Die Schopfteufelskralle Physoplexis comosa ist die einzige Vertreterin der Gattung Physoplexis. Sie gehört – auch wenn man ihr es auf den ersten Blick überhaupt nicht ansehen mag – zur Familie der Glockenblumengewächse. Natürliche Vorkommen dieser Art existieren in Teilen Österreichs, Italiens und auf dem West-Balkan. Man findet sie z. B. im Süden der Kalkalpen, in den Julischen Alpen und im Westen der Karawanken. In den Alpen findet man sie vor allem in Höhen zwischen 1.000 und 1.700 m ü. NN.

Name:  Schopfteufelskralle.jpg
Hits: 9
Größe:  63,5 KB
Die Blüten der Schopfteufelskralle haben wirklich etwas Diabolisches im Aussehen (Foto: Svíčková, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported).

Auch im Stein- oder Alpingarten braucht diese Teufelskralle, nicht zu verwechseln mit der Afrikanischen Teufelskralle – einer bekannten Heilpflanze – vor allem ein kalkhaltiges Substrat, der außerdem gut wasserdurchlässig und mit etwas Gartenhumus versetzt sein sollte. Außerdem verträgt die Schopfteufelskralle keine pralle Mittagssonne. Man setzt sie deshalb am besten zwischen größere, kalkhaltige Steine, am besten aus Travertin, welches nach Osten ausgerichtet sind. Auch Staunässe wird schlecht vertragen. Außerdem ist sie leider auch bei Nacktschnecken sehr beliebt und deshalb vor Schneckenfraß geschützt werden.

Physoplexis comosa wird nur 5 bis 10 cm hoch. Diese Staude blüht im Juni/ Juli. Ihre Blüten sind an der Basis kugelförmig aufgeblasen und verjüngen sich zur Spitze in eine dunkelviolette Röhre, aus der der auffallende Griffel herausragt. Die Blütengrundfarbe ist ein bläuliches Violett, welches weiß überhaucht ist.

Die Schopfteufelskralle kann man mit Hilfe der reifen Samen vermehren, die man direkt nach der Ernte im August/ September aussät.