Wein wird seit mehr als 65 Jahren vor allem in den Niederlanden und in B auch in Gewächshäusern kultiviert. Vor allem Sorten mit großen, dunklen Weinbeeren wie Black Hamburg oder Black Alicante. Wer es auch einmal in seinem eigenen kleinen Gewächshaus mit Weinreben probieren möchte, der sollte daran, dass die Reben ziemlich viel Platz benötigen. Haben kann man sich mit einigen einfachen Tricks behelfen.

1. jede einzelne Weinrebe wir in einem eigenen Topf mit wenigstens 30cm Durchmesser gezogen. Dazu werden die Reben gegen Ende des Dezembers in die Töpfe eingepflanzt. In jeden Topf werden zwei rund 150cm lange, stabile Stäbe gesteckt und oben mit einem querliegenden, kürzeren Stab verbunden, sodass ein Rechteck gebildet wird. Die Töpfe stellt man bis zum Frühlingsanfang ins Freiland, dann kommen sie ins Gewächshaus, wo sie bei Temperaturen knapp oberhalb von 10 Grad Celsius gehalten werden.

Der Haupttrieb wird nun zunächst an einem der Stäbe nach oben geführt, dann entlang des Querstabes und am anderen Ende am zweiten, senkrechten Stab wieder nach unten geführt. Entlang des Querstabes bilden sich Seitentriebe, an denen sich ei die Weintrauben entwickeln. Die triebe werden jedes Jahr bis auf zwei Blätter unterhalb des Traubenansatzes eingekürzt. Auf diese Weise können die Weinreben etwa 3 Jahre lang kultiviert werden. Dann werden sie durch neue Jungreben ersetzt. Die abgeschnittene Seitentriebe können als Stecklinge für die vegetative Vermehrung der Reben genutzt werden.

2. Die zweite Methode, Weinreben im Kleingewächshaus zu ziehen, ist noch etwas ungewöhnlicher. Denn um Platz zu sparen, wird die Weinrebe außerhalb des Gewächshauses gepflanzt. Bei einem Anlehngewächshaus zum Beispiel an die Stirnseite des Hauses – oder auch an der Außenseite eines Gewächshauses. Ist der Haupttrieb genügend groß, wird er entweder durch eine kleine Öffnung in der Wand oder unter dem Gewächshausfundament hindurch ins Innere der Gewächshauses geleitet und dort dann am First des Gewächshauses entlang geleitet.

Man sollte dafür unbedingt veredelte Sorten nehmen, die eine Reblaus-resistente Unterlage haben. Als Pflanzsubstrat wählt man eine Mischung aus Lehm, reifem Gartenkompost und mit Nährstoffen angereichtem Kokoshumus (als Ersatz für den früher empfohlenen Torf, auf den zum Schutz der letzten intakten Hochmoore im Garten endgültig verzichtet werden sollte) im Volumenverhältnis von 1:1:1.

Im Winter werden die meisten Triebe bis auf wenige Hauptranken zurückgeschnitten. Denn je weniger Seitentriebe die Rebe hat, desto kräftiger werden sich die verbliebenen Triebe entwickeln und Weintrauben tragen.

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Der Muskat-Trollinger ist eine Rotweinsorte , die als Naturhybride aus einer Kreuzung des Trollingers mit einem Muskateller hervorgegangen ist und bereits zu beginn des 19.Jahrhunderts in Württemberg kuliviert wurde und sich besonders gut für den Gewächshausanbau eignen soll (Foto: (Foto: Rosenzweig, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported)