Die Leycesteria formosa ist ein bis zu 5 m hoher Zierstrauch aus der Familie der Geißblattgewächse. Die Schöne Leycesterie genannte Art ist in Asien weit verbreitet und kommt auf dem Indischen Subkontinent, Südostasien und China vor. Dort wächst sie in Höhenlagen von bis zu 3.500 m ü. NN. Darüber hinaus ist sie in Europa und Australien teilweise eingebürgert worden.

Der zwischen 1 und 5 m hohe Zierstrauch hat hohle Äste und behaarte, grüne Zweige. Die Laubblätter sind bis zu 13 cm lang. Außergewöhnlich sind bei diesem Strauch aber vor allem die Blüten- und Fruchtstände.

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Ein Zweig mit Blütenständen der Leycesterie (Foto: Sten Porse, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported). Auffallend sind an den bis zu 10 cm langen, hängenden Blütenstände vor allem die purpurroten Tragblätter. Jeweils zwei dieser Tragblätter stehen sich gegenüber und hüllen sogenannte Zymen aus drei weißen bis rosa farbenen Blüten ein. Die Blütezeit liegt zwischen Juni und September, seltener blüht dieser Zierstrauch schon im Mai.

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Aus den zwittrigen, befruchteten Blüten entwickeln sich in den Folgemonaten die kleinen, annähernd eiförmig runden Beerenfrüchte; sie sind zunächst rötlich gefärbt und nehmen mit zunehmender Reife eine schwarz-violette Farbe an. Im Bild sind die Fruchtstände mit den noch unreifen, roten Beten zu sehen (Foto: Rob Hille, Public Domain).

Im Garten braucht die Leycesterie einen vollsonnigen, warmen Standort mit einem frischen, mäßig nährstoffreichen Boden - am besten aus einem Gemisch von Lehm und Sand. Leider ist dieser Zierstrauch bei uns in Mitteleuropa nicht völlig winterhart und muss vor Frost ausreichend geschützt werden.