Kaninchen sind süß, keine Frage. Allerdings können sie auch zu einer richtigen Plage werden, wenn nichts Grünes mehr vor den puscheligen Gesellen sicher ist. Im Hausgarten empfehle ich euch, Maschendraht oder Wildzäune zu ziehen. Macht das auch unterirdisch, denn die Tiere können sich sonst leicht vergraben und doch noch an die Leckereien kommen. Auf dem Friedhof ist es schon etwas schwieriger mit den Kaninchen. Es gibt kaum Pflanzen, die die Kaninchen verschmähen. Umgekehrt ist der Friedhof ein wahres Paradies für Kaninchen und sie können sich dort munter vermehren, weil sie da keine natürlichen Feinde haben. Manchmal knabbern Kaninchen sogar giftige Gehölze an, wie zum Beispiel das Holz der Eibe. Es kann helfen, das Grab mit stacheligen, behaarten, bitteren, stark duftenden oder silberlaubigen Pflanzen zu bepflanzen. Dornige Berberitzen gehören dazu, haariger Ziest, stacheliges Schaublatt, Currykraut, Lavendel und Weinraute. Sie alle sind keine Leibspeisen von den Pelztierchen. Auch Buchs, Thuja und Wacholder werden oft verschmäht, jedoch nicht immer – je nach Nahrungsangebot. Da Kaninchen am liebsten nahrhafte, weiche Blätter fressen, wie Gras, Löwenzahn, Salate oder Dahlien, fressen sie im Sommer stachelige, stark riechende oder sonst für sie unangenehme Pflanzen nicht. Aber im Winter machen sie mangels Nahrungsangebot vor nichts Halt. Rinden und Zweige und weiteres – alles wird verputzt. Hundehaare, die man zwischen die Pflanzen legt, sollen angeblich helfen. Manche schwören sogar auf Löwenkot oder Tigerkot. Wer einen Zoo in der Nähe hat, kann es gerne mal ausprobieren- aber ohne Garantie.