Die Bleiwurz-Sträucher der Gattung Ceratostigma bestechen durch ihre strahlend blauen Blüten und die schöne Herbstfärbung. Eine der am häufigsten kultivierten Arten ist die Chinesische Bleiwurz, die im West-Chinas und Tibets an trockenen, warmen Hängen in den Flusstälern in Höhenlagen zwischen 700 und 3.500m ü. NN wächst. In Tibet wird diese Bleiwurz als Strauch der Weisheit verehrt.

Sie hat eine offene Wuchsform mit einer maximalen Höhe von 1 bis 2 m bei einer Breite von 1 m. Diese Bleiwurz ist sommergrün, das heißt sie verliert im Herbst ihr Laub. Doch zuvor nehmen die den Sommer hindurch grünen Blätter eine leuchtend rote Farbe an.

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Die kleinen, leuchtend blauen Blüten (Foto: Kenraiz, Creative Commons Attr.-Share Alike 4.0 International) erscheinen im Herbst zwischen September und Oktober. Jeweils zwischen 3 und 7 Blüten bilden zusammen einen Blütenstand. Genau betrachtet, setzt sich die Blüte aus einer purpurnen Röhre und der Blütenkrone mit den blauen Blütenzipfeln zusammen. Aus den befruchteten, zwittrigen Blüten entwickeln sich Kapselfrüchte, in denen die schwarzen Samen heranreifen.

Im Garten braucht die Chinesische Bleiwurz einen sonnig-warmen Standort mit einem trocken, durchlässigen und nährstoffreichen Untergrund, wobei die Bodensorte kaum eine Rolle spielt. Die Chinesische Bleiwurz ist nur eingeschränkt winterhart. Der Strauch friert im Winter zurück, treibt dann aber im nächsten Frühjahr wieder aus. Als Überwinterungsorgan dient dabei das Rhizom der Bleiwurz. Die Bleiwurz lässt sich am einfachsten vegetativ durch Stecklinge vermehren, die man in den Sommermonaten schneidet.