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Thema: Jetzt Wintergemüse genießen - mit Rezepten

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  1. #1
    Erfahrener Benutzer Avatar von Gänseblümchen
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    Jetzt Wintergemüse genießen - mit Rezepten

    Bei unseren Großeltern war die Welt noch in Ordnung. Im Mai gab es den ersten Spargel, im Juni Erdbeeren, im Juli Kirschen und im Winter genoss man Grünkohl, Ackersalat, Pastinaken und Rote Bete. Heute kann man zu jeder Zeit alles bekommen. Erdbeeren im Februar, Spargel im März, das ganze Jahr über Südfrüchte, die von weit weg kommen und dabei viel Geld und Ressourcen verschlingen. Doch langsam wendet sich der Trend. Man muss im Winter wirklich keine Erdbeeren essen. Wer einmal so eine Erdbeere mit einer im Garten von der Sonne verwöhnten Frucht verglichen hat, weiß warum. Das Aroma von saisonaler Ware ist unvergleichlich. Genauso ist es mit den Vitaminen. Frisch vor der Haustür geerntet ist das Beste für den Körper überhaupt. Und der liebe Gott hat sich schon etwas dabei gedacht, warum er Grünkohl im Winter und Äpfel im Herbst reifen lässt: Das erntereife Gemüse liefert uns genau die Nährstoffe und Vitamine, die wir in der entsprechenden Jahreszeit brauchen, um unser Immunsystem zu stärken und um gesund zu bleiben. Saisonal zu essen hat also viele Vorteile. Es ist gesünder, oft auch preiswerter und viel besser für die Umwelt. Besorgt euch einen Saisonkalender für Obst und Gemüse und versucht, euch daran halbwegs zu halten. Wer Gemüse und Obst im eigenen Garten anbaut, ist klar im Vorteil, da hier auch auf Spritzmittel und schädliche Dünger verzichtet werden kann. Natürlich kann man nicht alles anbauen. Dann lohnt sich der Weg auf den Markt oder zum Bauernhofladen, wo man sicher sein kann, dass regionales Gemüse aus eigenem Anbau verkauft wird. Wer sich an einem Saisonkalender orientiert, weiß zudem, dass die Ernährung abwechslungsreich ist. Leider haben manche immer noch Angst vor Wintergemüse. Wintergemüse klingt nach fade verkochtem Eintopf und hat kein besonders gutes Image. Dabei kann es sehr schmackhaft sein. Probiert es aus. Es müssen nicht immer Gurken, Karotten und Paprika sein. Ich stelle euch hier ein paar Sorten vor.
    Grünkohl: Ein klassisches Wintergemüse ist der Grünkohl. Er enthält viel Vitamin C und sorgt so dafür, dass wir keine Erkältung einfangen. Auch Kalzium, Kalium, Magnesium und Eisen enthält der Grünkohl. Wir kennen ihn aus der gutbürgerlichen Küche als Eintopf mit Würsten oder als Beilage. Doch Grünkohl muss nicht langweilig schmecken. Er ist lecker in Pfannengerichten, grünen Smoothies oder als knusprige Chips, die zudem gesünder sind als herkömmliche Kartoffelchips.
    Rezepttipp: Pastinaken-Grünkohl-Pfanne
    Für zwei Personen braucht ihr 1 Zwiebel, eine große oder zwei kleine Pastinaken, 4 EL Gemüsebrühe, 4 bis 6 große Blätter vom Grünkohl, 1 Dose Kidneybohnen (260 g Abtropfgewicht), 5 getrocknete Tomaten, etwas Öl zum Anbraten, 1 TL Paprikapulver sowie Salz.
    Zubereitung: Die Zwiebel schälen und würfeln, ebenso die Pastinaken. Dann die Grünkohlblätter in mundgerechte Stücke reißen. Die Bohnen wässern und die Tomaten in dünne Streifen schneiden. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln glasig anbraten. Pastinaken zufügen. Mit dem Pfannenwender umrühren, sodass sie von allen Seiten gebraten werden. Wenn sie goldbraun sind, Gemüsebrühe zufügen und die Pfanne mit einem Deckel abdecken. Nach zehn Minuten testen. Entweder mit der Gabel prüfen, ob sie deutlich weicher, aber dennoch knackig sind oder aber einfach probieren. Bohnen Tomaten und Grünkohl (gezupft) dazu geben und wieder den Deckel drauf geben. Wenn der Grünkohl fertig ist (er hat dann eine kräftige, grüne Farbe), nach Geschmack mit Sambal Oelek, Paprika und Salz würzen. Genießen! Das ist ein leckeres Essen und sogar vegan.
    Chinakohl: Dieser Kohl besteht zu 95 Prozent aus Wasser und hat entsprechend wenig Kalorien, nämlich nur 15 Kalorien pro 100 gramm. Außerdem enthält er viel Folsäure (nicht nur für Schwangere wichtig), Vitamin C, Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen und weitere wichtige Mineralstoffe.
    Pastinaken: Sie bekommt man meistens schon ab Oktober und sind mein persönlicher Favorit als Wintergemüse. Das Wuzelgemüse ist weiß bis beigefarben und erinnert ein wenig an Möhren. Der Geschmack ist süßlich und würzig. Sie schmecken gut, wenn man sie würfelt oder in Scheiben schneidet und dann in der Pfanne anbrät, gerne in Kombination mit Karotten oder Sellerie. Sie machen auch als Auflauf eine gute Figur und können für Suppen verwendet werden. Pastinaken enthalten Kalium, Calcium, Phosphor, Zink und Eisen.
    Rote Bete: Viele kennen Rote Bete vermutlich noch aus der Kindheit und haben das süße, rötliche Gemüse nicht gerade in bester Erinnerung. Doch Rote Bete kann auch lecker schmecken, wenn ihr dem Gemüse eine Chance gebt. Rote Bete ist eine richtige Nährstoffbombe und enthält Vitamin C, viele Ballaststoffe, Folsäure, Kalium, Vitamin K und B-Vitamine. Man kann sie roh oder gekocht genießen, zum Beispiel als Suppe. Die Blätter bitte nicht wegwerfen, sondern genießen. Für Faule gibt es vorgegarte Rote Bete. Bei diesem Wintergemüse bitte immer eine Schürze umbinden, denn die Flecken sind hartnäckig und gehen nur schwer wieder raus.
    Rote-Beete-Carpaccio:
    Ein sehr tolles Rezept, das immer schmeckt und leicht ist. Das Carpaccio ist leuchtend Rot und das Schöne daran: Kein Rind musste dafür sein Leben lassen. Es ist eine tolle Vorspeise und auch für festlichere Anlässe gut geeignet. Für vier Personen braucht ihr 250 g Rote Bete, 110 g Walnüsse, einen Bund Rucola, eine Birne (100 g) und für das Dressing 2 EL Olivenöl, 2EL Aceto Bianco (Weißweinessig), 1 TL Agavensirup, 1 TL Dijonsenf, sowie Salz und Pfeffer.
    Zubereitung: Die Walnüsse zunächst in einer beschichteten Pfanne ohne Zugabe von Öl anrösten, bis sie duften und danach grob hacken. Die frische Rote Bete etwa eine Dreiviertelstunde in Wasser garen, die fertig gekochte in sehr dünne Scheiben hobeln, die selbst gekochte ebenso. Den gewaschenen Rucola trocknen, die Birne entkernen und Würfeln. Für das Dressing alle Zutaten mischen. Auf einem Teller jeweils die Scheiben der Roten Bete verteilen und schön anrichten. Darauf Walnüsse, Birne und Rucola geben und das Dressing darüber träufeln. Schmeckt gut mit Baguette oder Ciabatta.
    Feldsalat: Feldsalat, Ackersalat oder Rapunzel ist der beste Wintersalat. Er enthält Kalium, Folsäure, Eisen, B-Vitamine und Vitamin C und ist deshalb ausgesprochen gesund. Feldsalat muss vor dem Verzehr gründlich gereinigt und geputzt werden. Er schmeckt als Beilage oder, etwas üppiger, als Hauptgericht.
    Feldsalat mit Roter Bete:
    Zutaten für zwei Personen: 100 g Feldsalat, eine Knolle vorgegarte Rote Bete (oder selbst gekocht), geschnitten in Scheiben, eine gute Hand Walnüsse, je nach Geschmack ein paar Zwiebelringe. Wer mag, kann auch einige gebratene Tofuscheiben, gewürzt mit Grillgewürz, dazu nehmen. Für das Dressing: 30 ml Wasser, 1 EL Apfelessig, 1 TL Ahornsirup (ersatzweise Honig), 1 EL frisch gepresster Zitronensaft, 1 EL Sesammus (Tahin), TL Sojasoße, 2 TL Senf, 1 TL gemischte Kräuter (tiefgekühlt oder frisch), 4 EL Olivenöl, eine Knoblauchzehe, frisch gemahlener Pfeffer. Für das Dressing die Zutaten außer dem Öl mit einem Pürierstab zusammenmixen. Dann langsam das Öl zugeben und währenddessen weiter pürieren. Wenn das Dressing zu dickflüssig ist, etwas Wasser zugeben, aber immer vorsichtig und Teelöffel für Teelöffel. Feldsalat gut putzen und waschen. Walnüsse in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze zehn Minuten anrösten, bis sie zart duften. Wer Tofu möchte, brät die Streifen mit etwas Olivenöl in der Pfanne an und würzt diese. Den Salat mit Roter Bete, Zwiebeln und Walnüssen anrichten und das Dressing darauf verteilen. Wer mag, serviert Vollkornbaguette dazu.

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von Obstgartenopa
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    Neue Rezepte für Wintergemüse
    Danke für de tollen Tipps und Rezepte. Auch ich bin ein großer Fan von Wintergemüse, weil es regional und saisonal ist, außerdem recht preiswert und unglaublich vielfältig. Und es ist garantiert gesünder, sich Kohl, Karotten und Spinat einzuverleiben als Ananas, Kiwi und Weintrauben aus Südafrika einfliegen zu lassen. Ökologischer ist es sowieso. Jetzt bieten die Bauern (oder eure eingelagerten Kisten) an: Lauch, Kartoffeln, Sellerie, Karotten, Rote Bete, Steckrüben, Äpfel, Fenchel, Schwarzwurzel, Kürbis, Ackersalat, Blumenkohl, Rosenkohl, Kohlrabi und weitere Kohlarten. Die Auswahl ist jetzt im Februar nicht mehr ganz so groß wie im Herbst. Aber eintönig muss es deshalb noch lange nicht werden. In vielen der Knollen und Pflanzen steckt mehr Gemüse als etwa in manchen Sommergemüsen oder in Obst. Ackersalat zum Beispiel enthält sehr viele Vitamine. Kohl hat mehr Vitamin C als Orangen, was aber nur wenige wissen. Und gerade jetzt brauchen wir Vitamin C, um die Immunabwehr zu stärken. Lauch enthält viele ätherische Öle, die das Krebsrisiko senken. Die Konzentration von Vitaminen, Ballaststoffen und wichtigen Nährstoffen ist wichtig im Winter. Früher war es noch wichtiger, als man Bananen, Ananas und weitere Südfrüchte nicht einfach importieren konnte. Da waren die Menschen auf die Vitamine im Wintergemüse angewiesen. Kaiser Karl der Große empfahl zum Beispiel im Winter den Genuss von Pastinaken, um gesund zu bleiben. Man hat sogar Bier aus Pastinaken gebraut. Alles in allem ist der Winter kulinarisch gesehen alles andere als eintönig.
    Kürbis-Lasagne mit Zitronengras-Schaum
    Zutaten für vier Personen: Für den süß-sauren Fond braucht ihr 100 ml Wasser, 100 g Zucker, 80 g Weißweinessig, Salz, einen halben TL Senfkörner, 3 Nelken, 2 Anis und 4 Wacholderbeeren. Zubereitung: Wasser und Zucker zu Läuterzucker aufkochen. Alle anderen Zutaten zufügen und auf die Hälfte reduzieren lassen. Für die Kürbisfüllung braucht ihr einen kleinen Hokkaido Kürbis, 200 g Creme fraiche, geriebenen Parmesan, Salz, Pfeffer, Muskat und 15 Lasagne Blätter. Zubereitung: Den Kürbis halbieren, Strunk und Kernhaus entfernen. Mit einer Raspel klein raspeln. Den Kürbis mit dem Fond und der Creme fraiche mischen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat gut würzen. Die Lasagne Blätter kurz ankochen lassen. In eine Form die Blätter legen, Kürbisfüllung darauf verteilen und mit dem Parmesan bestreuen. Das so oft wiederholen, bis alle Zutaten verbraucht sind und eure Lasagne die von euch gewünschte Form hat. Die letzten Blätter nur mit Käse bestreuen. Die Form in den Ofen geben und bei 170 Grad etwa 18 Minuten backen. Für den Zitronengras-Schaum braucht ihr 500 ml Geflügelfond oder –bühe, 100 ml Portwein, 100 ml trockenen Riesling, 100 g Kokosmilch, 50 ml Noilly Prat (das ist ein besonderer, französischer Wermut), 100 ml Sahne, 5 Stängel Zitronengras, 2 Schalotten, 1 EL Curry Mumbai, 1 Messerspitze Thai Curry Paste, Salz, Pfeffer und ein wenig Butter.
    Zubereitung: Zitronengras platt drücken und dritteln. Mit den geschälten und gewürfelten Schalotten in etwas Butter anschwitzen. Die Currypuste und das Currypulver dazugeben und mit dem Alkohol ablöschen. Brühe, Kokosmilch und die Sahne zufügen, die Flüssigkeit auf ein Drittel reduzieren, durch ein Sieb passieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit dem Handmixer aufschäumen. Die Lasagne auf einem Teller anrichten und mit Rucola und Parmesan garnieren. Ringsum Tupfen von Zitronengras-Schaum setzen.

    Südtiroler Schlutzkrapfen
    Zutaten für vier Personen: Für den Teig: 150 g Roggenmehl, 100 g Weizenmehl, 1 Ei, 50 ml lauwarmes Wasser, 1 EL Olivenöl, Salz. Zubereitung: Das Mehl auf eine Arbeitsfläche geben. In eine Mulde Ei, Wasser, Öl und Salz geben. Alles miteinander zu einem kompakten Teig verkneten. Den Teller über Nacht ruhen lassen. Tipp: Wer keinen Nudelteig machen möchte oder keine Nudelmaschine hat, kann auch einen fertigen Nudelteig verwenden. Der hat dann allerdings keinen Anteil von Roggenmehl. Für die Füllung: 150 g gekochten Spinat (entspricht etwa 300 g rohem Spinat), 50 g Zwiebeln, ½ Knoblauchzehe, 100 g Topfen, 1 EL Parmesan, 1 EL Schnittlauch, Muskat, Salz und Pfeffer. Zubereitung: Spinat vom Strunk befreien, im Salzwasser blanchieren und anschließend in kaltem Wasser abschrecken. Den Spinat in ein Tuch geben, und den Saft auspressen. Zwiebeln und Knoblauch schälen und klein schneiden. Den Parmesan reiben und den Schnittlauch klein schneiden. Zwiebeln und Knoblauch mit der Butter anschwitzen, den Spinat dazu geben. Dann den Spinat abkühlen lassen. Topfen (Quark), Parmesan und Schnittlauch dazugeben und mit Salz, Pfeffer und Muskat gut abschmecken. Den Teig durch die Nudelmaschine laufen lassen, bis man ungefähr auf die Stufe 1,5 angekommen ist. Teig mit Eigelb bestreichen und die Spinat-Quark-Masse mit einem Löffel in regelmäßigen Abständen auf dem Teig verteilen. Den Teig zur Hälfte einklappen und mit den Fingern die Masse rundum gut drücken, damit die Luft aus den Krapfen entweicht. Mit einem runden Ausstecher oder mit einem Glas die Schlutzkrapfen zu halben Monden ausstechen und mit einer Gabel ein Muster eindrücken. Die Krapfen in Salzwasser al dente kochen. Die Butter erhitzen und bräunen. Die Teigtaschen in die Butter geben und auf einem Teller anrichten. Mit Parmesan und Schnittlauch bestreut servieren.

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