Zu den Kleinlibellen die man am häufigsten am Gartenteich fliegen sehen kann, zählen ohne Zweifel die Binsenjungfern, vor allem die weitverbreitete Gemeine Binsenjungfer Lestes sponsa. Denn sie ist nicht wählerisch und nimmt auch mit kleinen Wasseransammlungen, Tümpeln und Teichen vorlieb, sofern am Ufer einige Binsen oder Schilfstängel stehen. Über größeren, freien Wasserflächen allerdings formiert sie sich an warmen Sommertagen zu großen Schwärmen. Auch neu angelegte Wasserstellen werden bald von der Gemeinen Binsenjungfer erkundet. Und sofern auch einige Teichpflanzen über den Wasserspiegel hinausragen, wird sie dort ihre Eier ablegen. Sie übernachtet auch in der Ufervegetation und wird erst im späten Vormittag, wenn die Sonne genügend wärmt, wieder aktiv.

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Männchen der Gemeinen Binsenjungfer an einem Grashalm (Foto: Christian Fischer, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported)

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Weibchen der Gemeinen Binsenjungfer (Foto: Christian Fischer, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported)

Die Paarung und Eiablage vollziehen sich in den Mittagsstunden. Dabei bilden sie das typische Paarungsrad und bleiben auch bei der Eiablage verbunden. Das Weibchen ritzt mit seinem Legestachel einen Pflanzenstängel an und legt ein Ei darin ab. Die Larven kriechen hauptsächlich am Teichgrund umher, auf der Suche nach kleinen Krebstierchen und Insektenlarven. Nur gelegentlich tauchen die Libellenarven an der Wasseroberfläche auf. Die Entwicklung der Larven ist spätestens nach 10 Wochen abgeschlossen. Dann klettern sie an einem Pflanzenstängel aus dem Wasser und lässt als fertig entwickelte Libelle ihre Larvenhaut zurück. Libellen gehören ja zu den Insekten, die keine Puppenruhe einlegen.

Ist der Gartenteich größer und gut bepflanzt, dann taucht vielleicht auch bald die Große Pechlibelle Ischnura elegans, eine unserer häufigeren Kleinlibellen am Wasser auf. Sie besiedelt stehende und fließende Gewässer aller Art, allerdings keine Moore. Das Weibchen legt die Eier immer allein ab. Ist der Sommer warm, können sich 2 oder sogar 3 Generationen pro Jahr entwickeln.

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Pärchen der Großen Pechlibelle bei der Paarung (Foto: Andreas Eichler, Creative Commons Attr.-Share Alike 4.0 International)

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Larve der Großen Pechlibelle (Foto: Charles J. Sharp, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported)

Zu den häufigsten Kleinlibellen Mitteleuropas zählt auch die Hufeisen-Azurjungfer Coenagrion puella. Auch sie kommt an nahezu allen stehenden Gewässern, außer an Mooren, vor. Die Paarung ist an warmen Tagen zwischen Mai und August zu beobachten. Das Weibchen legt seien Eier an Tausendblatt, Laichkraut und anderen Unterwasserpflanzen ab. Bei optimalen Wasserbedingungen, nicht zu kalt und reich an Beutetieren braucht die Hufeneisen-Azurjungfer von die Larvenentwicklung etwa 12 Wochen.

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Paarungsrad der Hufeisen-Azurjungfer (Foto: Holger Gröschl, Creative Commons Attr.-Share Alike 2.0 Germany)