Das Mammutblatt Gunnera manicata, manchmal auch Riesenrhabarber genannt – es ist aber überhaupt nicht dem Rhabarber verwandt – kann 2 bis 3 Meter in die Höhe und Breite wachsen. Entsprechend groß sind die Blätter. Am Rand eines Gartenteichs gepflanzt, vielleicht zusammen mit Chinaschilf, gibt es dem Ganzen ein exotisches Ambiente. Eigentlich stammt das Mammutblatt ja auch aus einer exotischen Region in Südamerika. Seine Heimat sind die Sümpfe, Quellmoore, felsigen Bachränder und Nebelwälder in der Serra do Mar, einem Gebirge im Süden Brasiliens. Und es ist auch nicht das einzige Mammutblatt der Gattung Gunnera. Insgesamt gibt es etwa 40 Arten, die allesamt in der südlichen Hemisphäre der Erde vorkommen. Das kleinste ist die Gunnera magellanica mit nur 30 cm Wuchshöhe – es müsste wohl dann eher Miniblatt genannt werden.

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Das stattliche Mammutblatt ist ein echter Eyecatcher am Teichrand (Foto: H. Zell, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported)

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Fast so riesig wie die Blätter des Mammutblatts sind auch seine Blüten (Foto: H. Zell, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported)

Gunnera manicata wächst allerdings nur langsam und es kann einige Jahre dauern, bis sich wirklich zu einem Mammut auswächst. Die Staude bildet ein Rhizom und die Blattstiele bilden einen Horst, sodass eine Rhizomsperre wie für die meisten Bambusarten, nicht notwendig ist. Die kleinen, hellgrünen Blüten bilden einen mächtigen, kolbenförmigen Blütenstand, der bis zu 1 m hoch sein kann. Die Blütezeit ist im Juli/ August.

Die grünen Laubblätter sind rundlich und gelappt mit einer herzförmigen Basis und einem stacheligen Rand. Der Durchmessers eines Blattes kann bis zu 150 cm betragen. Auch die mattgrünen Blattstiele sind stachelig.

Das Mammutblatt braucht einen sonnigen, aber windgeschützten Platz mit einem permanent feuchten und nährstoffreichen Boden. Bei uns in Mitteleuropa ist das Mammutblatt nicht völlig winterhart. Deshalb braucht es zumindest in den ersten Jahren einen Winterschutz, vor allem, um es vor Kahlfrost zu schützen. Auch wenn im Herbst die oberirdischen Pflanzenteile absterben und erst im Frühjahr wieder aus dem Rhizom neu austreiben.

Die reifen Samen kann man aussäen. Das Aussaatgefäß muss dann aber frostfrei überwintert werden.