Die ]Stachelnüsschen der Gattung Acaena sind mit etwa 60 Arten auf der Südhalbkugel verbreitet. Man findet sie in Australien und Neuseeland, aber auch in Südamerika in Patagonien und Feuerland. Es gibt 2 Arten die auch weiter nördlich, auf Hawaii und in Kalifornien nördliche Vorkommen haben. Die meisten Arten bilden flach über den Boden kriechende Triebe mit immergrünen, gefiedertem Laub, eher unauffälligen Blüten und als Früchte stachelige Nüßchen. Auf sandhaltigen Böden breiten sie sich rasch und bodendeckend zu dichten Pflanzenteppichen aus.

Es gibt mehrjährige Stauden und einige Halbsträucher der Gattung Acaena, die zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) gehört. Manche Arten bilden grundständige Blattrosetten, andere Laubblätter, die wechselständig an den Stängeln sitzen. Die Laubblätter sind gefiedert. Jedes Laubblatt setzt sich aus 7 bis 25 Fiederblättchen zusammen, die ihrerseits meist gelappt oder gezähnt sind. Die meisten Stachelnüsschen bilden einen kugelförmigen Blütenstand. Die Blüten selbst sind eher unscheinbar klein und vier- bis fünfzählig, flankiert von meist vier Kelchblättern, haben aber keine Blütenblätter (Petalen). Wesentlich auffälliger als die Blüten sind die köpfchenförmigen Fruchtstände mit ihren Stachelborsten. Mit diesen stachelförmigen Fortsätzen können sich die Samen – ähnlich wie bei unseren einheimischen Kletten – im Fell oder Gefieder vorbeistreifender Tiere verhaken und so weit verbreitet werden. Mit dem Export von Schafsfellen aus Neuseeland nach Großbritannien, ist das Stachelnüsschen der Acaena novae-zelandiae eingeschleppt worden und hat sich inzwischen vor auf den Sandflächen der Dünen an der Küste weit verbreitet und droht dort stellenweise bereits die einheimische Küstenflora zu verdrängen.

Einige auch für unsere Gärten geeignete Arten

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Acaena microphylla (Foto: Kenraiz, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported) stammt aus Neuseeland. Die einzelnen Blattfieder sind blau-grün gefärbt und haben einen stark gezähnten Rand. Die unauffälligen Blüten bilden einen kugelförmigen Blütenstand an einem rund 5 cm langen Stiel. Daraus entwickeln sich die etwa 1 cm langen, rotbraun gefärbten Stachelfrüchtchen. Neben der Naturform gibt es eine Zuchtsorte ‘Kupferteppich‘, die rotbraune Blätter hat.

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Acaena magellanica (Foto: Stan Shebs, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported) ist im südlichen Südamerika weit verbreitet. Diese Art kommt in Chile und Argentinien vor, aber auch auf den Falkland-Inseln, den Kerguelen, den Crozet-Inseln und anderen Inselgruppen im Südatlantik vor. An den kriechenden Trieben von Acaena magellanica stehen bis zu 10 cm lange, unpaarig gefiederte Laubblätter, deren runde, blau-grüne bis leuchtend grüne Fiederblättchen scharf gezähnt sind. Dieses Stachelnüsschen breiten sich in locker bestandenen Pflanzenteppichen aus, die zwischen 10 und 15 cm hoch sind. Im August erscheinen dann die Blütenköpfchen und aus diesen wiederum die Früchte mit den purpurroten, langen Stacheln.

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Acaena inermis ‘Purpurea‘ (Foto: Kenraiz, Creative Commons Attr.-Share Alike 4.0 International) ist eine rotblättrige Zuchtsorte einer ebenfalls aus Neuseeland stammenden Acaena-Art.

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Acaena buchananii (Foto: Sten Porse, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported) aus Neuseeland hat silbrig graue Blätter. Diese Art bleibt besonders niedrig und bildet dichte Pflanzenteppiche. Ihre Blütenköpfchen sind nicht wie bei anderen Arten mit purpur-rötlichen, sondern mit gelben Stacheln besetzt.

Pflege und Vermehrung der Stachelnüsschen im Garten

Die Pflanzenteppiche der Stachelnüsschen lassen sich im Garten vielseitig einsetzen, nicht nur im Steingarten, sondern auch zwischen den Fugen auf einem Plattenweg oder sogar als pflegeleichter Rasenersatz, in einem Heidebeet oder auf der Mauerkrone einer Trockenmauer. Als Standort kommen sowohl sonnenbeschienene als auch halbschattige Plätze infrage. Der Boden sollte weder zu rocken noch zu feucht, aber immer gut durchlässig sein. Der Boden sollte außerdem humusreich, aber weder zu schwer noch zu leicht sein. Bewährt hat sich als Pflanzsubstrat deshalb ein Gemisch aus Lehm und Sand. Im Halbschatten werden die Triebe gestreckter und bilden deshalb lockere Teppiche als an einem sonnigen Platz.

Acaena-Arten und ihre Sorten vermehrt man am besten vegetativ – sowohl durch bereits bewurzelte Stängelstückchen als auch mit Hilfe von Kopfstecklingen.