Artemisia arborescens – der Strauchwermut, auch Beifußbäumchen genannt

Der Strauchwermut kommt rund ums Mittelmeer bis Vorderasien vor. Er besiedelt brachliegende Felder und Äcker, kalkhaltige Mauern und Felsen in niedrigeren Lagen, auf der Insel Kreta z. B. kommt er in Höhenlagen von Meeresniveau bis auf 500 m ü. NN vor.

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Artemsia arborescens, fotografiert in Sardinien (Foto: Gianni Careddu, Creative Commns Attr.-Share Alike 3.0 Unported)

Der Strauchwermut wird je nach den örtlichen Milieubedingungen zwischen 30 und bis zu 100 cm hoch, wobei er sich bis in eine Breite von 150 cm ausdehnen kann. Er bildet einen aufrecht wachsenden, fast überall ganzjährig grünen Strauch. Das farnartig gefiederte Laub ist silbrig-weiß behaart. Die Blütezeit reicht vom Sommer bis weit in den Herbst. Die sehr kleinen, gelblich braunen Blüten bilden rispenförmige Blütenstände.

Der Strauchwermut eignet sich für einen sonnenbeschienenen Platz im Steingarten oder in einer Mischrabatte mit einem trockenen, gut durchlässigen und kalkhaltigen Boden. Die Triebe mit ihren Blättern und Blüten sind lange haltbar und eignet sich daher auch für floristische Gestecke. Artemisia arborescens ist auch bei uns in Mitteleuropa winterhart.

Artemisia abrotanum – Eberraute, auch Eberreis genannt
Die Eberraute hat vermutlich ihren Ursprung in Vorderasien, ist aber seit langer Zeit auf dem Westbalkan, in der Ukraine und Russland heimisch. Bereits im Mittelalter wurde sie in den Klostergärten Mitteleuropas als Heil- und Gewürzpflanze kultiviert.

Die Eberraute ist ein Halbstrauch von bis zu 90 cm Höhe und 60 cm Breite. Das gefiederte Laub ist grau-grün gefärbt. Die Blütezeit reicht von Juli bis Oktober. Bei uns blüht die Eberraute allerdings nur in wärmeren Sommern. Die sehr kleinen, gelben Blüten bilden traubenförmige Blütenstände.

Als Zierstrauch eignet sich die Eberraute im Garten gut für eine niedrige Hecke oder als Beeteinfassung. Sie ist winterhart und braucht einen sonnigen Platz mit einem gut durchlässigen Boden. Die Eberraute kann aber auch als Küchenkraut und Heilpflanze genutzt werden.

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Eberraute (Foto: André Karwath, Creative Commons Attr.-Share Alike 2.5 Generic)


Artemisia absinthium – Wermut, Absinth, auch Bitterer Beifuß genannt
Der Wermut ist ein Horst bildender Halbstrauch von bis 90 cm Höhe und 60 bis 90cm Breite. Sein natürliches Verbreitungsgebiet umfasst weite Teile des klimatisch gemäßigten Europas und Asiens , sowie Indien, Algerien und Marokko. In Nordamerika wurde er eingebürgert.

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Wermutpflanze (Foto: David Monniaux, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported)

Das gefiederte Laub ist fein behaart und erscheint dadurch silbrig-grau gefärbt. Die Blütezeit fällt in die Monate Juli bis September. Die sehr kleinen, kugelförmigen Blüten sind gelb grün gefärbt und bilden lockere Rispen als Blütenstände.

Der Wermut braucht einen sonnigen Platz mit einem gut durchlässigen Boden. Er ist auch bei uns winterhart. Dieser Halbstrauch wird am besten in eine Mischrabatte gepflanzt. Die Triebe sind lange haltbar und eignen sich deshalb auch gut für floristische Gestecke.

Der Wermut wird seit der Antike als Heilpflanze genutzt. Seit dem 19. Jahrhunderts ist der Wermut neben neben Anis, Melisse und Fenchel Bestandteil des hochprozentigen Absinth. Inzwischen ist die Herstellung des Absinth jedoch in den meisten Ländern wegen der gesundheitsschädlichen Wirkung des im Wermut enthaltenen Thujons, einem ätherischen Öl, verboten.

Artemisia ludoviciana – Staudenwermut, auch Weißer Beifuß genannt
Der Staudenwermut stammt aus Nordamerika, wo er in Kanada, den USA und Mexiko vorkommt. Der Staudenwermut ist ein Horst bildende Rhizomstaude mit einer Wuchshöhe von bis zu 120 cm. Von anderen Artemsia-Arten ist er leicht wegen seiner gefiederten, lanzettförmigen Laubblätter leicht zu unterscheiden. Der Blattrand ist glattrandig oder gezähnt. Die Blätter sind grau-grün oder silbrig-weiß gefärbt. Im Juli/ August erscheinen die wollig behaarten, rispenförmigen Blütenstände mit den sehr kleinen, bräunlich-gelben Blüten.

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Artemisia ludoviciana albula (Foto: Stan Shebs, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported)

Der Staudenwermut braucht einen sonnigen Platz mit einem gut durchlässigen Boden. Er ist auch bei uns in Mitteleuropa winterhart. Mit seinen haltbaren Trieben und den silbrig-weißen Blättern eignet er sich auch gut für floristische Gestecke.

Artemisia pontica – Pontischer Wermut, auch Römischer Wermut oder Pontischer Beifuß genannt
Der Pontische Beifuß ist in Südost-Europa , sowie Teilen Westasiens heimisch. In Mitteleuropa wurde er eingebürgert.

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Artemisia pontica (Foto: Stefan.lefnaer, Creatiev Commons Attr.-Share Alike 3.0 Austria)

Der immergrüne, Rhizom bildende Halbstrauch des Pontischen Wermuts wird zwischen 40 und 80 cm hoch. Die gefiederten Laubblätter sind grau-grün gefärbt und wollartig behaart. Die kleinen, grau-weißen Blüten erscheinen im Juli/ August. Sie bilden einen lockeren, traubenförmigen Blütenstand.

Auch der Pontische Wermut einen sonnenreichen Standort mit einem gut durchlässigen Boden. Er ist winterhart und eignet sich für einen Platz in einer Mischrabatte zusammen mit anderen silberfarbenen Sträuchern oder Stauden.