Ergebnis 1 bis 2 von 2

Thema: Pflanzen, die Schädlinge in die Flucht schlagen

Empfehlungen aus unserem Floristik-Shop

Weihnachtsband Schneeflocke 20mm 15m
12.76 €

inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten

Dekozweig Rot mit Glimmer 69cm 2St
10.98 €

inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten

Teelichthalter Creme Antik Ø5cm H10cm 1St
2.23 €

inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten

Christrose Pink L22cm 1St
2.68 €

inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten


3.39 €

inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten

Kerzenhalter Backform Grau Ø8,5cm H7,5cm 1St
2.77 €

inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten
  1. #1
    Erfahrener Benutzer Avatar von Hechtrose
    Registriert seit
    02.09.2013
    Beiträge
    311

    Pflanzen, die Schädlinge in die Flucht schlagen

    Es ist sicher allgemein bekannt, dass es unter den Tieren, die unsere Gärten besuchen, auch viele Nützlinge für uns gibt, die die Schädlinge im Garten zum Fressen gerne haben und teilweise inzwischen auch durch Nachzuchten im Rahmen der Biologischen Schädlingsbekämpfung im Garten und Gewächshaus gezielt eingesetzt werden können.

    Weniger bekannt ist, dass es auch zahlreiche Pflanzen gibt, die Schädlinge in die Flucht schlagen oder wenigstens auf Distanz halten. Bekannt ist schon eher, dass derartige Pflanzen sich selbst Parasiten und Fraßschädlinge vom Leib halten, indem sie bitter schmecken oder unangenehme Gerüche ausscheiden. Aber man kann solche Repellent-Pflanzen auch so einsetzen, dass sie auch andere Pflanzen in ihrer Nachbarschaft vor Schädlingen schützen. Dazu möchte ich einige Beispiele anführen (zur besseren Übersicht in alphabetischer Reihenfolge):

    Beifuß - schützt vor Kohlweißlingen.
    Bohnenkraut - vertreibt Blatt- und Blutläuse.
    Dill - schützt vor Kohlweißlingen.
    Farnkräuter - „ „ Kartoffelkäfer
    Kaiserkronen - „ „ Wühlmäusen.
    Kapuzinerkresse „ „ Blatt- und Blutläusen, Schnecken
    Knoblauch - „ „ Schnecken, Wühlmäusen
    Kresse - „ „ Möhrenfliegen
    Lavendel - „ „ Ameisen, Blatt- und Blutläuse
    Meerrettich - „ „ Kartoffelkäfer
    Möhren - „ „ Zwiebelfliegen
    Pfefferminze - „ „ Erdflöhe, Kohlweißlinge
    Rainfarn - „ „ Ameisen
    Ringelblumen - „ „ Nematoden (Wurzelälchen)
    Rosmarin - „ „ Kohlweißlinge
    Salbei - „ „ Kohlweißlinge, Schnecken
    Sellerie - „ „ Kohlweißlinge
    Senfsamen - „ „ Schnecken
    Sonnenblumen - „ „ Wühlmäuse
    Steinklee - „ „ Wühlmäusen
    Tagetes - „ „ Nematoden (Wurzelälchen)
    Thymian - „ „ Kohlweißlinge, Schnecken
    Tomaten - „ „ Kohlweißlinge
    Ysop - „ „ Schnecken
    Zwiebeln - „ „ Schnecken

    Auch bestimmte Wolfsmilchgewächse, wie die Kreuzblättrige Wolfsmilch, sollen Wühlmäuse auf Distanz halten; daher wird die Art auch manchmal Springmaus- oder Wühlmauswolfsmilch genannt. Bei mir sprießen zwar immer wieder an den verschiedensten Stellen im Garten die Kreuzblättrige Wolfsmilch aus dem Boden. Aber die Wühlmäuse werden bei mir im Garten viel effektiver von unseren Katzen in die Flucht geschlagen.

    Überhaupt habe ich noch nirgends Angaben gefunden, wie weit solche für bestimmte Schädlinge unangenehmen Düfte, bzw. Gerüchte reichen und die Schädlinge damit auf Distanz halten oder gar in die Flucht schlagen können. Von tropischen Schmetterlingsarten und bestimmten Schlupfwespen weiß man, dass sie bestimmte Duftmoleküle über eine Distanz von mehr als einem Kilometer wahrnehmen können. Pflanzen, die zum Beispiel von Blattschneiderameisen attackiert werden, können beispielsweise solche Duftstoffe sozusagen als Hilferuf ausstoßen und dann eilen ihnen Schlupfwespen zu Hilfe und überfallen die Blattschneiderameisen.

    In der Liste der von bestimmten Pflanzen auf Distanz gehaltenen Schädlinge tauchen oft die Kohlweißlinge auf. Bei mir fanden sich in diesem Sommer auch immer wieder Kohl- und Rapsweißlinge zum Blütenbesuch ein, aber solange ich keine Kohlpflanzen anbaue, finden die Schmetterlinge auch keine Futterpflanzen für ihre Raupen und legen auch keine Eier ab.

    Auffallend an dieser Liste ist auch, dass viele Pflanzen, die für uns angenehm oder würzig duften wie Lavendel, Rosmarin, Salbei und Thymian, offensichtlich für manche Schadinsekten sehr unangenehm riechen oder schmecken. Das gilt natürlich auch umgekehrt: Stinkmorcheln riechen für uns Menschen wirklich bestialisch, Schmeißfliegen können ihrem Duft dagegen kaum widerstehen.

    Ich habe gelesen, dass Knoblauch und Schnittlauch auch Echten Mehltau abwehren können. Wie soll das denn funktionieren? Schlagen diese Zwiebelgewächse mit ihrem Geruch auch Pilzsporen in die Flucht?

    Bleibt die wichtige Frage unbeantwortet: Wie weit reicht die Wirkung solcher Repellent-Pflanzen? Nur einige Meter oder lassen sich damit die Schädlinge aus dem gesamten Garten fernhalten?

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von Rodrigues2011
    Registriert seit
    04.09.2012
    Ort
    Hoheneiche, Hessen, Germany, Germany
    Beiträge
    529
    Nach meiner Erfahrung mit der Wühlmaus-Wolfsmilch bin ich ebenfalls der Meinung, dass die Reichweite der Repellent-Wirkung auf Wühlmäuse nicht mehr als einen halben Meter reicht. Das liegt wahrscheinlich daran, dass der Wirkstoff, der für Mäuse unangenehm riecht, über die Wurzeln ausgeschieden wird. Bei Repellent-Pflanzen, die den für manche Tiere unangenehmen Geruch über die Blüten oder Blätter verströmen, müsste der Wirkungsradius eigentlich deutlich größer sein.

Benutzer, die dieses Thema gelesen haben: 2

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  

Floristik24 Online Shop