Der Muskatnussbaum (Myristica fragrans) war ursprünglich nur auf einigen Inseln Indonesiens (den Molukken und Banda-Inseln9 heimisch. Er wird aber heute in vielen tropischen Regionen, besonders in Südost-Asien und in der Karibik. Das Hauptanbaugebiet der Karibik liegt auf der Insel Grenada. Die Muskatnuss ziert sogar die Flagge Grenadas.

Muskatnussbäume werden etwa 10m hoch. Sie haben eine dichte Baumkrone und sind immergrün. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind bis zu 12cm lang und duften angenehm aromatisch.

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Muskatnussbaum mit Früchten (Foto: W. A. Djatmiko, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported)

die unscheinbaren, etwa 1cm großen Blüten sind blass-gelb gefärbt. Die Blütenbüschel sitzen in den Blattachseln. Die Früchte sind dagegen etwa 5cm im Durchmesser. Jede Frucht enthält nur einen Samen, die eigentliche Muskatnuss. Ist der Same reif, dann springt die Schale an den Nähten auf und das scharlachrote Speichergewebe wird sichtbar, in den der Samen eingebettet ist.

Diese geschälten und getrockneten Samen, sowie das Nähr- und Speichergewebe nutzt man als Muskat-Gewürz. In den Anbauländer der Muskatnuss wird das Fruchtfleisch auch zu Marmelade und Pickles verarbeitet.

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Eine reife, geöffnete Muskatnuss (Foto: W. A. Djatmiko, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported).

Die Samen enthalten bis zu 30% Öl und ebenso viel Stärke. Die ätherischen Öle machen 7 bis 16% aus. Davon macht das Myristicin den Hauptanteil aus. Dies Myristicin kann einen Rausch erzeugen und ist in größeren Mengen giftig. Bereits eine halbe Nuss enthält eine für Menschen tödliche Dosis an Myristicin.

In zerriebener Form werden die Muskatnüsse in sehr geringen Mengen zum Würzen genutzt. Außerdem finden sie Verwendung in der Parfümerie und zur Herstellung von Likören. Das Muskatnuss-Öl wird durch Destillation aus den Samen gewonnen.