Die Zahl authentischer Chinesischer Gärten ist im Vergleich zu unseren Japanischen Gärten in Deutschland eher gering. Umso erfreulicher ist es, dass im Herbst 2001 in Mannheim ein Chinesischer Garten in einem Teil des Luisenparks eröffnet wurde, indem man nicht die wichtigsten Elemente alter chinesischer Garten- und Baukunst zu sehen sind, sondern auch mit Führungen, Kursen und Veranstaltungen versucht wird, den Besuchern die chinesische Kultur näher zu bringen.

Bedeutendster Teil dieses mit Hilfe der chinesischen Partnerstadt Zhenjiang, Unterstützung der Klaus-Tschira-Stiftung und dem Ostasieninstitut der Fachhochschule Ludwigshafen verwirklichten Gartens ist das zweistöckige Teehaus – mit einer Grundfläche von mehr als 215 qm das größte chinesische Teehaus Europas.

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Das Chinesische Teehaus in Mannheim (Foto: Immanuel Giel, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported).

Im Teehaus kann man nach einem ausgedehnten Rundgang durch verschiedene Teile und Themengärten des Luisenparks bei einer Tasse chinesischem Tees und Gebäck sich etwas erholen und entspannen. Man hat die Wahl zwischen mehr als 30 Teesorten!

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Blick vom Teehaus über den 1000 qm großen Teich auf Felsengrotte und Wasserfall (Foto: Immanuel Giel, Public Domain).

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Das große Eingangstor (Foto: Subcommandante, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported).

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Die für jeden Japanischen oder Chinesischen Garten obligatorische Zickzackbrücke darf nicht fehlen (Foto: Immanuel Giel, Public Domain). Die Erklärung dazu: Nach weit verbreitetem altem Glauben in Ostasien können Geister sich nur geradaus fortbewegen. Auf einer Zickzackbrücke ist man deshalb vor der Verfolgung böser Geister sicher!

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Löwen bewachen das Eingangstor zum Chinesischen Garten (Foto: Immanuel Giehl, Public Domain). Solche steinerne Löwen mit Lcokenkopffrisuren findet man auch im Barock und später (zum Beispiel am Löwentor der Rosenhöhe in Darmstadt > https://forum.floristik24.de/threads...e-in-Darmstadt). Ich gehe ‚mal davon aus, dass die Europäer dies Stielelement von den Chinesen abgeschaut haben und nicht umgekehrt.

Die Chinesin Shuli Meng bietet für jeweils eine Stunde ein mit 8 bis maximal 25 Besuchern eien authentische Führung durch das Teehaus und den Chinesischen Garten.

Natürlich kommen auch Gartenfreunde hier auf ihre Kosten: Es gibt im Jahresverlauf verschiedene Pflanzenausstellungen im Blumenpavillon und im Freiland zu sehen. Neben Bambusarten und Ziergräsern vor allem unzählige blühende Pfingstrosen – einst galt die Pfingstrose als die Blume der chinesischen Kaiserin und versprach Reichtum und Wohlstand.

Im Chinesischen Garten gibt es außerdem Kurse in Tai Chi und QiGong. Das Teehaus und der Garten sind Veranstaltungsort für Konzerte, Vorträge und Treffpunkt mit Delegationen aus Zhenjiang, der chinesischen Partnerstadt Mannheims.