Magnolien brauchen in der Regel einen feuchten und nährstoff- und humusreichen Boden, der sauer bis neutral und somit kalkfrei sein sollte. Doch es gibt einige Magnolien-Arten, die auch kalkhaltige Böden vertragen, vorausgesetzt er ist tiefgründig und humusreich. Dazu zählen die Magnolien-Arten M. grandiflora, M. kobus und M. wilsonii.

Die Kobushi-Magnolie Magnolia kobus stammt aus den Bergwäldern Japans. Sie bildet einen großen, breit kegelförmigen Baum von bis zu 20 m Höhe und mehr bei einer Breit von 10 m. Diese Magnolie ist auch in unseren mitteleuropäischen Gärten und Parks absolut winterfest.

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Hier im Bild die Blüten der Unterart borealis der Kobushi-Magnolie (Foto: Kurt Stüber, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported). Dies ist eine besonders winterharte und schnell wachsende Unterart aus dem Norden Japans.

Die dunkelgrünen Blätter der Kobushi-Magnolie sind sommergrün, sie duften angenehm und sind elliptisch bis eiförmig mit einer spitzen Basis. Die ebenfalls aromatisch reichenden, großen Blüten sind cremeweiß mit einer rosa farbenen Basis. Der Blütendurchmesser kann bis z 10 cm betragen. Leider blüht diese Magnolien-Art aber erst nach 10 bis 15 Jahren. Verständlicherweise kommt dieser sehr große Magnolienbaum nur für entsprechend große Gärten und Parks mit einer genügend großen Freifläche infrage.

Auch von der Immergrünen Magnolie gibt es mehrere Zuchtsorten. Die bekannteste und älteste ist M. grandiflora ‘Exmouth‘, sie wurde bereits 1737 gezüchtet. Sie wird “nur“ 25 m hoch bei einer Breite von bis zu 12 m. Die Wuchsform ist breit kegelförmig. Die Blütenfarbe kann cremeweiß bis gelb sein. Die großen, becherförmigen Blüten duften angenehm. Die Blütezeit dieser Sorte reicht von Juli bis September.

Für kleinere Gärten eignet sich dagegen die Zuchtsorte ‘Norman Gould‘ der Kobushi-Magnolie, denn sie wird nicht höher als 5 m bei gleicher Breite. Und so wächst auch nur sehr langsam heran. Manchmal bildet sie eher einen Strauch als einen kleinen Baum. Nichtsdestotrotz sind die Blüten sogar noch größer als die der Stammform. Die schneeweißen, sternförmigen Blüten öffnen sich erst im Mai.

Auch die Hängeblütige Magnolie Magnolia wilsonii, auch Duftende Sommermagnolie genannt, verträgt kalkhaltige Böden und als Standort Halbschatten, weniger gut ist ein Platz an der vollen Sonne. Dieser weit ausladende, offene Magnolien-Baum wird maximal 8 m hoch bei einer Breite von etwa 6 m. Die mattgrünen Laubblätter sind elliptisch bis lanzettförmig mit einer seidenartigen Unterseite. Diese Magnolie blüht erst im Juni – daher ihr Name Duftende Sommermagnolie. Die großen, becher- bis schalenförmigen, hängenden und duftenden Blüten sind schneeweiß mit einem Büschel aus karminroten Staubblättern.

Die Immergrüne Magnolie Magnolia grandiflora ist im Südosten der USA heimisch. Immergrün wird sie genannt, weil sie eine der wenigen Magnolienarten ist, die ganzjährig ihr Laub behalten. Diese Magnolien-Art kann 25 m und höher werden. Die dicken, lederartigen Laubblätter können bis zu 20cm lang und 10 cm breit werden. Sie sind breit elliptisch bis verkehrt lanzettförmig mit einer schmalen, keilförmigen Basis. Die kahle Blattoberseite ist leuchtend grün gefärbt, die Blattunterseite ist entweder kahl oder dicht mit rotbraunen Härchen besetzt.

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Die schneeweißen Blüten (Foto: KENPEI, Creative Commons Attribution Share Alike 2.1 Japan License) können einen Durchmesser von 35 cm bis maximal 45 cm erreichen. Damit gehören sie zu den größten Blüten in der Welt der Bäume überhaupt. Sie duften angenehm. Die Blütezeit reicht von Mai bis Juni, wobei sich die Blüten mehrere Wochen lang halten können. Im Zentrum der Blüte erheben sich bis zu 400 Staubfäden und 50 Stempel.

Interessant und sehr dekorativ ist auch die Sammelbalgfrucht der Magnolia grandiflora. Sie hat eine zylindrische bis ovale Form mit einer Länge von bis zu 10 cm und einer Breite von 4 cm.

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Die etwa 1 cm großen Samen der M.grandiflora haben eine rote Hülle (Foto: Pmsyyz, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported).

Auch von der Immergrünen Magnolie gibt es mehrere Zuchtsorten. Die bekannteste und älteste ist M. grandiflora ‘Exmouth‘. Diese Sorte wurde bereits 1737 gezüchtet. Sie wird “nur“ 25 m hoch bei einer Breite von bis zu 12 m. Die Wuchsform ist breit kegelförmig. Die Blütenfarbe kann cremeweiß bis gelb sein. Die großen, becherförmigen Blüten verbreiten einen angenehmen Duft. Die Blütezeit von M. grandiflora 'Exmouth' reicht von Juli bis zumSeptember.