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Thema: Preiswerte und pflegeleichte Sommerblumen und Blütenstauden

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  1. #1
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    Preiswerte und pflegeleichte Sommerblumen und Blütenstauden

    Wer einen Garten mit kleinem Budget neu anlegen möchte, der sollte es einmal mit möglichst ursprünglichen, naturnahen und wilden Blütenpflanzen versuchen. Der Hobbygarten-Markt wird zwar zur Zeit von Internetangeboten immer neuer, hochgezüchteter, teilweise sogar skurriler Sorten von Blütenpflanzen überschwemmt. Manche dieser Angebote mögen sogar auf den ersten Blick preiswert sein, die Folgekosten sind es meist nicht. Denn viele dieser Hochzuchtformen haben gefüllte Blüten und sind steril, sodass man immer wieder gezwungen ist, Pflanzen nachzukaufen. Sie sind weniger robust und widerstandsfähig gegenüber Schädlingsbefall und Pflanzenkrankheiten. Viele stellen besondere Ansprüche an die Substratverhältnisse und andere Milieufaktoren, entsprechend hoch ist der Pflegeaufwand.

    Ganz anders ein Garten , indem altbewährte, naturnahe und wilde Pflanzenarten dominieren. Solche Blütenpflanzen sind meist widerstandsfähiger, sind besser an unsere mitteleuropäischen Klimabedingungen angepasst und einmal ausgesät oder angepflanzt, neigen sie zur Selbstaussaat oder bilden mit Hilfe von Tochterpflanzen und Ableger rasch dichte Bestände. Von solchen Pflanzenarten hat man jahrelang etwas, ohne immer wieder in Ersatzpflanzen investieren zu müssen. Auch der Pflegeaufwand ist im naturnahen Garten geringer.

    Und nicht zu vergessen: Hummeln, Bienen und Schmetterlinge werden es Ihnen danken.


    Hier nun meine Empfehlungen für besonders robuste, pflegeleichte und damit auch preiswerte Blütenpflanzen – allesamt Pflanzen, die seit vielen Jahren sozusagen zum Stammpersonal in meinen Gärten gehören. Viele haben sogar bereits einige Umzüge von einem Garten in den nächsten schadlos mitgemacht:

    1. Bodendecker für den Steingarten

    Dalmatische Teppich-Glockenblume Campanula portenschlagiana. Mit ihren liegenden Pflanzenstängeln wird die Glockenblume nur 10 bis 15cm hoch. Sie ist eine der wenigen immergrünen Glockenblumen und blüht bei mir bis weit in den Oktober hinein. Sie bilden bald einen dichten Teppich, fügt sich aber in Fugen zwischen Steine, Mäuerchen und Gehwegplatten ein. Sie braucht einen gut durchlässigen, kalkhaltigen Boden und wächst in voller Sonne genauso gut wie im Halbschatten oder Schatten. Einmal gepflanzt, braucht sie kaum weitere pflege.

    Grasnelke Armeria maritima – bildet mit ihren schmalen, grasartigen Blättern bald dichte Polster, die auch über Steinränder oder in den Nischen zwischen Felsen wachsen. Sie bildet rosarote, kugelförmige Blütenstände im Mai/ Juni. Sie braucht aber unbedingt einen Platz in voller Sonne.

    Walzenwolfsmilch Euphorbia myrsinites aus dem Mittelmeergebiet ist eine der wenigen Wolfsmilcharten, die keine aufrechte, sondern mehr oder weniger am Boden kriechende Triebe bildet. Mit ihren blaugrün-grauen Blättern bilden sie walzenförmige Trieb mit kompakten Blütenständen, die sich mit gelben Hochblättern schmücken An einem sonnigen Platz mit kalkreichem, durchlässigem Boden bildet sie bald zahlreiche Ableger.

    Pfennigkraut Lysimachia nummularia ist soweit mir bekannt, die einzige Felberich-Art, die nicht in die Höhe wächst, sondern deren Triebe sich dicht über dem Boden kriechend ausbreitet. So bildet es mit der Zeit flache Polster. Kaum eine andere mehrjährige Staudenpflanze ist so universell im Garten einsetzbar und so pflegeleicht wie das Pfennigkraut. Bei mir im Garten rankt es über ein ehemaliges Hochbeet und kleine Steintreppen, wächst am Teichrand, wo es sogar als Unterwasserpflanze prächtig gedeiht. Es gedeiht sowohl in voller Sonne als auch im Schatten. Da sich die Triebe immer wieder in regelmäßigen Abständen bewurzeln, kann man das Pfennigkraut sehr leicht durch Abtrennen einzelner Triebteile sehr leicht vermehren.

    Mauerpfeffer der Gattung Sedum. Sie gehören mit mehreren Hundert Arten zu den pflegeleichtesten und universell im Steingarten einsetzbaren Bodendeckerpflanzen. Selbst aus einzelnen Triebstücken lassen sich rasch neue Pflänzchen heranziehen, die sich dann auch innerhalb einer Saison durch vegetative Vermehrung rasch zu dichten Polstern ausbreiten können. Bewährt als Bodendecker haben sich bei mir vorab allem folgende Arten: Sedum album, der weiße Mauerpfeffer, der sowohl Sonne als auch Halbschatten verträgt, wobei eine rotblättrige Variante einen besonderen schönen Kontrast zu den weißen Blüten bildet. Außerdem Sedum acre, der Scharfe Mauerpfeffer, der niedrige Polster an sonnigen, warmen Plätzen bildet und leuchtend gelbe Blüten hat. Von diesem Mauerpfeffer gibt es auch eine Sorte mit goldgelb-grünem Laub, die genauso pflegeleicht ist. Auch von Sedum rupestre, dem Felsen-Mauerpfeffer, gibt es neben der Naturform mit den grau-blauen Blätter zahlreiche Sorten mit leuchtend gelb-grünen oder rötlich braunen Laubblättchen, die ebenso pflegeleicht sind wie die Ausgangsform. Besonders schön blüht die Seesternblume Sedum pulchellum, deren Blütenstände sich wirklich ähnlich einem Seestern in einzelne Arme verzweigt. Sie ist allerdings nur einjährig, vermehrt sich aber durch Selbstaussaat.

    Hauswurz Sempervivum tectorum. Es gibt zahlreiche Zuchtsorten mit den verschiedensten Farbkombinationen der Blätter, die allesamt in gleicher Weise pflegeleicht sind und sich an den richtigen Platz gesetzt – eine sonnige Stelle mit gut durchlässigem Boden z.B. zwischen Steinen oder auf eine Mauerkrone – rasch durch kleine Tochterpflanzen, die sich ringsum die Mutterpflanze bilden, vermehren lässt. Neben der Haus- oder Dachwurz kommen auch die Spinnenwebwurz Sempervivum arachnoideum, die allerdings einen kalkarmen Boden braucht, und die Bergwurz Sempervivum monticola infrage.

    Wollziest Stachys byzantina stammt aus Südosteuropa, der Schwarzmeerküste und Kleinasien. Diese Steingartenpflanze besticht vor allem durch ihre dichten graugrünen, silbrig wollig behaarten Laubblätter und die rosaroten Blütenstände, die ab Juli/ August gebildet werden. Der Wollziest braucht einen sonnigen Platz mit einem trockenen, lockeren und gut durchlässigen Boden. Schatten und Feuchtigkeit verträgt der Wollziest allerdings nicht. Er bildet mit der Zeit so dichte Polster, dass Unkraut dazwischen keinerlei Chance mehr hat.

    Traubenhyazinthe Muscari azurea – gehört zu den pflegeleichtesten Blumenzwiebelgewächsen. Einmal am richtigen Platz, voller Sonne und einem lockeren, humusreichen Boden, braucht man sich weiter darum nicht zu kümmern. Sie blüht bereits im März und im Laufe der Blütezeit streckt sich der Stängel bis auf 15cm Länge. Die Traubenhyazinthe vermehrt sich rasch durch viele, kleine Tochterzwiebeln, sodass sich mit der Zeit ein dichter Horst bildet.Erst wenn die Blühkraft nach zwei, drei Jahren nachlässt, teilt man den Horst und setzt die Tochterzwiebeln an anderer Stelle wieder ein.

    Botanische und Wild-Krokus, also nicht die hochgezüchteten Hybridformen, sind mit die pflegeleichtesten Zwiebelgewächsen und gehören nach dem Schneeglöckchen mit zu den ersten blühenden Frühlingsboten. Einmal an einen sonnigen Platz mit einem lockeren, humusreichen Boden gesetzt, bilden diese einfachen Krokusformen Jahr für Jahr neue Tochterpflanzen und können so mit der Zeit verwildern, ohne immer wieder einmal umgepflanzt zu werden.

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von Hechtrose
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    Preiswerte und pflegeleichte Sommerblumen und Blütenstauden Teil. 2 für die Blumenrabatte

    Gemeine Akelei Aquilegia vulgaris – ist eine einheimische Akeleiart, die 80cm und mehr hoch wird und in der Naturform tief blau-violette Blüten hat. Sie besiedelt lichtdurchflutete Laubwälder, Waldränder, Gebirgs- und Trockenwiesen. Entsprechend benötigt sie im Garten mittelschweren, nährstoffreichen, aber durchlässigen Boden in der Sonne oder in lichtem Halbschatten. Sie ist mehrjährig und vermehrt sich recht einfach durch Selbstaussaat, wobei die Tochtergeneration allerdings im nächsten Jahr an ganz anderen Plätzen auftauchen kann. Jedenfalls, einmal angepflanzt, sogt die Akelei über Jahre selbst für genügend Nachwuchs ohne andere Blütenpflanzen zu verdrängen. Die trichterförmigen Blüten, die bei der Gemeinen Akelei in einen relativ kurzen Sporn enden, werden vor allem von Hummeln gerne besucht.

    Lupinen – die einzige wirklich ursprünglich einheimische gelbe Lupine Lupinus lupinus bleibt vergleichsweise klein und hat auch . Da greift man für einen Platz im Garten besser auf eine der blau, rot oder rosa blühenden größeren Lupinus Polyphyllus-Hybriden zurück, die ebenfalls winterfest und pflegeleicht sind. Sie brauchen allerdings einen gut gedüngten, sandig-lehmigen und gut durchlässigen Boden.Man kann die Samen in den Hülsen ausreifen lassen, ernten und bis zur Aussaat im Frühjahr unter Glas zwischenlagern. Aber auch die Vermehrung mit Hilfe von Stecklingen ist möglich.

    Malven – infrage kommen für eine naturnahe Bepflanzung sowohl die Moschus-Malve Malva moschata, als auch die Wilde Malve Malva sylvestris, auch Käsepappel genannt. Schlechte Erfahrung habe ich dagegen mit den Stockrosen gemacht: Die Aufzucht aus Samen ist recht aufwendig, sie blühen ja erst im zweiten Jahr. Und die Gefahr ist selbst gekauften ein- oder zweijährigen Pflanzen, dass sie – obwohl garantiert frei von Malvenrost – doch irgendwann vom Rostpilz befallen werden. Dies Problem hat man mit den beiden zuvor genannten Malven-Arten nicht. Beide Arten brauchen einen möglichst sonnigen, warmen Platz. Aber während die Moschus-Malve einen möglichst kalkfreien oder wenigstens kalkarmen Boden, während die Wilde Malve kalkreiche Böden toleriert. Der Boden sollte außerdem sandig-steinig und gut durchlässig sein. Ich habe beide Arten vor eine sonnige Hauswand gesetzt und sie kommen jedes Jahr durch Selbstaussaat an etwa der gleichen Stelle wieder.

    Nachtviolen – diese Blütenpflanzen durften früher ähnlich wie Levkojen in keinem Bauerngarten fehlen. Die Garten-Nachtviole Hesperis matronalis wird etwa 60 bis 70cm hoch und blüht im Mai/ Juni, entweder in Purpurviolett oder in Weiß. Sie braucht eine sonnigen bis halbschattigen Platz mit einem nährstoff- und humusreichen Boden, der aber einerseits auch durchlässig sein muss, andererseits auch nicht austrocknen darf. Sie ist zwei- bis mehrjährig und vermehrt sich recht einfach durch Selbstaussaat. Den Platz rund um die Nachtviole muss man immer etwas freihalten, sonst wird sie von anderen, konkurrenzstärkeren Blütenpflanzen in der Nachbarschaft allmählich verdrängt. Sehr ähnlich ist die Mondviole Lunaria annua. Diese Art bildet aber ähnlich wie die Stockrose im ersten Jahr nur eine neidrige Blattrosette und blüht erst im zweiten Jahr.

    Ringelblume Calendula officinalis – dieser Korbblütler wird zwischen 30 und 70cm hoch und blüht zwischen Juni und September in Goldgelb. Ringelblumen vertragen einen sonnigen bis halbschattigen Platz und einen durchlässigen, aber nährstoffreichen Boden. Wer Wert legt auf einen naturnahen Garten, sollte auf die vielen gefüllten Zuchtsorten, die inzwischen angeboten werden, verzichten und lieber auf Ringelblumen zurückgreifen, die ungefüllt und soweit wie möglich der ursprünglichen Wildform ähneln. Man kann sie im Frühjahr direkt an Ort und Stelle aussäen. Ich habe vor Jahren einmal Ringelblumen ausgesät; seitdem kommen sie durch Selbstaussaat immer wieder, ohne zu wuchern und sie sind relativ ortstreu. Denn die Samen der Ringelblume sind groß und schwer, sodass sie nicht vom Wind fortgetragen werden. Ringelblumen lassen sich außerdem als Heilpflanzen verwenden (Ringelblumensalbe ist leicht selbst herzustellen) oder die Blüten lassen sich für ein Duftpotpourri zusammen mit anderen Sommerblumen nutzen.

    Vergissmeinnicht Mysotis arvensis – das Acker-Vergissmeinnicht verwandelt mit seinen kleinen tiefblauen Blüten ab Mai für kurze Zeit einen Blütenteppich im Garten aus, bevor es von den höher wachsenden Blütenstauden wieder für ein Jahr zurückgedrängt wird. Es braucht lediglich einen sonnigen Platz mit einem lehmhaltigen Boden.

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Avatar von Hechtrose
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    Preiswerte und pflegeleichte Sommerblumen und Blütenstauden Teil 3. für schattige Plätze

    Fingerhut Digitalis ist eine zweijährige Pflanze, die je nach Art und Sorte bis zu 150cm in die Höhe wächst und im zweiten Jahr eine lange endständige Blütentraube entwickelt, bei der die hängenden Blüten immer nach einer Seite hin ausgerichtet sind. Statt dem häufigen Roten Fingerhut Digitalis purpurea mit seiner purpurroten Blüten würde ich stattdessen für einen Standort im Schatten, stattdessen eine Fingerhutart mit hellen weißen oder gelben Blüten empfehlen, da sie sich besser vor einem dunklen Gehölzhintergrund abheben: z.B. den Großblütigen Fingerhut Digitalis grandiflora mit seinen hell schwefelgelben Blüten oder den Gelben Fingerhut Digitalis lutea mit seinen kleineren, hell-gelben Blüten. Aber auch vom Roten Fingerhut gibt eine weiß oder hell-rosa blühende Form. Alle drei sind eine einheimische Digitalis-Arten und einmal breitwürfig am halbschattigen Platz auf kalhaltigem und nicht zu saurem Boden ausgesät oder als einjährige Pflanze angesiedelt, entwickeln sie sich im zweiten Jahr im Sommer zu prachtvoll blühenden Exemplaren. Da sie zu Selbstaussaat neigen, brauchen man sich nach Abblühen im zweiten Jahr nicht um rechtzeitigen Ersatz kümmern. Vorsichtig beim Umgang mit den Fingerhüten: Sie sind bekanntlich giftig, deshalb sicherheitshalber immer Gartenhandschuhe beim Handling mit Fingerhut tragen.

    Frauenmantel Alchemilla vulgaris – gehört, auch wenn man ihr es auf den ersten Blick nicht ansieht – zu den Rosengewächsen. Der Frauenmantel ist eine mehrjährige Staude mit großen, annähernd runden Laubblätter, die sich in 9 bis 13 Abschnitten teil, deren Rand gezähnt ist. Die Oberfläche dieser Blätter ist so beschaffen, dass sie von Wasser unbenetzt bleiben, sich Regentropfen zusammenziehen und vom Blatt abperlen. Dieser sogenannte Lotuseffekt wird inzwischen von manchen Stoffen aus der Textilindustrie nachgeahmt. Die nur wenige mm großen, grünlich-gelben Blüten sind dagegen recht unscheinbar und bilden einen rispenförmigen Blütenstand. Früher wurde der Frauenmantel auch als Heilpflanze genutzt. Ich hatte meinen Frauenmantel zunächst vor einigen Jahren an den Teichrand gesetzt, wo er sich gut entwickelt hat, sodass ich die Staude mehrfach teilen konnte und die Tochterpflanzen in andere Gartenteile umpflanzen konnte, unter anderem in einen vor einem halben Jahr eingerichtetes Schattenebene vor einem mächtigen Schneeball, einem Kerriastrauch und einer Apfelbeere. Obwohl diesen Gartenteil dort täglich nur am späten Nachmittag die Sonne erreicht, hat sich der Frauenmantel hervorragend eingelebt und nach kurzer Zeit bereits geblüht. Mein Fazit: Der Frauenmantel ist universell einsetzbar, der Boden sollte lediglich humusreich sein und nie austrocknen, trotzdem aber durchlässig bleiben.

    Den Goldfelberich Lysimachia vulgaris, auch Gilbweiderich genannt, findet man normalerweise außerhalb der Gärten vor allem auf feuchtem Boden entlang von Gewässerufern und Gräben. Ich habe den Goldfelberich über viele Jahre hin in verschiedenen Gärten gehalten und festgestellt, dass er sich im Halbschatten besser entwickelt und durch Ausläufer vermehrt als an einem Platz in voller Sonne. Zur Zeit bildet der Goldfelberich bei mir im Garten sowohl am Gartenteich vor einem mächtigen Bambusbusch und einem großen Buschknöterich als auch im Nachbarschaft zum eingangs erwähnten Frauenmantel im Schatten einer Gehölzgruppe jeweils einen dicht Bestand. Einmal am richtigen Platz gepflanzt, braucht auch der Gilbweiderich kaum weitere Pflege. Ich schneide ihn lediglich nach der Blüte etwas zurück, im Herbst dann noch einmal bis etwa 5 bis 10cm über dem Boden. Ein weiterer Vorteil des Goldfelberichs ist, dass er den Sommer hindurch für längere Zeit blüht. Und in Mitteleuropa ist der Goldfelberich Blüten hat, mit einem Öl statt mit Nektar die Öl statt Nektar sammelnden Schenkelbienen, eine selten gewordene Wildbienenart, anlockt.

    Goldnessel Galeobdolon luteum eignet sich hervorragend als Bodendecker für einen halbschattigen bis schattigen Platz. Ich hatte sie mal zwischen einen Bergahorn und Wildkirsche gepflanzt, wo sie nach einigen Jahren bald die gesamte Bodenfläche von mehreren Quadratmetern bedeckte. Einmal gepflanzt, braucht diese einheimische Nesselart keinerlei Pflege. Sie bildet goldgelbe Blüten, ist aber auch außerhalb der Blütezeit mit ihren grünen, silbrig-weiß panaschierten Laubblätter eine attraktive Wildpflanze.

    Tränendes Herz Dicentra spectabilis dürfte früher in keinem Bauerngarten fehlen. Heute ist diese Staude mit ihren markanten, herzförmigen Blüten in Pink und Weiß, die in regelmäßigen an überhängenden Trieben herunterhängen, etwas aus der Mode gekommen. Sie ist jedoch recht pflegeleicht, und sollte am besten im Halbschatten angepflanzt werden. Bei mir stehen 5 Exemplare, davon eines eine rein weiß blühende Sorte am oberen Rand eines Steingartenhügels vor einem mächtig in die Breite gewachsenen, fast 2m hohen Buchs auf einem humusreichen Boden, der im Halbschatten immer etwas Feuchtigkeit behält und nie austrocknet.

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Avatar von Hechtrose
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    Preiswerte und pflegeleichte Sommerblumen und Blütenstauden 4 für den Teichrand


    Blutweiderich Lythrum salicaria – ist ein mehrjährige, bis zu 150cm hoch wachsendes Weiderichgewächs, welches in der Natur auf Feuchtwiesen, an und im Uferbereich fließender und stehender Gewässer, sowie in der oberen Röhrichtzone vorkommt. Es hat einen vierkantigen, selten verzweigten Pflanzenstängel, um den herum die Laubblätter in Quirlen oder in gegenständiger Anordnung platziert sind. Die purpurfarbenen Blüten bilden in dichten Quirlen eine lange Blütenähre. Die Blütezeit ist relativ lang und kann von Juni bis September reichen. Es sind am schönsten aus, wenn es in einer kleiner Gruppe gepflanzt wird. Bei mir steht es sowohl außerhalb als auch innerhalb des Teichrandes auf feuchten Untergrund und in etwa 5cm tiefem Wasser. Im Flachwasser gedeiht es sowohl auf schlammig-sandigen wie leicht kiesigem Untergrund. Einmal angepflanzt, braucht man sich um den Blutweiderich nicht mehr kümmern. Ich habe es in der Nachbarschaft von gelbblühenden Blutweiderich und blau-blühendem Hechtkraut gepflanzt – das ergibt sowohl eine gute Abstufung in den Wuchshöhen von niedrig (Sumpfdotterblumen), mittelhoch (Hechtkraut) bis hoch (Blutweiderich), als auch eine interessante Farbzusammenstellung in Gelb, Blau und Purpur. Allerdings blüht die Sumpfdotterblume wesentlich früher als die anderen beiden Pflanzenarten.

    Kriechender Günsel Ajuga reptans – eine praktisch unverwüstliche, sich mit kriechenden Ausläufern ausbreitetende, 10 bis 20cm hohe Staude. Sie bleibt auch den Winter über grün und entwickelt im Mai/Juni reiche Blütenstände in violettem Blau. Ich habe den Kriechenden Günsel sowohl an den Teichrand gepflanzt, als auch in den Vordergrund eines terassenförmig ansteigendena Steingartens.

    Pfennigkraut Lysimachia nummularia – habe ich bereits im Abschnitt Steingartenpflanzen ausführlich vorgestellt. Ich habe es aber auch am Teichrand neben Kriechendem Günsel gepflanzt. Dort wächst vor allem Richtung Wasser, kaschiert den unschönen Kunststoffrand des Fertigteiches und wächst mit langen Trieben bis in Wassertiefen von 10 bis 20cm weiter. Kaum eine Pflanze ist so universell im Garten einsetzbar wie das Pfennigkraut. Ein weiterer Vorteil des Pfennigkrautes ist, dass es auch im Winter seine Blätter behält, also immergrün ist. Züchter bieten inzwischen sogar eine Unterwasserform mit hellen, gelblich-grünen Blätter an, die allerdings wirklich auf einen Platz im Aquarium oder Gartenteich angewiesen ist und im Steingarten sehr schnell verwelken würde.

    Sumpfdotterblume Caltha palustris stellt keine besonderen Ansprüchen an Boden und Standort, braucht aber als Sumpfpflanze immer einen feuchten Boden. Man kann sie sowohl innerhalb als auch außerhalb des Teichrandes setzen. Bei mir sitzen die Sumpfdotterblumen in kleinen Pflanzkörben mit reichlich Substrat aus Kokosfasern und kalkfreiem Kies in der etwa 2 bis 5cm tiefen Flachwasserzone des Gartenteichs.

    Wasserdost Eupatorium cannabium – war früher eine beliebte Heilpflanze, bis heute allerdings etwas in Vergessenheit geraten. Man findet es auf feuchtem Boden in der Nähe von Gewässern, entlang von Bachläufen und Gräben. Ich habe es vor Jahren in den feuchten Teichrand gepflanzt und dort hat es sich zu einem üppigen Bestand entwickelt, sodass ich mehrmals im Jahr auslichten muss, damit es nicht andere Pflanzen in der Nachbarschaft verdrängt. Es wird mehr als 1m hoch, hat große, handförmig geteilte Laubblätter. Die kleinen rosa-weißen Blüten bilden verzweigte, dicht besetzte Blütenstände. Die Blütezeit reicht kontinuierlich vom Juni bis in den Herbst. Auf den ersten Blick sieht die Pflanze dem eigentlich Dost Origanum vulgare recht ähnlich, der aber nur halb so hoch wird und sich leicht an Hand seiner ganz anders geformten Laubblätter leicht vom Wasserdost unterscheiden lässt. Außerdem wächst der Dost eher auf trockenen Böden, bei mir vor allem in Teichnähe und im Kräuterbeet.

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Avatar von Rodrigues2011
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    Das Kaukasusvergissmeinnicht – ebenfalls für schattige Plätze gut geeignet

    In meinem Beitrag http://forum.floristik24.de/threads/...en-Gartenteich hatte ich auch u. a. Das Kaukasus-Vergissmeinnicht vorgestellt, welches seinerzeit vor einem Bambusbusch am Gartenteich wuchs. Inzwischen habe ich es in einen im Sommer neu angelegten Schattengarten umgepflanzt und siehe da – es hat sich hervorragend eingelebt dn bis in den November (!) hinein ununterbrochen geblüht. Min seinen silbrig-weiß panaschierten, großen Blättern kommt es vor einem dunklen Hintergrund sehr gut zur Geltung. Es hat jetzt seinen Platz im Halbschatten eines großen Schneeball-Baumes. In der Nachbarschaft wachsen ein Schildfarn, weiße Waldaster, einen Pyramidenknöterich, eine weiß-blühende Waldaster, Krötenlilien,Frauenmantel und panaschiertes Lungenkraut.

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