Woher der Gemüse- oder Sommerportulak eigentlich ursprünglich stammt, ist nicht ganz sicher, vermutlich aus Süd- und Südosteropa. In Mitteleuropa ist aber bereits seit langem eingebürgert und verwildert. Als Wildpflanze kommt er bei uns aber nur in warmen, trockeneren Regionen vor, wo er sich hauptsächlich auf nährstoffreichen, lockeren lehmig-sandigen Böden wächst. Er taucht vor allem in den Weinbergen, auf Unkrautfluren und in Gärten auf, manchmal drängt der Portulak sich sogar in die Lücken und Ritzen zwischen Pflastersteinen.

Portulaca oleraceae ist eine Polster- und Matten-bildende Staudenpflanze mit weichen, dickfleischigen, rötlichen Trieben und ebenso dickfleischigen, ei- bis spatelförmigen, grünen Laubblättern. Er wir nur 20 bis maximal 45 cm hoch, wächst aber bis zu 60 cm in die Breite. Die Laubblätter sind eisenhaltig und haben einen etwas säuerlichen Geschmack. Die Blütezeit fällt – je nach Standortbedingungen – in die Monate Juli bis Oktober.

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Der Sommer-Potulak mit seinen charakteristischen Blättern, den roten Stängeln und den gold-gelben Blüten (Foto: Javier martin, Public Domain).

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Nahaufnahme einer Portulak-Blüte (Foto: Ton Rulkens, Creative Commons Attr.-Share Alike 2.0 Generic).

Der Sommer-Portulak kann ab Sommeranfang in regelmäßigen Intervallen immer wieder direkt ins Freiland aussäen; dann zieht sich auch die Erntezeit über mehrere Wochen hin. Man kann aber auch bereits im Frühjahr unter Glas aussäen und dann erst auspflanzen, wenn die Gefahr von Spätfrösten vorbei ist, also spätestens nach den Eisheiligen. Die Ernte beginnt jeweils etwa 4 bis 6 Wochen nach der Aussaat.

Der Sommer-Portulak braucht einen sonnigen und möglichst warmen Platz mit einem feuchten, aber durchlässigen Boden mit einem Lehm-Sand-Gemisch. Geerntet werden die noch jungen, frischen Blätter – noch vor Einsetzen der Blütezeit. Die Blätter lassen sich als Salat oder als Gemüse zubereiten.

Die Variante Portulaca oleracea var. sativa wird vor allem als Topfpflanze kultiviert.