Knoblauchzehen, rund um Gemüse ins Beet gesteckt, sollen ja eigentlich Schädlinge vertreiben. Aber die Lauchmotte lässt sich damit nicht in die Flucht schlagen, sie macht selbst vor Bärlauch und Knoblauch nicht halt! Kaum ein Zwiebelgewächs ist vor den gefräßigen Raupen der lauchmotte sicher.

Zum Frühjahrsende treten bereits die ersten Fraßspuren an Zwiebeln, Knoblauch und Porreé auf. Während die Raupen Knoblauch und Porreé vom Rand der noch jungen, noch nicht entfalteten Blätter her anfressen, sind in den Küchenzwiebeln regelrechte Fenster hineingefressen. Im weiteren Verlauf sind auch in den Porreéstangen viele Bohrgänge und Fraßspuren zu erkennen.

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So sieht der Schmetterling der Lauchmotte mit ausgebreiteten Flügeln aus (Foto: CSIRO, Public Domain.)

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Meist sieht man die Lauchmotte aber mit zusammengefalteten Flügeln auf den Pflanzen sitzen (Foto: Donald Hobern, Creative Commons Attr.-Share Alike 2.0 Generic).

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Hier im Bild die ausgewachsene Raupe der Lauchmotte (Foto: Patrick Clement, Creative Commons Attr.-Share Alike 2.0 Generic).

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Typische, von den Raupen der Lauchmotte verursachte Fraßbilder und Schäden an den Blätter des Porreés (Foto: Rasbak, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported).

Die Lauchmotte ist ein kleiner, auf den Vorderflügeln grau, braun und beige gefärbter Schmetterling von nur etwa 14mm Flügelspannweite. Das Weibchen legt seien Eier an den Wirtspflanzen, das sind praktisch sämtliche Lauch- und Zwiebelgewächse, ab. Schon nach wenigen Tagen schlüpfen die hellgrünen, kleinen Raupen. Sie werden bis zur Verpuppung nur wenig mehr als 1cm lang. Man erkennt sie am braun gefärbten Kopf im Gegensatz zu den grünen Brust- und Hinterleibsegmenten. Sie fressen sich im Laufe ihrer Larvenstadien in die Pflanzen hinein und bilden dabei lange Fraßgänge. Schließlich spinnen sie einen Kokon an den Wirtspflanzen, in den sie sich zur Puppenruhe zurückziehen. Auch die jungen, frisch geschlüpften Motten fressen weiter an den Lauchpflanzen.

Wie kann man seine Gemüsekulturen vor diesen gefräßigen Raupen schützen? Man sollte bereits im Frühjahr beginnen, die pflanzen regelmäßig auf Eigelege, ausschlüpfende Raupen und Fraßschäden zu kontrollieren. Eier und Raupen sollte man gründlich entfernen, ebenso bereits angefressene Blätter und andere Teile der Pflanzen.

Im nächsten Jahr kann man einem befall mit diesen Lauchmotten vorbeugen, indem man über die Zwiebel- und Lauchkulturen ein möglichst dichten Gemüsefliegennetz spannt. Außerdem kann eine Mischkultur der Lauchgewächse mit Sellerie und Karotten hilfreich sein. Die Schmetterlinge sind nachtaktiv, deshalb kann man sie mit Hilfe spezieller Lichtfallen, die man möglichst weit entfernt von den Lauchpflanzen im Garten aufstellt, gezielt anlocken und abtöten.