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Thema: Ungewöhnliche Stauden für den Wald- und Schattengarten

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  1. #1
    Erfahrener Benutzer Avatar von Hechtrose
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    Ungewöhnliche Stauden für den Wald- und Schattengarten

    Ich habe zwar schon etliche Male hier im Gartenforum einige bekanntere Pflanzenarten vorgestellt, die sich für einen Platz in einem schattenreichen Garten eignen (siehe Zusammenfassung in https://forum.floristik24.de/threads...hattenpflanzen), ich bin aber noch einmal „pfündig“ geworden und habe einige ungewöhnliche Stauden entdeckt, die mit ihren Blüten Farbe in den Wald- und Schattengarten bringen können und es verdient haben, häufiger kultiviert zu werden:

    Kirengeshoma palmata – Japanische Wachsglocke

    Die Wachsglocke stammt aus den Bergwäldern Japans. Es handelt sich um eine aufrecht wachsende Horst bildende Staude mit einem Rhizom. Die Wachsglocke gehört zur Familie der Hortensiengewächse (Hydrangeaceae), Diese Staude wird bis zu einem 1 m hoch und bis zu 60 cm breit. Die relativ großen Laubblätter sind unregelmäßig gelappt und die Blattlappen sind zugespitzt. Zwischen August und September öffnen sich die creme- bis hell-gelben Blüten. Diese Blüten haben eine schmale Glockenform. Sie stehen an dünnen Stielen in Trugdolden.

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    Blühende Japanische Wachsglocke (Foto: Nova, Creative Commons Attr.-Share Alike 4.0 International)

    Im Garten bekommt die Japanische Wachsglocke einen Platz im Halbschatten im Waldgarten. Der Boden sollte ausreichend feucht und humusreich sein. Die Wachsglocke ist völlig winterhart. Man kann sie durch Aussaat oder Teilung vermehren.

    Tellima grandiflora – Falsche Alraunenpflanze

    Diese Horst bildende Staude aus der Familie der Steinbrechgewächse (Saxifragaceae) hat ihre ursprüngliche Heimat in den Nadelwäldern im Westen Nordamerikas. Die behaarten Laubblätter sind nierenförmig gelappt mit einer herzförmigen Basis. Das dunkelgrüne Laub ist teilweise purpurrot überlaufen. Die kleinen, glockenförmigen Blüten sind creme- bis grünlichweiß gefärbt. Charakteristisch führt diese Pflanze sind vor allem die deutlich gefransten Blütenblätter der Krone. Die Blüten bilden aufrechte traubenförmige Blütenstände. Die Blütezeit fällt in die Monate Mai/ Juni.

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    Blühende Falsche Alraunenpflanze (Foto: Magnus Maske, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported).

    Im Garten braucht Tellima grandiflora einen Platz im Schatten bis Halbschatten, z. B. unter hohen Koniferen. Der Boden sollte feucht und humusreich, aber trotzdem gut durchlässig sein. Auch diese Staude ist bei uns in Mitteleuropa völlig winterhart. Sie kann sowohl durch Aussaat im Frühjahr oder Teilen des Horstes im Herbst vermehrt werden.

    Neben der Naturform bieten Staudengärtnereien auch eine Sorte Tellima grandiflora ‘Rubra‘ an. Diese Sorte dunkelgrüne, purpurn überlaufene Laubblätter und die Blüten sind grünlich-weiß mit einem rosa Saum.

    Cardamine enneaphyllos – Weiße oder Quirlblättrige Zahnwurz

    Diese Zahnwurz ist eine einheimische, in weiten Teilen Europas in den Bergwäldern vorkommende Staude aus der Familie der Kreuzblütler. Sie wird je nach den Standortbedingungen zwischen 30 und 60 cm hoch und ungefähr gleich breit. Die handförmig geteilten Laubblätter sind beim Austrieb bronzefarben, später nehmen sie eine leuchtend grüne Färbung an. Zwischen Mai und Juni öffnen sich die cremeweiß-gelben, trichterförmigen Blüten. Diese Blüten bilden nickende doldenförmige Trauben.

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    Die Weiße Zahnwurz (Foto: Franz Xaver, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported).

    Diese Zahnwurz braucht im Garten einen halbschattigen, möglichst kühlen Platz, denn es handelt sich um eine Pflanze der kühlen Bergwälder. Der Boden sollte feucht, aber durchlässig sein, am besten eignet sich eine Mischung aus Humus und Sand. Die Pflanze ist winterhart. Sie kann durch Aussaat oder Teilung im Herbst vermehrt werden.

    Es gibt noch eine zweite Art, die Fingerzahnwurz Cardamine pentaphyllos, die ihren Verbreitungsschwerpunkt weiter westlich in den Bergwäldern West und Mitteleuropas hat. Sie unterscheidet sich von der Weißen Zahnwurz vor allem durch die hell purpurfarbenen Blüten. Die Ansprüche an Standort und Bodenverhältnisse sind die gleichen wie bei Cardamine enneaphyllos.

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    Die purpurviolett blühende Fingerzahnwurz (Foto: Patrice78500, Public Domain)

    Mertensia virginica – Blauglöckchen

    Dies Blauglöckchen – die Gattung Mertensia setzt sich aus vielen Arten zusammen – stammt aus Nordamerika, wo es als Schattenpflanzen auf Feuchtwiesen und an Gewässerufern wächst. Diese Horst bildende Staude wird zwischen 30 bis 60cm und 30 bis 45 cm breit. Die samtig blaugrünen Laubblätter sind eiförmig. Die Blütezeit reicht von April bis Mai. Die röhren- oder glockenförmigen, blauen Blüten bilden hängende, traubenförmige Blütenstände, die in den Blattachseln stehen.

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    Blühende Blauglöckchen (Foto: Dgündel, Creative Commons Attr.-Share Alike 4.0 International).

    Im Wald- oder Schattengarten setzt man diese Pflanzen z. B. an einen beschatteten Bachlauf, Quellhorizont oder einen Gartentümpel oder -teich auf einen feuchten, aber dennoch durchlässigen humusreichen Boden. Auch diese Art ist bei uns völlig winterhart. Die Pflanzen lassen sich durch Teilung des Horstes im Frühjahr oder mit Hilfe der Samen im Herbst vermehren.

    Fazit: Die hier vorgestellten Stauden sind vielleicht nicht so häufig wie andere Pflanzenarten in unseren Gärten zu sehen, aber man bekommt sie doch auch in spezialisierten Staudengärtnereien. Einmal an die richtige Stelle gepflanzt und mit dem richtigen Substrat versorgt, brauchen sie keine weitere Pflege. Ein weiterer Vorteil ist, dass alle hier vorgestellten Schattenstauden die gleichen Ansprüche an Boden- und Standortverhältnisse stellen und daher auch gut miteinander kombiniert werden können.

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von Rodrigues2011
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    Typische Waldbewohner sind auch die meisten Sauerklee-Arten

    Allerdings stammen die meisten Oxalis-Arten aus Mittel- und Südamerika oder aus Südafrika und sind bei uns in Mitteleuropa nicht winterfest genug. Völlig winterhart sind nur der Waldsauerklee Oxalis acetosella und die Art Oxalis depressa.

    Der Waldsauerklee Oxalis acetosella hat einen dünnen, kriechenden Wurzelstock mit langen Stielen und hellgrünen, dreizähligen Laubblättern. Im April/ Mai bekommt er an bis zu 10cm langen Blütenstielen weiße, zarte Blütenkronen mit violetten Adern. Manchmal beginnt er an den ihm zusagenden Plätzen so stark zu wuchern, dass man ihn kurz halten muss.

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    Ein typischer Bewohner unserer einheimischen Wälder ist der Waldsauerklee Oxalis acetosella (Foto: Jörg Hempel, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported).

    Genauso wintersicher und frosthart ist Oxalis depressa. Er bildet kein Rhizom, sondern hat kleine Knollen, aus denen an dünnen Stielen die Blüten emporwachsen. Die Blütenkrone ist intensiv rosa mit einem gelben Auge. Er blüht von August bis Oktober, allerdings braucht er eher einen halbschattigen bis sonnigen Platz. Im vollen Schatten wird er nur selten blühen.

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    Oxalis depressa stammt aus Südafrika, ist aber auch bei uns in Mitteleuropa ausreichend winterhart (Foto: Michael Wolf, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported).

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    Nicht völlig winterhart ist dagegen der sehr schöne Oxalis enneaphylla (Foto: Salvor Gissurardottir, Public Domain). Er stammt aus dem Süden Chiles, ist aber auch auf den Falkland-Inseln heimisch. Er hat ein knollenförmige Rhizom und gestielte, sibrig-graugrüne Blätter, die allerdings nicht wie andere Kleearten drei- oder vierzählig, sondern neun- bis zwanzig-zählig sind. Er bildet im Mai oder Juni sehr schöne, weiße Blüten mit einem Hauch von Rosa.

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Avatar von Rodrigues2011
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    Zwei weitere Pflanzen aus Nordamerika für den Wald- und Schattengarten: Das Zöpfchenkraut und die Vancouverie

    Das Zöpfchenkraut – Uvularia perfoliata

    Diese kleine Staude aus der Familie der Liliengewächse hat ihre ursprüngliche Heimat im Osten Nordamerikas. Die auch bei uns in Mitteleuropa winterharte Pflanze wird zwischen 20 und 25 cm hoch. Gegen Ende des Frühjahrs treibt sie ein einzigen, aufrecht wachsenden Stängel aus, der erst im oberen Abschnitt einige länglich herzförmige Laubblätter ausbildet, deren Basis den Stängel umschließt. Am Ende öffnen sich einzelne oder paarweise angeordnete hängende Blüten, die eine schlanke Glockenform bilden und eine hell-gelbe Farbe haben. Die Blütezeit liegt im Mai.

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    Uvularia perfoliata (Foto: Firtzflohrreynolds, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported).

    Das Zöpfchenkraut braucht einen schattigen bis höchstens halbschattigen Platz, am besten in einem Wald- oder Schattengarten mit humusreicher Lauberde. Die Staude lässt sich am besten vegetativ vermehren und zwar durch Teilung im Laufe der Sommermonate. Die einzelnen Pflanzenteile werden dann weiter in Einzeltöpfen mit reichlich Lauberde feucht und schattig gehalten.

    Da das Zöpfchenkraut bereits früh im Jahr wieder einzieht, sollte man die Stellen, an denen es gesetzt worden ist, markieren.

    Die Vancouverie – Vancouveria hexandra

    Die Vancouverie aus der Familie der Sauerdorngewächse (Berberidaceae) stammt aus Nordamerikas, wo sie ein Bewohner schattiger und feuchter Wälder ist. Die Staude wird etwa 40 cm hoch. Die herzförmigen, dreilappigen Laubblätter stehen an spindeldürren, drahtigen Stängeln. Er gegen Ende des Frühjahr bilden sich rispenförmige Blütenstände mit schneeweißen, kleinen Blüten an mehr als 20 cm langen Stielen. Die geöffnete Blütenform sieht aus wie umgedreht, im Englischen deswegen treffend White Inline Out Flower genannt.

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    Vancouveria hexandra -White Inline Out Flower (Foto: Walter Siegmund, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0) Unported).

    Diese Staude setzt man am besten in größerer Zahl als mittelhoher Bodendecker in den schattigen Teil eines Waldgartens mit einem lockeren, humusreichen Boden mit reichlich Lauberde. Da sie erst spät austreibt, sobald man die Stelle markieren, an der sie wächst.

    Die Vancouverie lässt sich im Frühjahr durch Teilung vegetativ vermehren. Entweder man pflanzt die geteilten Stauden gleich wieder an Ort und Stelle aus oder man zieht in Töpfen mit Lauberde heran, die in einen schattierten Kalten Kasten platziert werden.

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Avatar von Sedumania
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    Ziergräser für schattige Plätze
    1. Bodendecker und andere niedrige Gräser mit weniger als 30 cm Wuchshöhe

    Dies ist der Lebensraum der immergrünen Marbel (Gattung Luzula) und Seggen (Gattung Carex). Außerdem gibt es noch einige wenige kleinwüchsige Bambusarten: Der Dichtbüschelbambus Pleioblastus pygmaeus und der Wucherzwergbambus Sasaella ramosa. Sie bleiben klein, breiten sich aber recht aggressiv in der Breite aus. Man setzt sie in kleinen Gruppen, etwa 3 Exemplare pro Quadratmeter. Sie wachsen auch in schwierigem Gelände, z.B. an beschatteten, von Bodenerosion bedrohten Hängen und Böschungen oder unter alten, hohen Gehölzen, wo sonst nichts mehr recht wachsen will. Spätestens sobald sie die ihnen zugestandene Fläche ausgefüllt haben, muss man ihnen – ähnlich wie hohen Bambusarten – eine mindestens 50cm in die Tiefe reichende Rhizomsperre als Ausbreitungsgrenze setzen.

    Für einen humusreichen und feuchten Waldboden eignen sich vor allem die Waldmarbel (Luzula sylvatica und unter den Seggen die Breitblattsegge Carex plantaginea und die Schattensegge Carex umbrosa.

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    Die Waldmarbel Luzula sylvatica (Foto: Sten Porse, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported) ist das ideale Bodendeckergras für schattige und feuchte, humusreiche Plätze.

    Ist der Boden dagegen eher trocken, dann eignen sich besser die Schneemarbel Luzula nivea, die Haarmarbel Luzula pilosa und die Bergsegge Carex montana.

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    Ihren Namen Schneemarbel verdankt diese Luzula-Art den schneeweißen Blütenbüscheln (Foto: Sten Porse, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported)

    Dort wo Schatten ist, ist es meist auch recht dunkel im Garten. Dort lassen sich mit Ziergräsern mit mehrfarbigen Blätter farbige Akzente und Lichtpunkte setzen, z. B. mit der Weißbunten Vogelsegge Carex ornithopoda der Sorte ‘Variegata‘ oder der Japansegge Carex hachijoensis der Sorte ‘Evergold‘.

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    Die Japan-Segge der Sorte ‘Evergold‘ bringt mit ihren grün-weiß längsgestreiften Blättern auch dunkle Ecken im Garten zum Leuchten (Foto: Forest & kim Starr, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported).

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    Eine noch hellere „Strahlkraft“ entwickeln an dunkleren, schattigen Plätzen die zahlreichen Sorten des Japanwaldgrases Hakonechloa macra – hier im Bild die Sorte ‘All Gold‘ mit leuchtend gelb-grünen Blättern (Foto: Kenraiz, Creativ Commons Attr.-Share Alike 4.0 International).

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Avatar von Rodrigues2011
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    Ein typischer Bewohner von Waldgärten ist auch die Kanadische Blutwurz - ein in jeder Hinsicht ungewöhnliches Mohngewächs (> https://forum.floristik24.de/threads...0878#post10878).

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