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Thema: Die Raupen der Obstbauminiermotte schaden dem Laub von Apfel-und Kirschbäumen

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  1. #1
    Erfahrener Benutzer Avatar von Rodrigues2011
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    Die Raupen der Obstbauminiermotte schaden dem Laub von Apfel-und Kirschbäumen

    Die Obstbaumminiermotte, wissenschaftlicher Name Lyonetia clerkella) gehört zur Familie der sogenannten Langhornmotten. Die adulten Schmetterlinge kommen in zwei Farbvarianten vor: eine helle Form mit grau-weißen Flügeldecken und eine dunklere Form mit graubraunen Flügeln. Zwischen beiden Extremen gibt es praktisch keine Übergänge. Die Vorderflügel haben an der Spitze einen schwarzen Punkt, der im nachfolgenden Bild allerdings nicht zu erkennen ist.

    Diese Miniermotte ist in fast ganz Europa verbreitet. Und kommt auch in Nordafrika und weiten Teilen Asiens vor. Diese Schmetterlinge bilden im Jahreslauf drei bis vier Generationen, von denen die erste überwintert und dann zwischen April und Mai fliegt, die letzte ist im Herbst oft bis in den November aktiv.

    Die erste Generation der Weibchen legt oft noch vor der Blüte der Obstbäume im April ihre Eier an den noch jungen Laubblättern ab. Die Raupen schlüpfen nach etwa 2 Wochen, sie haben einen hellgrauen Kopf, der übrige Körper ist grünlich gefärbt.

    Name:  Lyonetia_clerkella,_Dolydd_Hafren,_Wales,_Aug_2014_2_(20471442208).jpg
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    Der Schmetterling der Obstbaumminiermotte (Foto: Janet Graham, Creative Commons Attr.-Share Alike 2.0 Generic). Es gibt Exemplare mit weißgrauen und solche mit eher graubraunen Flügeln.

    Name:  Lyonetia_clerkella4_-_lindsey.jpg
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    Im Bild der typische Miniergang einer Raupe und das weiße Puppengespinst in der Blattmitte (Foto: James K. Lindsey, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported). Die Raupen bekommt man kaum jemals zu Gesicht.

    Name:  Lyonetia_clerkella_mine,_Pydew,_North_Wales,_Aug_2008_(20633193836).jpg
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    Hier war die Raupe der Miniermotte besonders „fleißig“. Man sieht hier besonders gut wie der Miniergang einer frisch geschlüpften Raupe sehr schmal in der Blattmitte dicht an der Hauptader beginnt und dann von Raupenstadium zu Raupenstadium der Gang immer breiter wird. Die schmale schwarze Mittellinie das sind die von der Raupe zurückgelassenen Kotreste (Foto: Janet Graham, Creative Commons Attr.-Share Alike 2.5 Generic (US-amerikanisch).

    Die Raupen fressen an verschiedenen Laubarten, meist werden im Garten Kirsch- und Apfelbäume befallen, seltener Weißdorn und Birken. Sie bohren sich zwischen Ober- und Unterseite des Blattes in das Gewebe und fressen langsam von Stadium zu Stadium in einem Miniergang oft in einem weiten Kreis durch das Blatt. Da die Raupe dabei auch die Blattadern durchbeißt, stirbt das Blatt später ab.

    Am Ende der Larvalentwicklung – etwa einem Monat nachdem sie aus dem Ei geschlüpft ist – legt die Raupe auf dem Blatt ein länglich schmales, weißes Gespinst an, unter dem sich verpuppt.

    Ist der Obstbaum stark von den Raupen befallen und ein Großteil der Blätter kahl unterminiert und abgestorben, dann wird man kaum Obst ernten können und im nächste Jahr ist der Ertrag immer noch sehr gering. Es gibt zwar eine ganze Reihe Fressfeinde der Raupen der Obstminiermotte, dazu gehören nehmen Singvögeln vor allem Schlupfwespen und Raupenfliegen, aber die können den Obstminiermotten auch nicht restlos den Garaus machen. Wirksame Insektizide gegen diese Miniermotten gibt es zumindest für den privaten Hobbygarten nicht; dazu befinden sie die Raupen zu gut geschützt in ihren Miniergängen. Meist ist der Schaden aber nur gering, sodass eine direkte oder vorbeugende Bekämpfung auch gar nicht notwendig wäre.

    Das Einzige was man tun kann, ist die von Miniergängen gezeichneten Blätter abpflücken und vernichten, bzw. verbrennen.

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von Sedumania
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    Es gibt auch Minierfliegen

    Unter den Blattminierer gibt es nicht nur Miniermotten, sondern auch Minierfliegen. Das wird oft verwechselt oder auch zusammen behandelt, obwohl sich beide Gruppen in Biologie, angerichtetem Schaden und den Bekämpfungsmöglichkeit unterscheiden. Minierfliegen bilden innerhalb der Ordnung der Zweiflügler eine eigene Familie, die Agromyzidae.

    Miniermotten sind Raupen von Schmetterlingen, während Minierfliegen als Zweiflügler zur Ordnung der Fliegen und Mücken zählen. Die Maden der Minierfliegen haben weder Füße, noch einen vom übrigen Körper abgesetzten Kopf – im Gegensatz zu den Raupen der Miniermotten.

    In Mitteleuropa sind mehr als 300 Minifliegenarten bekannt. Am weitesten verbreitet ist die Art Agromyza graminicola, deren Larven in Gräsern minieren.

    Minierfliegen befallen auch Löwenzahn und andere Unkräuter. Oder Sommerblumen wie die Zinnien und Chrysanthemen. Die Spinat-Minierfliege beispielsweise parasitiert auch die Blätter von Wegerich-Arten und Sternmiere als Zwischenwirte. Die einfachste Methode, Minierfliegen von Salat und anderen Nutzpflanzen fern zu halten, besteht darin Unkräuter, die den Minierfliegen als Zwischenwirte dienen, aus dem Garten durch regelmäßiges Jäten zu entfernen. Zusätzlich kann man die Minierfliegen von Gemüse und gefährdeten Blütenpflanzen fernhalten, indem man die Beete mit einem Vlies abdeckt.

    Die erwachsenen Minifliegen sind nur wenige mm groß; sie stechen die Laubblätter an – oft sidn punktförmige Einstichlöcher zu sehen – und saugen Pflanzensäfte aus den Blättern auf.

    Sogar die harten Laubblätter von Ilex (Stechpalmen) können von Blattminierfliegen befallen werden. Man erkennt den befall an kleinen Punkten in den Blätter, die vom Anstechen der Minierfliegenweibchen herrühren, sowie an den hellen, später braunen Miniergängen der Maden. Die anfliegenden Weibchen kann man mit Gelbtafeln abfangen, gegen die Eier Öl spritzen und befallene Blätter unverzüglich entfernen.

    An von Minierfliegen-Larven befallenen Zinnien sind hell-brauen Fraßgänge und Flecken in den Laubblättern zu sehen. Befallene Blätter sofort entfernen; bei starkem Befall mit Minierfliegen kann mit einem Pyrethrum-haltigen Insektizid gespritzt werden. Gleichzeitig gilt für Chrysanthemen. Hier sind die Miniergänge heller und oft mehrfach gewunden. Minierfliegen befallen sogar die Blätter von Stiefmütterchen – zu erkennen an den weißen Einstichpunkte der Weibchen und den Fraßgängen der Maden.

    Auch Salatpflanzen können von Minierfliegen parasitiert werden. Bei Gewächshauskulturen kann man Gelbtafeln zum Abfangen der Weichen aufhängen oder bestimmte Schlupfwespen aussetzen, die Jagd machen auf die Minierfliegen. Das Gleiche gilt für Gewächshauskulturen von Tomaten und Gurken.

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