Von den insgesamt 5 Arten aus der Gattung Rodgersia kommen eigentlich alle, aber vor allem zwei Arten von Schaublatt für einen Platz am feuchten Teichufer infrage, da sie auch in der Natur in Feuchtwäldern und entlang von Flussufern vorkommen. Das sind das Rosskastanienblättrige Schaublatt Rodgersia aesculifolia und das Fiederblättrige Schaublatt Rodgersia pinnata. Bei haben ihren Ursprung in den Bergen Chinas und sind auch bei uns in Mitteleuropa völlig winterhart. - Übrigens gibt es auch von beiden Arten als Elternpflanzen eine Gartenhybride Rodgersia x pudormii, die sich ebenfalls für einen Platz am Ufer des Gartenteiches eignet.

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Eine größere Kolonie von Rodgersia aesculifolia am Ufer eines größeren Teiches (Foto: Salicyna, Creative Commons Attr.-Share Alike 4.0 International). Dieses Schaublatt wird bei zu einem 1 m hoch und ebenso breit. Es hat handförmige Laubblätter, die in 7 Blättchen mit gesägten Blatträndern geteilt sind. Die Blattfärbung reicht von grün bis bronzefarben. Dieses Schaublatt blüht im Juni/ Juli. Die keinen weißen Blüten sind rosa überhaucht. Sie bilden reich verzweigte doldenförmige Rispen als Blütenstände an langen, schlanken Stängeln.

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Das Fiederblättriges Schaublatt Rodgersia pinnifolia in voller Blüte (Foto: James Steakley, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported). Es unterscheidet sich von der vorigen Art vor allem in der Form der schmaleren und etwas dünneren, sechs- bis neunteiligen Laubblätter und des eher pyramidenförmigen Blütenstandes. Dies Schaublatt wird je nach den örtlichen Milieubedingungen zwischen 40 und 120 cm hoch. Die cremeweißen bis rötlichen Blüten erscheinen im Juni/ Juli. Neben der Stammform gibt es mehrere Zuchtsorten, die entweder andere Blüten- oder Blattfarben haben.

Beide Schaublattarten brauchen einen sonnigen bis halbschattigen Platz mit einem feuchten, aber trotzdem gut durchlässigen Boden, der außerdem humus- und nährstoffreich sein sollte. Die Stauden können durch Teilung im Frühjahr oder durch Aussaat der Samen im Herbst vermehrt werden.

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Blühende Weiße Scheinkalla Lysichiton camtschatcensis am Gewässerufer (Foto: Bouba, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported).

Die Weiße Scheinkalla, auch Riesenaronstab genannt, stammt aus Ostasien, wo sie Teilen Russlands und Japans vorkommt. Dort besiedelt die Sumpfgebiete und die Ufer von Fließgewässern. Sie wird bis zu 1 m hoch. Ihre elliptischen, an der Basis keilförmigen Blätter können bis zu 1 m lang und 30 cm breit sein. Die Spatha des Blütenstands ist weißlich gefärbt und bis zu 30 cm lang. Sobald sich die Früchte entwickeln, stirbt die Spatha ab. Die Scheinkalla blüht zwischen Mai und Juni, manchmal aber auch schon ab April. Im Garten setzt man diese Scheinkalla ans feuchte Ufer des Gartenteichs oder eines Bachlaufs. Auch für einen Platz als Solitärstaude im Sumpfbeet ist sie geeignet. Die Weiße Scheinkalla wird bereits seit dem 19. Jahrhundert als Gartenpflanze genutzt.