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Thema: Jetzt blühen sie wieder – die Nieswurze, Schnee- und Christrosen

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  1. #1
    Erfahrener Benutzer Avatar von Rodrigues2011
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    Jetzt blühen sie wieder – die Nieswurze, Schnee- und Christrosen

    Bei uns beginnen jetzt die ersten Christrosen, ihre Blüten zu öffnen. Ich habe zwar bereits vor einigen Jahren hier im Gartenforum kurz die Schnee- und die Christrose vorgestellt (https://forum.floristik24.de/threads...ght=Schneerose), inzwischen bieten Staudengärtnereien aber bereits bis zu 10 verschiedene Nieswurz-Arten an. Die fünf bekanntesten und schönsten möchte ich hier kurz in Text und Bild vorstellen. Obwohl die meisten Arten nicht einheimisch sind, sondern aus dem Mittelmeerraum, vom Schwarzen Meer oder aus dem Kaukasus stammen, sind alle auch bei uns in Mitteleuropa völlig winterhart. Manche Vertreter der Helleborus-Gattung sind jedoch nur sommergrün, und viele von diesen sommergrünen Arten werfen die alten Blätter im Herbst aber nicht ab. Sie sollten dann im Frühjahr kurz vor dem Neuaustrieb zurückgeschnitten werden.

    Helleborus argutifolius – die Korsische Nieswurz

    Diese Nieswurz stammt von den Mittelmeerinseln Sardinien und Korsika, wo sie der Buschzone (Macchie und Garrigue) wächst. Sie wird 60 cm und höher bei einer Breite von rund 45 cm. Die dunkelgrünen Laubblätter haben eine elliptische Form und spitz gesägte Blattränder. Die Blütezeit liegt zwischen April und Mai. Die nickenden, schalenförmigen Blüten sind hell grünlich gefärbt. Diese Blüten bilden große Blütenstände.

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    Eine blühende Korsische Nieswurz (Foto: DHochmayr, Public Domain)

    Die Korsische Nieswurz ist bei uns in Mitteleuropa leider nicht völlig winterhart. Das ist jedoch kein großes Problem, da sie im Vergleich zu anderen Helleborus-Arten erst relativ spät blüht. Man pflanzt sie an einen windgeschützten, warmen Platz im Halbschatten oder man pflegt sie als Kübelpflanze, die im Gewächshaus überwintert und dann erst zur Blüte ins Freie gestellt wird. In jedem Fall sollte der Boden nährstoffreich und gut durchlässig sein. Man kann diese Helleborus-Art entweder nach der Samenreife aussäen oder die Staude im Spätsommer teilen. Diese Art sät sich aber ach von selbst aus. Das ist insofern von Bedeutung, da die Pflanzen relativ kurzlebig sind.

    Helleborus foetidus – die Stinkende Nieswurz, auch Palmblatt-Schneerose genannt.

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    Stinkende Nieswurz oder Palmblatt-Schneerose (Foto: Retama, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported)

    Die Palmblatt-Schneerose kommt in Mittel- und Südwesteuropa vor. Sie besiedelt vor allem kalkhaltige Boden im Halbschatten lichter Wälder und Felshänge. Diese Helleborus-Art wird etwa 45 cm hoch bei gleicher Breite. Die glänzend dunkelgrünen Laubblätter sind 7- bis 10-teilig, schmal elliptisch in der Form und mit einem spitz gesägten Blattrand. Die kleinen, glockenförmigen Blüten haben einen schmalen, roten Saum. Die verzweigten Blütenstände tragen jeweils 2 bis 4 dieser Blüten. Die Blütezeit fällt in die Monate März/ April. Warum diese schöne Art auch Stinkende Nieswurz genannt wird, konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Vermutlich riechen die Blüten etwas ungewöhnlich oder streng. Auch wenn diese Helleborus-Art bei uns völlig winterhart ist, sollte man ihr doch einen etwas geschützten Platz im Halbschatten geben. Der Boden sollte basisch, d. h. kalkhaltig sein und einen pH-Wert oberhalb von 7 aufweisen. Auch diese Nieswurz kann sowohl durch Aussaat ihrer reifen Samen oder im Spätsommer durch Teilung des Pflanzenhorstes vermehrt werden.


    Helleborus niger – Christrose, auch Schwarze Nieswurz genannt

    Die Christrose ist eine alpine Art der Almwiesen und Bergwälder. Sie wird nur 30 cm hoch und ebenso breit. Die Laubblätter sind meist immergrün, in Regionen mit strengen Wintern kann die Pflanze aber auch nur sommergrün sein. Die Blätter sind fächerartig gefingert mit gezähnten Spitzen. Der Name Schwarze Nieswurz bzw. niger bezieht sich auf diese tief dunkelgrünen Blattfarbe, also nicht auf die Blüten – denn die sind weiß. Diese schalenförmigen Blüten stehen entweder einzeln oder sie bilden Büsche mit jeweils 2 bis 3 Blüten. Die Blütezeit reicht – je nach Höhenlage und Milieubedingungen – von Dezember bis März.

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    Christrose oder Schwarze Nieswurz (Foto: 3268zauber, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported)

    Die Christrose ist absolut winterhart. Man pflanzt sie aber trotzdem am besten an einen geschützten und halbschattigen Platz mit einem alkalischen Boden (pH-Werte oberhalb von 7). Auch diese Nieswurz kann vegetativ durch Teilung am besten im September und durch Aussaat der reifen Samen vermehrt werden.

    Helleborus orientalis – die Frühlings-Schneerose

    Die Frühlings-Schneerose ist vom Nordosten Griechenlands über die nördliche Türkei bis zum Kaukasus verbreitet. Man findet sie an Waldränder und in Gebüschen. Die Frühlingsschneerose wird 45 cm hoch und ebenso breit. Die Laubblätter 7- bis 10-tieilig wie Finger gefächert. Die Frühlingsschneerose gibt es als rosa-blühende Variante, als purpurn blühende Variante und als Unterart guttatus mit weißen bis cremefarben Blüten. Die Blütezeit reicht jeweils von Februar bis April. Die schalenförmigen Blüten stehen einzeln oder zu zweit bis viert an den Stängeln.

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    Im Bild die purpurfarben blühende Variante der Frühlings-Schneerose (Foto: Anneli Salo, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported)

    Alle drei Formen der Frühlings-Schneerose sind auch bei uns in Mitteleuropa winterhart. In Regionen mit strengen, kalten Wintern kann es allerdings passieren, dass die Blätter in Herbst abgeworfen werden und dann erst im Frühjahr wieder austreiben. Die Frühlings-Schneerose braucht im Garten einen sonnigen bis halbschattigen, windgeschützten Platz mit feuchter, aber trotzdem gut durchlässiger Erde, die außerdem nährstoffreich sein sollte. Die Vermehrung mit Hilfe von Teilung und mittels der reifen Samen wie für Helleborus niger beschrieben.

    Helleborus purpurascens – die Lenzrose

    Diese Nieswurz stammt aus den Bergen im östlichen Mitteleuropa. Dort wächst sie in den Wäldern, aber auch auf offenem Wiesengelände, sofern der Boden sandig und gut durchlässig ist. Die Lenzrose ist zwar auch bei uns winterhart, verliert aber im Herbst ihre Blätter. Helleborus purpurascens wird nur 30 x 30 cm groß. Das fingerförmige Laub setzt sich aus 2 bis maximal 6 lanzettförmigen, am Rand gesägten Blättchen in Dunkelgrün zusammen. Helleborus purpurascens blüht zwischen März und April. Die großen, becherförmigen Blüten sind außen dunkeln purpurn bis bräunlich, innen aber eher grünlich gefärbt. Je 2 bis 4 dieser Blüten bilden ein Büschel.

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    Im Bild die dunkel purpurn bis bräunlich blühende Helleborus purpurascens (Foto: Pipi69e, Public Domain).

    Auch diese Helleborus-Art ist winterhart, aber nur sommergrün. Man setzt sie am besten im Halbschatten auf feuchtem, aber tiefgründigem und nährstoffreichem Humusboden, der gut durchlässig sein sollte. Die Vermehrung erfolgt wie für Helleborus niger beschrieben.

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von Sedumania
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    Nieswurze als wertvolle Trachtpflanzen für Hummeln

    Da manche Hummeln bereits im Februar im Garten umherfliegen und nach geeigneten Nistmöglichkeiten suchen, sind die Nieswurze, besonders natürlich die oft schon im Februar blühende Christrose gern gesehene Trachtpflanzen. Sie enthalten genügend Pollen und Nektar, um die Hummelkönigin und ihren Nachwuchs in den ersten Wochen zu versorgen und sollten deshalb in keinem Garten fehlen.

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