Zu meinen Lieblingen unter den kleineren Tagschmetterlingen zählt vor allem der Aurorafalter Anthocaris cardamines aus der Familie der Weißlinge. Das Weibchen ist reinweiß, das Männchen hat dagegen Vorderflügel, die zur Hälfte leuchtend rot-orange gefärbt sind. Dieser Schmetterling fliegt bereits Anfang April und soll früher gar nicht selten gewesen sein. Denn seine Raupen bevorzugen als Futterpflanze vor allem das Wiesenschaumkraut, früher eine häufig im Garten wachsende Wildpflanze, heute oft gnadenlos als Gartenunkraut bekämpft. Vielleicht ist dies auch die Ursache für den Rückgang des Aurorafalters. Die Raupe ist übrigens bläulich-grün gefärbt mit weißem Streifen. Der Aurorafalter überwintert als Puppe, wobei die Puppenruhe bis zu 11 Monate (1) dauern kann.

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Männchen des Aurorafalters (Foto: Werner Seiler, Public Domain)

Außerdem zählen auch die sogenannten Blutströpfchen der Gattung Zygaena (Familie Widderchen) zu meinen Lieblingsschmetterlingen. Es gibt in Deutschland mindestens vier Arten, die sich im Farbmuster ihrer Flügel gut voneinander unterscheiden lassen. Aber inzwischen sind auch sie selten geworden.

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Das Thymian Widderchen (Zygaena purpuralis) (Foto: xulescu_g, Creative Commons Attr.-Share Alike 2.0 Generic). Es hat den größten Flächenanteil an Rot in seinen dunkelblauen Vorderflügeln. Es gilt als die einst häufigste Art; man findet es vor allem an sandigen, trockenen Plätzen in Süddeutschland, wo die Raupe sich von Thymianblättchen ernährt.

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Das Esparsetten-Widderchen Zygaena carniolica (Foto: h. Krisp, Creative commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported) hat dagegen mehrere rote Flecken auf den Vorderflügeln, die hell-gelb umrandet sind. Futterpflanzen seiner Raupen sind Hornklee und Esparsette.

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Rote Flecken hat auch Zygaena filipendulae, das Sechsfleck-Widderchen (Foto: IronChris, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported), dieser Art fehlen allerdings die gelben Rändern um die roten Flecken. Es gilt als die größte heimische Zygaene. Die Raupen haben ebenfalls Hornklee als Futterpflanze.

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Im Bild die gelb-grüne, schwarz gefleckte Raupe des Sechsfleck-Widderchens (Foto: Harald Süpfle, Creative Commons Attr.-Share Alike 2.5 Generic).

Es gibt mindestens eine weitere Art, die zumindest früher auch häufig zu finden war, allerdings weniger an trockenen Plätzen, als auf sumpfigen weisen: Zygaena trifolii, das Sumpfhornklee-Widderchen, dessen Raupen ebenfalls an Hornklee als Futterpflanze fressen.