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Thema: Wie kann man Wildbienen im Garten ansiedeln?

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  1. #1
    Erfahrener Benutzer Avatar von Sedumania
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    Wie kann man Wildbienen im Garten ansiedeln?

    Von den etwa 600 in Deutschland vorkommenden Wildbienen-Arten stehen rund die Hälfte auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten, und von diesen wiederum sind viele unmittelbar vom Aussterben bedroht, einige gelten als ausgestorben. Die Ursachen sind hinlänglich bekannt: Monotone Felder und Äcker, Einsatz von Pestiziden, die für Bienen und andere Insekten giftig sind und seit einigen Jahren die zunehmende Monotonie in vielen Hobbygärten mit sterilen Rasen- und Kiesflächen, Gabionen und sterilen, gefüllt blühenden Zierpflanzen, wenn sie überhaupt noch blühen! Es fehlen Wildhecken, Alt- und Totholz, einheimische Wildblumen und offene Bodenflächen.

    Aber gerade als Hobbygärtner, der man nicht auf Anbauflächen mit maximalen Erträgen an Nutzpflanzen angewiesen ist, könnte man einiges dafür tun, Wildbienen den Garten als Ersatzbiotop zu gestalten und anzubieten, umso einen eigenen Beitrag zur Rettung existenziell gefährdeter Insekten zu leisten.
    Solch ein wildbienen-gerecht gestalteter Garten kommt aber nicht nur den Wildbienen zugute, man profitiert auch selbst als Hobbygärtner von den Wildbienen, die sich im Garten ansiedeln: Denn Wildbienen sind sehr fleißig beim Sammeln von Nektar und Pollen und bestäuben dabei die Blüten. Und beim Bestäuben übertreffen sie die Leistung von Honigbienen bei Weitem. Wer also genügend Wildbienen im Garten hat, der kann z. B. mit hohen Erträgen an Obst rechnen.

    Doch wie lockt man eigentlich die Wildbienen in den eigenen Garten?
    Wildbienen haben einen weiten Aktionsradius, den man solch kleinen Insekten gar nicht zutrauen würde. Auf der Suche nach einem neuen Lebensraum, weil der angestammte Platz vernichtet wurde, auf der Suche nach Nistmöglichkeiten und Nahrungsquellen können sie sich über mehr als hundert Kilometer ausbreiten. Also muss man ihnen artgerechte Nistmöglichkeiten und Nahrungsquellen im Garten bieten. Ein standardisiertes Insektenhotel bietet nicht unbedingt die bestmöglichen Nistmöglichkeiten für Wildbienen. Besser geeignet ist ein eigenes Wildbienenhotel ohne andere störenden Hotelgäste.
    Außerdem was nützt die schönste Unterkunft, wenn die unmittelbare Umgebung keine Nahrungsquellen für die Wildbienen bietet? Ein Insektenhotel mitten auf den Einheitsrasen gestellt, das mag zwar ein interessantes Deko-Element für den Garten sein, aber oft bleiben solche Unterkünfte leer. Wenn die Wildbienen erst im Umkreis von einem Kilometer ihrer Unterkunft und Nistmöglichkeit nach Pollenquellen such müssen, das zehrt an den Kräften. Nahrungsquelle und Nistmöglichkeit sollten stattdessen möglichst in Sichtweise zueinander liegen, dann muss die Wildbiene weniger weit fliegen und kann umso mehr Nachkommen produzieren.

    Es ist auch gar nicht nötig, den ganzen Garten einfach verwildern zu lassen, um Wildbienen anzulocken. Meist reicht ein kleines „wildes“ Eck im Garten, wo man Brennnesseln, Disteln und anderes „Unkraut“ einfach mal stehen lässt. Außerdem fühlen sich Wildbienen durchaus auch in einem gepflegten Garten wohl, wenn er ihnen genügend Nektar- und Pollenreiche Blütenpflanzen, Unterkunft und Nistmöglichkeiten bietet.

    Sind Wildbienen nicht aggressiv und stechen?
    Nein, vor Wildbienen muss man keine Angst haben. Denn sie stechen meist gar nicht. Erstens sind ihre Stachel viel zu fein, um damit in die menschliche Haut eindringen zu können. Zweitens sind Wildbienen viel weniger aggressiv als Honigbeinen, da sie ihr Nest nicht verteidigen. Lediglich die Weibchen besitzen einen etwas wehrhafteren Stachel. Aber wenn man solch eine Wildbiene nicht gerade mit der Hand einfängt, dann macht sie davon auch keinen Gebrauch. Verhält man sich ruhig, dann kann man Wildbienen aus nächster Nähe beobachten (> https://forum.floristik24.de/threads...ten-beobachten und > https://forum.floristik24.de/threads...ght=Wildbienen). Eine Ausnahme bilden die Hummeln – falls man sie überhaupt zu den Wildbienen rechnen will – sie können recht schmerzhaft zustehen, wenn sie sich angriffen oder n die Enge getrieben fühlen.

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von Sedumania
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    Kuckucksbienen betreiben keine Brutpflege

    Ungefähr ein Drittel aller Wildbienen bauen keine eigenen Nester für ihren Nachwuchs und betreiben auch keine Brutpflege. Ähnlich wie der Kuckuck versuchen sie ihre Eier in die Nester anderer Wildbienen einzuschmuggeln und von diesen dann ihre Larven großziehen zu lassen. Wenn das Nest bauende Wildbienenweibchen auf Pollensuche ist, schmuggelt die Kuckucksbiene ihr Ei in das unbewachte Nest. Nachdem die Larve der Kuckucksbiene geschlüpft ist, saugt sie das Ei der Wirtsbiene aus oder tötet die im Nest liegende junge Wirtslarve. Dann ernährt sie sich von de Vorrat an Pollen und anderem Futter, welchen die Wirtsbiene angelegt hat. Das Kuckucksbienenweibchen kümmert sich also nicht nur um ihren Nachwuchs, sondern sammelt und legt auch keine Nahrungsvorräte für ihre Larven an. Sie wäre auch gar nicht in der Lage, Pollen zu sammeln. Dazu sind gar nicht anatomisch ausgerüstet, ihnen fehlen dafür die Sammelhaaren.

    Die Kuckucksbienen verteilen sich auf verschiedene Gattungen. Zu diesen Brutparasiten zählen u. a. Buckelbienen, Kegelbienen, Kraftbienen, Sandgängerbienen, Schmuckbienen, Trauerbienen, Wespenbienen und Zweizahnbienen. Jede dieser Kuckucksbienen parasitiert aber nicht wahllos irgendeine andere Wildbienenart, sondern jede Art ist in ihrem Brutparasitismus an eine oder ganz wenige bestimmte Wirtsarten, bzw. an deren Nestformen angepasst.

    Solch einen Brutparasitismus kennt man auch von einigen Hummelarten. Dabei dringt die Kuckuckshummel in einen Hummelbau ein, tötet die Königshummel oder setzt sie mit Hilfe ganz spezieller Duftstoffe außer Gefecht. Dann lässt die Kuckuckshummel ihren eigenen Nachwuchs von den Arbeiterinnen der Wirtshummel aufziehen.

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