Schädlinge an Dahlien
Blattläuse – besonders die grüne Gurkenblattlaus und schwarze Blattläuse. Sie sitzen meistens in Kolonien an den jungen Trieben unterhalb der Blütenknospen. Durch den Entzug der Pflanzensäfte bleiben die Triebe im Wachstum zurück und verkrüppeln. Die Laubblätter rollen sich ein. Die Blattläuse scheiden einen klebrigen Saft aus – den Honigtau. Der Honigtau tropft auf die darunter liegenden Blätter, wo sich dann Rußpilze ansiedeln können und den angetrockneten Honigtau schwarz färben.

Blattwanzen
– sie befallen zwischen April und August vor allem Blütenknospen und die sich öffnenden Blüten. Diese schrumpfen und verkrüppeln dann. Die ursprünglich grünen Laubblätter zeigen kleine Löcher als Fraßspuren, werden braun, die Blattränder vertrocknen und es bilden sich unregelmäßige Löcher.

Eulenraupen - diese Schmetterlingsraupen können besonders starke Fraßschäden an den Laubblättern und den noch jungen Trieben der Dahlien verursachen. Die Raupen hinterlassen auf den Blättern kleine dunkle Kothäufchen.

Nacktschnecken – hinterlassen silbrig-glänzende Schleimspuren auf den Pflanzen. Die Schnecken fressen das Laub und die Trieb noch junger Dahlien-Stauden an. Notfalls Schneckenkorn rund um die Dahlien streuen.

Ohrwürmer – auch Ohrkneifer genannt. Einerseits fressen sie die Blütenblätter der Dahlien an. Andererseits sind sie aber auch nützlich, weil sie Jagd auf die Blattlaus-Larven machen.

Rote Spinnen – vor allem im Juni bis August zeigen sich bei Befall mit den Roten Spinnen kleine, hellere Sprenkel auf der Oberseite der Laubblätter; das betroffene Blatt vergilbt und stirbt ab. Auf der Blattunterseite ist ein seidenartiges Gespinst zu sehen.

Weichhautmilben – befallene Laubblätter verkrüppeln oder die Blattränder beginnen sich zu kräuseln, sie verdicken oder werden spröde.

Pflanzenkrankheiten der Dahlien

Blattfleckenkrankheit – Zunächst entstehend vor allem auf den unteren Laubblättern helle Flecken, die später braun werden. Wird der Befall stärker, dann vertrocknen die Blätter. Zur Vorbeugung pflanzt man die einzelnen Dahlien weit auseinander.

Stängelfäule – Zunächst beginnen einzelne Treibe, später ganze Pflanzen zu welken. An den unteren Stängelpartien bildet sich ein weißliches Pilzmyzel, in den die schwarzen Sklerotien, die Fruchtkörper der Pilze, eingelagert sind. Damit sich der Pilz nicht weiter ausbreitet, reißt man die befallenen Dahlien heraus und vernichtet sie. Dabei darauf achten, dass auch die Knollen und Wurzeln vollständig aus dem Boden entfernt werden.

Virusbefall – Auf den grünen Laubblättern bilden sich zunächst gelbe Ringe, später erden sie braun und es entstehen ganze Flecken. Die von Viren befallenen Dahlien bleiben im Wachstum zurück und entwickeln auch keine Blüten. Die von Viren infizierten Dahlienstauden müssen komplett ausgegraben und vernichtet werden.

Sonstige Schäden
Frostschäden – Betroffen Blätter und Triebe färben sich schwarz, verwelken und sterben schließlich ab. Die befallene Triebe schneidet man ab und stärkt die noch intakten Pflanzen durch Düngen, sodass sie neue Triebe bilden können.

Mangelernährung – Dahlienpflanzen, die nicht genügend Nährstoffe zur Verfügung haben, bleiben im Wachstum zurück, haben dünnere Stiele und kleinere, gelblich gefärbte Blätter.