Wer einen größeren Balkongarten plant, der über den Einsatz einiger Balkonkästen hinausgeht, der muss einige Bauvorschriften und rechtliche Aspekte beachten. Größe Umbauten, Verglasungen oder Überdachungen bedürfen in der Regel einer Genehmigung durch das jeweils für die Gemeinde zuständige Baubehörde. Und wenn man nicht selbst Hauseigentümer ist, sondern Mieter, sollte man sich auch vorher mit dem Hauseigentümer, bei einer Eigentumswohnung muss man sich stattdessen mit den Mitbewohnern absprechen.

Eventuell ist auch ein Statiker hinzuziehen, um die Tragfähigkeit des Balkons berechnen zu lassen. Solide Neubauten haben in der Regel Balkons mit einer maximalen Traglast von 250 kg pro qm, die auf keinen Fall überschritten werden darf. Bei Altbauten kann die Traglast erheblich geringer sein.

Betonkübel, mit Erde randvoll gefüllte Hochbeete oder auch wassergefüllte Miniteiche und Regenfässer haben ein erhebliches Gewicht. Auch das muss zuvor abgeklärt werden. Kübel und Töpfe aus Kunststoff sind natürlich erheblich leichter, haben aber auch einige Nachteile. Kunststoff ist nicht völlig UV-beständig. Das Kunststoffmaterial kann mit der zeit spröde werden, Risse bekommen und undicht werden. Holzgefäße sind etwas schwerer, aber leicht als Steintröge und Betonkübel; und selbst Töpfe aus Ton sind schwerer als die Holzgefäße. Aber solche Holzgefäße haben auch einige Vorteile: Sie bieten den Pflanzen ein optimales Kleinklima, halten die Bodenfeuchtigkeit länger und trocknen nicht so schnell aus. Allerdings verwittern mit der Zeit. Am langlebigsten sind Holzgefäße aus Eichenholz, z. B. ein altes, halbiertes Barriquefass auch Eiche, welches natürlich auch besonders dekorativ ist.

Wichtig ist neben dem Gewicht und der Haltbarkeit der Pflanzgefäße aber auch die Standsicherheit. Bei starken Windböen können auf Balkons und Dachgärten Bäume und andere hochwachsende Gehölze und Stauden umgeblasen werden. Besonders standsicher sind dann natürlich Betongefäße. Kunststoffkübel u. ä. sollte man sicher verankern oder nur mit niedrigeren Pflanzen besetzen, die in der Höhe nicht über die Balkonbrüstung hinausreichen.

Auch die Balkonkästen müssen sturmsicher angebracht werden. Wenn irgendmöglich kommen sie deshalb auf die Innenseite der Balkonbrüstung.

Rankgittern und Klettergerüste kann man nicht einfach an die Hauswand dübeln. Moderne Häuser haben heutzutage eine isolierende Dämmung, die nicht beschädigt werden darf!

Beim Gießen und Wässern der Pflanzen , muss man darauf achten, dass das überschüssige Wasser nicht die Hauswand hinunterrinnt oder gar auf den Gehsteig unter dem Balkon tropft. Gleiches gilt für verwelkte Blüten oder Schnittgut.

Balkonpflanzen brauchen in den Sommermonaten meist deutlich mehr Wasser als Gartenpflanzen. Oft muss man einige Arten sogar zweimal pro Tag gießen. Da lohnt es sich unter Umständen, ein automatisches Bewässerungssystem zu installieren. Durch eine gezielte Tröpfchenbewässerung wird das Gießwasser dabei sehr gezielt und wohldosiert im Einzugsbereich der Pflanzenwurzeln abgegeben, sodass der Wasserverbrauch sich in akzeptablen Grenzen hält.