Gardenien sind zu Unrecht etwas in Vergessenheit geraten. Um die Jahrhundertwende um 1900, zu Ururgroßvaters Zeiten, waren die Gardenien die begehrtesten Knopflochblumen, dank ihre schönen, rosenähnlichen Aussehens und ihres betörenden Duftes. Man sollte sie wieder öfters als Kübelpflanzen pflegen.

Zu den bekanntesten Arten zählen die Gardenia jasminoides mit der Sorte Veitchii , ihre gefüllten, weißen Blüten duften nach Jasmin, und die Gardenia grandiflora, eine stark duftende Strauchform der Gardenia jasminoiddes mit besonders großen Blüten.

Aber die Gattung hat weitaus mehr zu bieten. Es gibt etwa 60 verschiedene Gardenia-Arten, die meist im subtropischen Teil Chinas, den Tropen und Subtropen Asiens und Afrikas heimisch sind.

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Im Bild eine Gardenia jasminoides mit halb gefüllter Blüte (Foto: KENPEI, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported).

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Ein blühender Strauch der Gardenia brighamii (Foto: USGS, Public Domain), die im Tiefland Hawaiis heimisch ist.

Die Gardenia taitensis ist auf den Südseeinseln im Südwesten des Pazifiks heimisch. Auf Tahiti wird sie Tiare genannt. Polynesierinnen tragen sie dort auch heute noch hinterm Ohr. Auch ein besonders intensiv duftendes Parfum wird dort aus der Blüte dieser Gardenie gewonnen.

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Etwas bizarr muten die Früchte mancher Gardenien-Art an, hier die grauweißen Früchte von Gardenia ternifolia, einer afrikanischen Art (Foto: BotBln, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported).

Gardenien brauchen ganzjährig einen hellen und warmen Platz. In den Sommermonaten können sie auch ins Freie gestellt werden. Wei sie überwintert werden müssen, dass hängt vor allem von ihrer Blütezeit ab: Es gibt Gardenien, die zwischen Mai und Oktober blühen. Diese Sommerblüher werden kühl überwintert (bei etwa 15 Grad Celsius) und dann auch nur wenig gegossen. Die herbst- und winterblühenden Arten und Sorten hält man während der Wintermonate etwas wärmer. Optimal sind für diese Gruppe Temperaturen zwischen 18 bis 20 Grad Celsius.

Als Pflanzsubstrat empfiehlt sich eine nährstoff- und humusreiche Mischung , die leicht sauer sein sollte und auch Torf- oder Kokosfasern enthalten sollte. Gardenien sollte man aber nur alle 2 Jahre umtopfen, ältere Pflanzen sogar nur alle 3 Jahre. Solche älteren Pflanzen werden im Frühjahr stark zurückgeschnitten, damit sie nicht verkahlen. Der Wurzelballen der Gardenien muss immer etwas feucht gehalten werden und darf nicht austrocknen. Aber gegen Staunässe sind auch Gardenien sehr empfindlich. Gardenien sollten nur mit weichem, möglichst kalkfreiem Wasser – z. B. abgestandenem Regenwasser – gegossen werden.

Während der Hauptwachstumsphase gibt man einmal wöchentlich enen Flüssig-Volldünger mit ins Gießwasser.