Im Juni gibt es schon eine Menge zu ernten und im Juli geht es erst richtig los. Doch für einen Anfänger im Garten ist es nicht so einfach, zu erkennen, wann der richtige Erntezeitpunkt für das Gemüse gekommen ist. Ganz typisch ist es etwa beim Salat. Da wartet man, bis die Köpfe schön dick und rund sind, und ganz plötzlich schießen sie in die Höhe und zwar alle auf einmal. Man kann diese Salate zwar essen, aber eigentlich wünscht man sich doch Salate zu essen, die nicht geschossen sind. Deshalb solltet ihr die ersten Köpfe abschneiden, sobald sich das Herz zu formen beginnt. Die allerersten Salate sind zwar noch etwas klein, aber die nächsten werden schon einen dickeren Kopf haben. Kohlrabi ist genau richtig zum Ernten, wenn die Knolle etwa zehn Zentimeter dick ist. Zuckererbsen pflückt ihr, wenn die Hülsen noch zart und die Körner noch ganz klein sind. Bei Markerbsen sollen die Hülsen zwar ganz entwickelt, aber noch dunkelgrün sein. Erbsen werden bei warmem Wetter so schnell mehlig, dass man immer mal wieder eine Hülse öffnen und die Erbsen roh probieren sollte, um herauszufinden, wann sie schon groß, aber noch schön zart sind. Das ist von Sorte zu Sorte verschieden und man sieht es den Hülsen leider nicht immer an. Zucchini kann man quasi ab der Blüte ernten. Die ganz kleinen Früchte sind besonders zart und aromatisch, aber damit lohnt es sich zu warten, bis sie etwa zehn Zentimeter lang sind. Bitte züchtet keine rekordverdächtigen Riesenfrüchte. Das macht sich zwar im Familienfotoalbum ganz lustig, aber diese Riesenfrüchte sind meistens wenig aromatisch und schmecken eher wässrig. Also lieber früher kleinere Früchte ernten. Das Ernten regt das Wachstum der Blüten an, sodass ihr euch um den Nachwuchs keine Sorgen machen müsst. Es gibt genügend Zucchini für alle.