Von den vielen Storchschnabelarten aus der Gattung Geranium ist wohl der Sumpf-Storchschnabel Geranium palustre der einzige, der sich auf feuchten Boden im Halbschatten am Rand eines Bachlaufs oder Gartenteichs wohl fühlt. Denn auch in der Natur kommt er auf feuchtem und sumpfigem Grund entlang von Bächen, Gräben und Teichen vor.

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Blühender Sumpfstorchschnabel (Foto: a viente, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported)

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Nahaufnahme der Blüte von Geranium palustre (Foto.: Andreas Eichler, Creative Cmmons Attr.-Share Alike 4.0 International): Die Blüte hat 5 grüne, spitz zulaufende Kelchblätter, fünf purpurviolette Blütenblätter mit einer dunkleren Aderung und zehn Staubfäden, die die 10 violetten Staubbeutel tragen.

Der Sumpf-Storchschnabel ist eine mittel- und osteuropäische Geranium-Art, die in den Bayerischen Alpen bis in Höhen von rund 1.000 m ü. NN vorkommt.

Der Sumpf-Storchschnabel wird je nach den Standort- und Milieubedingungen zwischen 25 und 100 cm hoch. Die mehrjährige, krautige Staude blüht zwischen Juni und September. Die hell-violetten bis purpurroten Blüten haben einen Durchmesser von ca. 3 cm. Jede Blüte setzt sich aus je 5 Kelch- und Kronblättern und 10 Staubblättern zusammen. Die Blütenblätter sind ungefähr doppelt so lang wie die Kelchblätter. Die Blüten werden Schwebfliegen, Wildbienen und anderen Insekten bestäubt. Die aus den bestäubten Blüten hervorgehende Frucht hat die für die ganze Geranium-Gruppe typische, storchschnabelartige Form. Die Samen werden bis 2 ½ m weit herausgeschleudert.

Der Sumpf-Storchschnabel hat verzweigte, aber schlaffe Stängel, die die Pflanze nicht selbst tragen können. Daher stützt er sich auf andere, benachbarte Pflanzen. Als Spreizklimmer nutzt er dazu seine beweglichen Stängel und Gelenke am Blattgrund oder krümmt seine Blattstiele. Nach dem Verblühen biegen sich auch die Blütenstiele abwärts.