Die jungen Blätter, Blüten und Knospen der Speise-Chrysantheme werden roh in Salaten oder im Gemüse verwendet. Die Blätter kommen traditionell in die Suppen und in die Eintöpfe. Das Interessante an Speise-Chrysanthemen ist ihr Aroma, welches sehr stark an Petersilie oder Rucola erinnert. Sie werden erst im letzten Augenblick den Gerichten beigegeben, da sie schnell ihr Aroma verlieren. Auch als essbare Dekoration verwendet man sie sehr gerne, und zwar die zartgelben Blüten. Die Blüten können auch als Tee verwendet werden, dieser erinnert etwas an Kamille, er ist jedoch kräftiger im Geschmack.

Speise-Chrysanthemen gehören zur Familie der Korbblütler. In Indien, Japan, China Korea und Malaysia wird die Pflanze sehr geschätzt. Zu Hause ist sie aber in den Mittelmeerländern. Die Pflanze kann auch bei uns wachsen, wenn die Bedingungen für Standort- und Bodenverhältnisse stimmen. Speisechrysanthemen lieben einen sonnigen, warmen Standort. Der Boden sollte nährstoffreich, durchlässig und humös sein, dann wird es auch was mit der Speise-Chrysantheme.

Mitte bis Ende März kann die Aussaat direkt in das Freiland vorgenommen werden, der Reihenabstand sollte 20 bis 30 cm sein, innerhalb der Reihe 8 bis 12 cm und die Saattiefe etwa 2 cm. Später erntet man die Triebe, wenn die Pflanze eine Höhe von 10 bis 25 cm erreicht hat, jedoch dürfen die Triebe noch keine Blütenknospen angesetzt haben. Die Zeremonie kommt in ca. 30 bis 40 Tagen und geht bis in den November, weil nach einem Schnitt die Pflanze immer wieder nachwächst. Wer sie durchwachsen lässt, kann ab Juli Blüten ernten.

Auch in der Aufzucht ist die Speise-Chrysantheme ganz leicht zu handhaben, einfach einige Samen mit 4 bis 10 mm Erde bedecken und ab 18 Grad feucht halten. 3 Wochen danach können die Pflanzen bereits ins Freiland verpflanzt werden. Sie brauch regelmäßig Wasser, wenn sie in Töpfe gepflanzt worden sind. Nach 6 Wochen können vereinzelt schon die ersten cremefarbigen weiß–gelben Blüten geerntet werden. Auch einige Fröste im Herbst übersteht die Speisechrysantheme bei vier Grad unter Null ohne Schaden.

Die jungen Triebe bereitet man wie Spinat zu, oder man verwendet die Blätter zum Garnieren von Gerichten. Die Blätter können auch als Salat verwendet werden. In Öl gebacken schmecken die Blüten sehr lecker. Wenn man sie aber vorher in Bierteig taucht; dann sind die Speise-Chrysanthemen ein Hochgenuss. Auch die Blüten können zur Dekoration genommen werden. Sie haben einen hohen Gehalt an Vitamin C und B 2, Carotin, außerdem Mineralstoffe, wie Eisen.

In Apsaras brachte einst die lieblichste Göttin aus dem Land die Speisechrysantheme den Menschen und lehrte sie, diese zu verzehren. So säten die Menschen damals den Samen und zogen so die Pflänzchen der Speisechrysantheme. Die Menschen wussten sofort, als sie die cremefarbigen Blüten erblickten, dass man diese essen kann. Sie warfen die Blüten in kochendes Wasser, und nach einer Minute holten sie die Blüten aus dem Wasser. Wenn die essbaren Blüten für Frauen war, kam Salz und Sojasoße und nur für Männer wurde noch etwas gemahlene Ingwerwurzel zugegeben. Dann kamen die Köstlichkeiten auf Wasserreis und goss etwas heiße Butter oder Öl darüber. Man verzehrte das Gericht mit geschlossenen Augen und aß es genussvoll mit Stäbchen. Bei dieser Zeremonie steigert sich sofort ihre Liebesfähigkeit. So wuchs ihre Freude an die schönen Stunden ins Ungeahnte.