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Thema: Die Einteilung der Tulpen in 15 Klassen

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  1. #1
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    Die Einteilung der Tulpen in 15 Klassen

    Auch bei den Tulpen hat man sich international auf die Einteilung allgemein gültige Klassen geeinigt. Allerdings waren bei den Tulpen sogar 15 Klassen nötig, um alle Arten , Hybride und Sorten auf der Basis der Blütenform und Blütezeit in diesem System unterbringen zu können. Man unterscheidet in:

    Klasse 1 Einfache, früh blühende Tulpen
    Diese Tulpen haben ungefüllte Blüten in Becherform; die meisten Sorten haben kräftige Blütenfarben und oft verbreiten sie auch einen intensiven Duft.

    Name:  Cultivars Tulipa_'Apricot_Beauty.jpg
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Größe:  46,1 KBTulipa ‘Apricot Beauty‘ ( Foto: Retired electrician, Public Domain) – eine Sorte der Klasse 1. Sie hat mittel-grüne, lnazettförmige Laubblätter. Die Blüten sind lachs-rosa gefärbt und zu den Rändern der Blütenblätter hin blass orangerot. Diese Sorte blüht im Laufe des Aprils. ‘Apricot Beauty‘ sich aber auch sehr gut zum Trieben. Sie wird einschließlich der Blüte etwa 38 cm hoch.

    Klasse 2 Gefüllte, früh blühende Tulpen
    Diese Tulpen haben gefüllte Blüten und zeichnen sich meist durch Haltbarkeit aus, sind also als Schnittblumen gut geeignet.

    Name:  Cultivars Tulipa_'Queen_of_Marvel'_2015_04.jpg
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    Tulipa ‘Queen of Marvels‘( Foto: Retired electrician, Public Domain). Diese gefüllte Tulpe der Klasse 2 wird nur 25 bis 35 cm hoch, hat aber eine relativ große Blüte, die entsprechend schwer ist und sich deshalb als Schnittblume nicht eignet. Die Blütenfarbe ist kirschrosa, die zum Rand hin heller wird.

    Klasse 3 Triumph-Tulpen
    Sie gehören zu den mittel-frühen Sorten. Die kegelförmigen bis rundlichen Blüten sind ungefüllt und haben kräftige, hohe Stiele.

    Name:  Cultivars Tulipa_'White_Dream'_2018-04-28_03.jpg
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    Tulipa ‘White Dream‘ (Foto: Nova, Creative Commons Attr.-Share Alike 4.0 Unported) gehört zur Klasse 3 Triumph-Tulpen. Die schneeweißen Blüten haben gelbe Staubbeutel. Die becherförmigen Blüten öffnen sich zwischen April und Mai. Diese Sorte wird zwischen 40 und 45 cm hoch und eignet sich sowohl für eine Rabatte mit Frühlingsblumen als auch als auch Schnittblume für die Vase.

    Klasse 4 Darwin-Hybriden
    Diese Tulpen-Sorten gehen auf die Kreuzung von Darwin-Tulpen mit eine Wild-Tulpe (Tulipa fosteriana) zurück. Sie haben ungefüllte, große Blüten und kräftige Stiele von mittlerer Länge. Die Blütezeit fällt in die ersten 2 Maiwochen. Neben einfarbige Blüten kommen auch mehrfarbige, teilweise geflammte oder überlaufene Blüten vor.

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    Tulipa ‘Apeldoorn‘s Elite‘ (Foto: Jerzy Opiola, Creative Commons Attr.-Share Alike 4.0 International). Diese Darwin-Hybride wird stolze 60 cm hoch. Die grau-grünen Laubblätter sind breit lanzettförmig. Die ungefüllten, eiförmigen Blüten öffnen sich zwischen April und Mai. Die Blütengrundfarbe ist gold-gelb mit einer breiten kirschroten Mitte auf den Blütenblättern und an der Basis grün überlaufen, wie man bei genauem Hinsehen auch auf diesem Bild erkennen kann. Die Staubbeutel sind bei dieser Sorte schwarz. Diese Sorte eignet sich sowohl als Beetpflanze al auch als Schnittblume.

    Klasse 5 Einfache späte Tulpen
    Diese Tulpen haben einfache, d. h. ungefüllte, meist eiförmige, schlanke Blüten, wobei die Blütenblätter meist spitz zulaufen. Die Blütenform kann ganz unterschiedlich sein, denn in dieser Klasse werden Tulpen zusammengefasst, die früher in eigenen Kategorien als Cottage-Tulpen, Breeder-Tulpen, Landhaus-Tulpen und Darwin-Tulpen geführt wurden. Einzig die Darwin-Tulpen gehören auch heute noch zu Tulpen-Sorten, die häufig in unseren Hobbygärten zu sehen sind. Darwin-Tulpen haben eine eher rechteckige Blütenform in leuchtenden Farben und kräftige Stiele.

    Name:  Culitvar Tulipa_'Menton'.jpg
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    Tulipa ‘Menton‘ (Foto: Nova, Creative Commons Attr.-Share Alike 4.0 International). Die robuste, bis zu 60 cm hohe Sorte hat grau-grüne, breit lanzettförmige Laubblätter. Die becherförmigen, ungefüllten Blüten öffnen sich im Mai. Die Blüten sind in der Grundfarbe leuchtend rosarot mit einem deutlich helleren weißen bis blass-orangen Rand. Auf der Innenseite sind die Blütenblätter leuchtend rot gefärbt mit einer weißen Aderung. Diese Tulpe eignet sich sowohl für Frühlingsbeet als auch als Schnittblume.

    Klasse 6 Lilienblütige Tulpen
    Diese Tulpensorten haben ungefüllte Blüten. Die Blütenform ist schlank und lang, die Blütenblätter sind schmal, spitz zulaufend und nach außen hin leicht umgeschlagen. Es gibt ein- und mehrfarbige Lilienblütige Tulpen, deren Blüten auch überlaufen oder geflammt sein können.

    Klasse 7 Gefranste Tulpen
    , auch Crispa-Tulpen genannt
    Ein besonderes Merkmal dieser Tulpen sind die gefransten Ränder der becherförmigen Blüten. Die Blüten können außerdem schattiert sein und einen Rand, der in einer anderen Farbe deutlich abgesetzt ist. Diese Gefransten Tulpen blühen erst in den letzten beiden Maiwochen.

    Klasse 8 Viridiflora-Tulpen
    Die Tulpen haben ungefüllte Blüten mit grünlichen Streifen oder Flammen; oder sie sind völlig grün, und lediglich der Blütenrand ist davon farblich abgesetzt. Blütezeit sind die letzten beiden Maiwochen.

    Klasse 9 Rembrandt-Tulpen
    Bei diesen Tulpen handelt es sich meist um besonders alte Züchtungen. In der Renaissance wurde diese Sorten teilweise mit Gold aufgewogen, so wertvoll und begehrt waren sie. Sie werden Rembrandt-Tulpen weil sie in der Zusammenstellung der Farben Gemälden von Rembrandt ähnlich sein sollen. Sie haben marmorierte, geflammte oder gestreifte Musterungen. Entstanden sind aus einfachen Cottage-Tulpen sie durch die Infektion mit einem Mosaik-Virus. Diese Viren schaden den Rembrandt-Tulpen, kann aber für andere Tulpensorten vernichtend sein. Deshalb müssen Rembrandt-Tulpen stets vollständig von anderen Tulpen kultiviert werden.

    Klasse 10 Papageien-Tulpen
    Diese ungefüllten Tulpensorten weichen im Aussehen völlig von anderen Tulpen ab. Die Blüten sind groß und ausladend breit, die Blütenblätter deutlich gefranst, gewellt und oft auch etwas verdreht. Oft sind die Blüten so schwer, dass die Pflanzen unter ihrer zusammenzubrechen drohen, wenn sie nicht gestützt werden. Papageien-Tulpen blühend besonders spät – erst Ende Mai.

    Klasse 11 Päonienblütige Tulpen
    Es handelt sich um spät blühende Sorten mit gefüllten, schalenförmigen Blüten, die den Blüten der Pfingstrosen ähneln. Sie blühen in den letzten beiden Maiwochen.

    Klasse 12 Kaufmannia-Hybriden oder Seerosentulpen
    Diese Tulpensorten sind auf Kreuzungen der Wildform der Tulipa kaumannia mit anderen Tulpen zurückzuführen. Sie sind ungefüllt, haben aber im Gegensatz zur Wildtulpe gestreifte oder gesprenkelte Laubblätter.

    Klasse 13 Fosteriana-Hybriden
    Diese Tulpensorten sind aus Kreuzungen der Tulipa fosteriana mit anderen Tulpen hervorgegangen. Die Hybridsorten haben ähnlich wie Kaufmannia-Hybriden gesprenkelte oder gestreifte Laubblätter. Die Blüten sind jedoch deutlich größer.

    Klasse 14 Greigii-Hybriden
    Diese Tulpensorten sind auf Kreuzungen der Wildform der Tulipa greigii mit anderen Tulpen zurückzuführen. Sie haben ungefüllte Blüten und gestreifte oder gesprenkelte Laubblätter.

    Klasse 15 sonstige Tulpen-Arten und ihre Hybriden und Sorten.

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von Hechtrose
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    Einige Beispiele der Lilienblütigen Tulpen


    Lilienblütige Tulpen sind mit ihren zarten, eleganten Blüten auf hohen Stielen sicherlich die elegantesten Tulpenklasse. Sie werden je nach Sorte zwischen 30 und 70 cm hoch und gehören zu den spät blühenden Tulpen, blühen jedoch ungewöhnlich lange – oft mehrere Wochen lang. Sie sind trotz ihres zarten Aussehens robust, langlebig und trotzen Regen. Es gibt ein- und mehrfarbige Sorten. Lilienblütige Tulpen brauchen einen möglichst sonnigen Platz im Garten, sonst werden die Blütenstiele zu lang. Die Zwiebeln werden im Herbst rechtzeitig vor den ersten Frosttagen in den Boden etwa 12 cm tief gesetzt. De Boden muss locker und gut wasserdurchlässig sein. Der Pflanzabstand zwischen den einzelnen Zwiebeln sollte etwa 10 cm betragen. Bis kurz vor der Blüte müssen die Tulpen mit einem organischen Langzeitdünger versorgt werden. Auch nachdem die Blütezeit zu Ende gegangen ist, werden sie bis das Laub verwelkt und eintrocknet, regelmäßig bewässert. Danach, d. h. im Juni, können die Zwiebeln ausgegraben, gesäubert und getrocknet werden, bis im Herbst wieder in den Boden kommen.

    Hier einige bekannte und besonders dekorative Sorten der Lilienblütigen Tulpen:

    Name:  L6-Tulipa_White_Triumphator.jpg
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    Tulipa ‘White Triumphator‘ (Foto: Claire H., Creative Commons 2.0 Generic), eine Lilenlütige Tulpensorte in Weiß. Allerdings ist das Gruppenmerkmal – die schmalen, spitz ausgezogenen Blütenblätter – nicht sehr ausgeprägt. Die Sorte wird mit Blüte zusammen 65 bis 70 cm hoch. Sie blüht im Mai.

    Name:  L6 Tulipa_'Ballade'_2016-05-02_01.jpg
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    Tulipa ‘Ballade‘ (Foto: Nova, Creative Commons Attr.-Share Alike 4.0 International). Bei dieser Lilienblütigen Tulpe ist das charakteristische Merkmal – die spitz ausgezogene und leicht nach außen gebogenen Blütenblätter – gut zu erkennen. Diese Sorte wird 50 cm hoch und blüht im Mai.

    Name:  L6 Lily-flowered_Tulip_Tulipa_'West_Point'_Flowers_2000px.jpg
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    Tulipa ‘West Point‘ (Foto: 2008 Derek Ramsey, GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2) – eine Lilienblütige Tulpe mit besonders elegant zurückgebogenen Blütenspitzen. Diese Sorte wird bis zu 50 cm hoch und blüht ebenfalls im Mai.

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Avatar von Hechtrose
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    Einige Beispiele der Papageientulpen

    Papageientulpen haben große, breit ausladende und entsprechend schwere Blüten, die oft gestützt werden müssen, damit der Stiel nicht unter der last der Blüte zusammenbricht oder umknickt. Die Blüten haben gewellte und tief geschlitzte Blütenränder. Es gibt einfarbige und mehrfarbige Sorten. Papageien-Tulpen gehören zu den spät blühenden Sorten – die meisten blühen nicht vor Ende Mai.

    Hier einige Beispiele für Papageientulpen mit besonders charakteristischen Blüten:

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    Tulipa ‘Estella Rijnveld‘ (Foto: Nova, Creative Commons Attr.-Share Alike 4.0 International).

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    Tulipa ‘Blue Parrot‘ (Foto: Nova, Creative Commons Attr.-Share Alike 4.0 International).

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    Tulipa ‘Rococo‘ (Foto: Nova, Creative Commons Attr.-Share Alike 4.0 International).

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    Tulipa ‘Black Parrot‘ (Foto: Nova, Creative Commons Attr.-Share Alike 4.0 International).

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Avatar von Hechtrose
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    Gefranste oder Crispa-Tulpen

    Gefranste Tulpen sind meist weitergezüchtete Mutationen aus Cottage- und Darwin-Tulpen. Sie mittel- bis hochwachsend; die Ränder ihrer Blütenblätter haben kristallähnliche Fransen. Sie werden aus Crispa-Tlpen oder botanisch tulipa crispa genannt. Unter diesen Crispa-Tulpen kommen auch Sorten mit gefüllten Blüten und mehrblütige Tulpen vor. Sie haben meist auch leuhctende Farben und sind ein- oder zweifarbig.

    Man pflanzt diese Cripsa-Tulpen im Herbst an einen sonnigen bis nur leicht halbschattigen Platz mit einem lockeren und gut durchlässigen Boden, der darüber hinaus aber auch nährstoffreich sein sollte. Die Zwiebeln dieser Crispa-Tulpen kommen etwa 12 cm tief in die Erde bei einem Pflanzabstand von etwa 10 cm zwischen den einzelnen Tulpenzwiebeln. Direkt nach dem Einpflanzen wird einmal kräftig gewässert. Rechtzeitig vor Beginn der Blütezeit muss auch gedüngt werden.

    Auch die Zwiebeln der Crispa-Tulpen sind winterhart und können mehrere Jahre hindurch im Boden bleiben. Man kann sie aber auch stattdessen im Juni/ Juli aus dem Boden nehmen, aber erst wenn das Laub vergibt und vertrocknet ist.

    Hier nun einige besonders schöne und bekannte Sorten der Gefransten Tulpen:

    Tulipa ‘Fancy Fills‘
    Name:  Gef-Tulipa_Fancy_Frills.jpg
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    Es sieht fast so aus, als ob aus den Rändern der Blütenblätter von T. ‚‘Fancy Fills‘ nadelspitze Kristalle herauswachsen (Foto: Anna reg, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Österreich). Diese Sorte wird etwa 45 cm hoch. Im Mai öffnen sich die ungefüllten, becherförmigen Blüten. Die Grundfarbe ist ein Rosarot mit einem helleren Mittelstreifen auf den Blütenblättern, deren Fransenspitzen hell-rosa bis weiß gefärbt sind. Diese gefranste Tulpen eigen sich sowohl für Beete mit Frühjahrsblumen als auch als Schnittblumen für die Vase.

    Tulipa ‘Black Juwel‘
    Name:  Gef-Tulipa_'Black_Jewel'_2016-05-02_02.jpg
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    Hier im Bild die gefranste, dunkel purpurviolett bis burgunderrot blühende Tulipa ‘Black Juwel‘ ( Foto: Nova, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported). Im Gegensatz zur vorhergehende Sorte sind bei ihr die Fransen der Blütenränder meist etwas dunkler gefärbt als die Blütenblätter. Diese Sorte wird ca. 45 cm hoch und blüht im April/ Mai.

    Tulipa ‘Canasta‘
    Name:  Gef-Tulipa_'Canasta'_2016-05-02_01.jpg
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    Tulipa ‘Canasta‘ als Beispiel für eine zweifarbige gefranste Tulpensorte (Foto: Nova, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported). Diese Sorte hat leicht duftende Blüten und erreicht eine Wuchshöhe zwischen 40 und 60 cm. Die Blütezeit liegt zwischen April und Mai. ‘Canasta‘ braucht einen platz in Sonne oder Halbschatten mit einem gut durchlässigen, nährstoffhaltigen Boden. Diese Sorte eignet sich sowohl als Beetpflanze als auch als Kübelpflanze, ist aber auch als Schnittblume gut geeignet.

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Avatar von Hechtrose
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    Die grün gestreiften Viridiflora-Tulpen

    Diese Viridiflora-Tulpen fallen durch ihre teilweise ungewöhnliche Blütenfärbung auf: Sie haben enwtder grüne Längsstreifen auf den Blütenblätter oder einen grünen Blütenboden. Bei manchen Sorte ist Grün sogar die dominierende Färbung. Sie sind meist aus Mutationen von Cottage-Tulpen hervorgegangen.

    Tulipa 'Flaming Spring Green'
    Name:  Virid-Tulipa_Flaming_Spring_Green.jpg
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    Die Viridiflora Tulpe der Sorte ‘Flaming Spring Green‘ (Foto: Anna reg, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Österreich, aufgenommen im Botanischen Garten der Universität Wien) wirkt mit ihrem breiten geflammten grünen Mittelstreifen auf chamois-weißen Untergrund und den davon deutlich abgesetzten purpurroten Strichen zeitlos elegant. Diese Sorte wird etwa 40 cm hoch. Die Blütezeit liegt zwischen April und Mai.

    Tulipa 'Green River'
    Name:  Virid-Tulipa_'Green_River'_2016-05-02_02.jpg
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    Ein völlig anderes Farbmuster zeigt die Viridiflora-Tulpe ‘Green River‘ (Foto: Nova, Creativ Commons Attr.-Share Alike 4.0 International). Diese Sorte hat dunkel-grünen Laubblätter mit einem deutlich abgesetzten, breiten grünlich gelben Rand. Diese Farbkombination setzt sich auf der Blüte fort und es sieht fast so aus als würde das spitz eiförmige Muster aus grün und grüngelb auf dem dunkel-schwarzroten bis hell-blutroten Untergrund Form und Färbung der Laubblätter imitieren. ‘Green River‘ wird bis zu 35 cm hoch und blüht ebenfalls im April/ Mai.

    Tulipa 'Viridich'
    Name:  Virid_Tulpenweekend_Nederland_(0205).jpg
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    Diese Neuzüchtung einer Viridiflora-Tulpe vom Keukenhof hat etwas geradezu Mystisches (Foto: Donar Reiskoffer, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported) und erinnert mit ihren schlanken, spitz zulaufenden Blütenblättern und dem elegant geschwungenen, breiten leuchtend hellgrünen Streifen eher an eine Lilie- als an eine Tulpenblüte.

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Avatar von Gartentroll
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    Weiß man eigentlich, welches Virus die charakteristischen Färbungsmuster auf den Blüten der Rembrandttulpen auslöst? Und warum ist dieses Virus für Rembrandt-Tulpen harmlos, schadet aber Wildtulpen und anderen Gartentulpen? Breitet sich dieses Virus auch auf anderen Gartenpflanzen aus, und wenn ja, schadet es diesen Gartenpflanzen dann ?

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Avatar von Rodrigues2011
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    Die Virusinfektion der Rembrandt-Tulpen

    Die schlierenförmigen Farbmuster der Rembrandt-Tulpen werden tatsächlich durch Infektion eines Virus ausgelöst, dem Tulpen-Mosaik-Virus. In der Renaissance, als man überhaupt nichts von der Existenz von pflanzenpathogenen Viren wusste, hielt man die von diesem Virus befallenen Tulpen für eine neue Sorte und nannte sie Rembrandttulpen, nach dem niederländischen Maler Rembrandt Harmenszoon van Rijn. Und da man Viren damals noch gar nicht kannte, war den Tulpen-Züchtern jener Zeit wohl auch entgangen, dass jede einzelne Tulpenpflanze neu von diesem Tulpenmosaikvirus infiziert worden sein musste, bevor dieses spezielle Farbmuster auf den Blütenblättern zu sehen war. So war man bereit, für solche seltenen Tulpenformen ein Vermögen zu zahlen und diese Tulpen quasi mit Gold aufzuwiegen.

    Dies Tulpenmosaikvirus kann also alle Tupensorten, wahrscheinlich auch die Wildtulpen, befallen. Deshalb ist die Zucht echter Rembrandttulpen bereist seit einiger Zeit verboten. Die Tulpen, die heutzutage unter der Bezeichnung Rembrandttulpen angeboten werden, sind keine echten mit dem Virus infizierten Rembrandtulpen, sondern virenfreie Neuzüchtungen, deren Flammenmuster den historischen Rembrandtulpen aber täuschend ähnlich sehen.

    Ich nehme an, dass das Tulpenmosaikvirus aber damit nicht völlig ausgerottet worden ist. Es wird latent noch vorhanden sein, und von Zeit zu Zeit werden immer wider echte, d. h. infizierte „Rembrandttulpen“ auftauchen. Leider habe ich nicht in Erfahrung bringen können, ob das Tulpenmosaikvirus auch andere Pflanzen, z. B. andere Zwiebelpflanzen befällt. Das ist aber anzunehmen: Es gibt eine ganze Reihe verschiedenster Mosaikviren, unter ihnen das bekannte Tabak-Mosaikvirus, aber die sind alle nicht nur auf eine Wirtspflanzenart fixiert.

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