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Thema: Die Schopf-Traubenhyazinthen haben sterile und fruchtbare Blüten

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  1. #1
    Erfahrener Benutzer Avatar von Rodrigues2011
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    Die Schopf-Traubenhyazinthen haben sterile und fruchtbare Blüten

    Traubenhyazinthen der Gattung Muscari hat sicher jeder schon einmal in seinem Garten kultiviert. Es gibt einige Arten und Sorten, die sich mehr oder weniger in der Form und blauen Farbe ihrer traubenförmigen Blütenstände gleichen. Völlig von diesem Schema weicht aber die weniger bekannte Schopf-Traubenhyazinthe Muscari comosum ab.

    Ihren Namen Schopf- oder Schopfige Traubenhyazinthe trägt diese Muscari-Art – sie wird gelegentlich auch Schopfige Bisamhyazinthe genannt – zurecht: Denn die nach oben gerichteten, blauen Blüten sehen tatsächlich aus wie ein Schopf.

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    Blütenstand der Schopf-Traubenhyazinthe (Foto: Nevit Dilmen, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported)

    Sie haben dabei aber nur einen Zweck: Bienen und andere Insekten anzulocken. Denn die oberen Blüten sind steril und völlig unfruchtbar. Darunter sitzen nämlich erst die fruchtbaren, an kurzen Stielen sitzenden Blüten, de allerdings farblos und eher unscheinbar sind. Diese Unterscheidung zwischen oberen sterilen und unteren fruchtbaren Blüten gibt es zwar auch bei anderen Traubenhyazinthen, aber bei keiner anderen Art ist dieser Unterschied so stark ausgeprägt und auf den ersten Blick zu erkennen wie bei der Schopfigen Traubenhyazinthe.

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    Blütenschopf (Foto: Hans Hillewaert, Creative Commons Attr.-Share Alike 3. Unported)

    Die Schopfige Traubenhyazinthe ist ein mehrjähriges Zwiebelgewächs, welches zwischen 15 und 70 cm, maximal 100 cm in die Höhe wächst. Die Zwiebel hat einen Durchmesser von nur 1 cm. Jede Pflanze hat drei bis zu sechs, bis zu 40 cm lange, aber nur 1 cm breite Blätter, die eine grundständige Rosette bilden. Diese Blätter sind leicht gebogen und haben einen etwas rauen Rand.

    Die blass-braunen bis grünlichen, fertilen Blüten sind röhren-glockenförmig und stehen fast waagerecht ab. Aus den befruchteten Blüten entwickeln sich scharf dreikantige, leicht geflügelte Kapselfrüchte Ist die Kapselfrucht reif, fällt sie nicht ab, sondern bleibt am Stängel, öffnet sich und entlässt jeweils ein bis zwei kugelrunde, schwarze Samen. Diese Samen werden vom Regen fortgeschwemmt, vom Wind oder von Tieren weiter verbreitet.

    Die Schopfige Traubenhyazinthe hat ihren Verbreitungsschwerpunkt in den Mittelmeerländern, kommt aber verstreut auch bei uns südlich des Mains vor. Während si rund ums Mittelmeer überall an Straßen- und Wegrändern wächst, muss man sie bei uns schon intensiver suchen: Man findet sie manchmal am Rand von Feldern und Äckern, aber vor allem in Weinbergen und auf Mager- und Halbtrockenrasen. In Deutschland steht die Schopfige Traubenhyazinthe unter Naturschutz. Aber man bekommt sie schon lange auch Nachzuchten von Stauden- und Blütenzwiebelgärtnereien. Sie Blütezeit fällt in die Monate Mai bis Juni, die Früchte reifen entsprechend einige Wochen später. Bald danach welken die Blätter und zeihen ein, schon bald im Sommer sind sie komplett verschwunden. Schopfige Bisam-Hyazinthen wird diese Art übrigens genannt, weil ihre Blüten nach Bisam riechen sollen. Obwohl ich mir darunter nichts vorstellen kann, ich hatte noch keine Gelegenheit an einem Bisam zu schnuppern!

    Leider gibt es auch von dieser blütenökologisch so perfekt von der Natur organisierten Schopfigen Traubenhyazinthe auch Zuchtsorten:

    Die Federbusch-Hyazinthe Muscari comosum 'Plumosum‘ hat nur noch völlig sterile, violett-blaue Blüten, die lang gestreckte fedrige Trauben bilden. Diese Sorte wird nur 25 cm hoch bei einer Breite von 10 bis 12 cm. Es wird empfohlen, sie dekorativ im vorderen Bereich einer Misch und Staudenrabatte und im Steingarten zu platzieren. Dabei wird aber übersehen, dass den Blütenständen dieser Federbusch-Hyazinthe ihre wichtigste Funktion, für Vermehrung und Fortbestand der Traubenhyazinthe zu sorgen, abgezüchtet worden ist. Bei Blütenpflanzen findet man so etwas dekorativ und schön, bei Tieren würde es als völlig pervers gelten – glücklicherweise ist das aber bisher noch nicht gelungen und hoffentlich auch noch nicht probiert worden.

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    Muscari comosum ‘Plumosum‘ (Foto: Aha, Creative Commons Attr.-Share Alike 3. Unported)

    Noch abartiger – im wahrsten Sinne – ist die Weiterentwicklung dieses Federbusch-Hyazinthe bis zur Variante ‘Monstrosum‘ . Ihr wurden die Blüten fast vollständig weg-gezüchtet, stehen geblieben sind nur noch die violett gefärbten Blütenstiele.

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    Bei der Sorte Muscari comosum ‘Monstrosum‘ sind nur noch die allerdings leuchtend violett gefärbten Blütenstiele stehen geblieben, die Blüten fehlen dagegen völlig (Foto: aha, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported).

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von Rodrigues2011
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    Weitere Traubenhyazinthen-Arten als Zierpflanzen im Steingarten

    Es gibt fast 50 Traubenhyazinthen-Arten, von denen natürlich nicht nur die Schopfige Traubenhyazinthe Muscari comosum im Garten als Zierpflanze kultiviert wird, sondern noch wenigstens 6 weitere Arten, die sich untereinander im Gegensatz zu Muscari comosum sehr ähnlich sehen. Die bekannteste und am häufigste im Garten gepflegte ist sicherlich die Armenische Traubenhyazinthe Muscari armeniacum:

    Muscari armeniacum – die Armenische Traubenhyazinthe

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    Die Armenische Traubenhyazinthe (Foto: Kurt Stüber, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported) kommt nicht nur in Armenien vor, sondern fast im gesamten Kaukasus, in Südosteuropa und in Teilen Vorderasiens. Diese Traubenhyazinthe wird zwischen 15 und 20 cm hoch und 8 bis 10cm breit.Sie bildet eine kräftige, aber kleine mehrjährige Zwiebel. Die schmalen Laubblätter haben eine mittelgrüne Färbung. Sie treiben bereits im März aus. Zwischen April und Mai erscheint dann auch der traubenförmigen Blütenstand, der dicht an dicht mit kleinen, röhrenförmigen Blüten besetzt. Die Blüten haben eine blau-violette Farbe mit einem schmalen, weißen Blütenmund. Diese Traubenhyazinthen ist winterhart und kann durch Aussaat, sobald die Samen reif sind, oder durch Teilen oder Abnahme der Brutzwiebeln im Sommer vermehrt werden. Die Traubenhyazinthe braucht einen möglichst sonnigen Platz mit einem nährstoffhaltigen und vor allem gut durchlässigen Boden. Sie eignet sich für Steingärten und Blumenrabatten.

    Muscari aucheri – die Aucher-Traubenhyazinthe
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    Muscari aucheri (Foto: Feloidea, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported) stammt aus dem Norden der Türkei, wo sie an sonnenbeschienenen Hängen wächst. Diese Traubenhyazinthe wird nur 5 bis 15cm hoch bei einer Breite zwischen 5 und 8 cm. Die Blütentrauben erscheinen bereits im April. Sie hat kleinere, fast kugelförmige Blütenstände, deren strahlen blaue Blüten zur Spitze des Blütenstandes hin immer heller werden. Standortwahl, Kultur und Vermehrungsbedingungen sind die gleichen wie bei der Armenischen Traubenhyazinthe.

    Muscari latifolium – die Breitblättrige Traubenhyazinthe
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    Muscari latifolium (Foto: Meneerke bloem, Creative Commons Attr.-Share Aliek 3.0 Unported) ist im Westen und Süden der Türkei heimisch. . Warum sie breitblättrig = latifolium genannt wird, ist im Bild deutlich zu erkennen. Ihre Laubblätter sind nicht linealisch schmal wie bei anderen Traubenhyazinthen, sondern gleichen fast den breiten Blättern von Tulpen. Die Blütezeit ist mit Mai bis Juni etwas später als bei den anderen Arten. Die glockenförmigen Blüten bilden eine dichten traubenförmigen Blütenstand. Die unteren Blüten sind eher schwarz-violett, die oberen kleiner und heller blau gefärbt. Diese Traubenhyazinthe braucht im Garten einen geschützten und warmen Platz eher im Halbschatten mit einem gut durchlässigen Boden. Sie kann im Spätsommer durch teilen vegetativ oder durch Aussaat bei Samenreife vermehrt werden. Diese Art neigt aber auch zur Selbstaussaat.

    Muscari macrocarpum – die Großfrüchtige Traubenhyazinthe
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    Muscari macrocarpum (Foto: Sten Porse, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported) hat ihr natürliches Verbreitungsgebiet im Süden der Ägäis und im Südwesten der Türkei. Sie wird 10 bis 20 cm hoch bei einer Breite von 10 bis 15 cm. Die Blütezeit reicht von April bis Mai. Die Blüten sind zunächst matt violett gefärbt, nehmen später aber eine gelbe Farbe mit einem braunen Rand an. Die Blüten dieser Art duften. Die Großfrüchtige Traubenhyazinthe braucht einen sonnigen, trockenen Platz. Sie lässt sich im Sommer mit Hilfe von Brutzwiebeln oder durch Aussaat der reifen Samen vermehren. Leider ist diese Art bei uns in Mitteleuropa nicht völlig winterhart.

    Muscari neglectum – die Große Traubenhyazinthe
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    Muscari neglectum (Foto: Kurt Stüber, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported) ist eine europäisch-nordafrikanische Art. Sie wird zwischen 10 und 20 cm hoch und 8 bis 10 cm breit. Die dunkelblauen Blüten haben einen schmalen, weißen Blütenmund. Die Blüten bilden einen kleinen, aber dicht besetzten, eiförmigen Blütenstand. Die Blütezeit fällt in die Monate März bis April. Diese Traubenhyazinthe ist bei uns in Mitteleuropa vollkommen winterhart und gedeiht auf jedem durchlässigen Boden. Sie lässt sich durch Aussaat der reifen Samen, aber auch durch Abtrennen der Brutzwiebeln im Sommer vermehren. Sie neigt aber auch zur Selbstaussaat.

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