits: 3
Größe:  137,5 KB
    Nicht völlig winterhart ist dagegen der sehr schöne Oxalis enneaphylla (Foto: Salvor Gissurardottir, Public Domain). Er stammt aus dem Süden Chiles, ist aber auch auf den Falkland-Inseln heimisch. Er hat ein knollenförmige Rhizom und gestielte, sibrig-graugrüne Blätter, die allerdings nicht wie andere Kleearten drei- oder vierzählig, sondern neun- bis zwanzig-zählig sind. Er bildet im Mai oder Juni sehr schöne, weiße Blüten mit einem Hauch von Rosa.

Benutzer, die dieses Thema gelesen haben: 2

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  

Floristik24 Online Shop