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Thema: Essbare Blüten - aber aus dem eigenen Garten

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  1. #1
    Erfahrener Benutzer Avatar von Hechtrose
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    Essbare Blüten - aber aus dem eigenen Garten

    Mit essbare Blüten lassen Salaten und andere Mahlzeiten garnieren und viele andere Leckereien kreieren, und auch in der Heilkunde spielen viele Blütenpflanzen eine wichtige Rolle – man denke nur zum Beispiel an die Blüten von Rosen, Schwarzem Holunder, Kamille oder Malve. Und auch von vielen Küchenkräutern und Gewürzpflanzen sind die Blüten essbar.

    Essbare Blüten sollten aber auch nur dann gegessen oder zu Ess- und Trinkbarem verarbeitet werden, wenn sie frei von Schadstoffen, Spuren von Pflanzenschutzmitteln und Düngerrückständen sind. Bei Blumen und Blüten aus dem konventionellen gewerblichen Anbau hat man eine solche Garantie aber nicht – sie werden ja auch nicht als essbar angeboten. Also sucht man in freier Wildbahn, d.h. fernab von Landwirtschaft und Industrie nach essbaren, blühenden Wildkräuter. Diese Wildblumen stellen aber nur einen kleinen Ausschnitt an verwertbaren Blüten dar. Auch viele Gartenpflanzen haben essbare Blüten. Was spricht also eigentlich dagegen, einfach einmal im eigenen Garten ein Beet anzulegen, auf dem ausschließlich Pflanzen mit essbaren Blüten wachsen? Einfach – weil das ist genauso wenig kompliziert, wie ein Beet mit einjährigen Sommerblumen anzulegen. Und wenn‘s dann im Laufe des Sommers grünt und blüht, dann sind essbare Blüten wirklich ein ungetrübter Genuss.

    Vorweg aber noch einmal einiges Grundsätzliches, welches sich eigentlich zwangsläufig ergibt, wenn man die Blüten später essen oder für Tees und Säfte verwenden will:

    1. Die Pflanzen auf Befall mit Schädlingen und Pflanzenkrankheiten kontrollieren, aber keine chemischen Pflanzenschutzmittel einsetzen.

    2. Die Pflanzen nicht überdüngen und wenn gedüngt werden muss, dann nur mit organischen Langzeitdüngern.

    3. Nur Pflanzen verwenden, die man sicher erkennt und bei denen auch garantiert ist, dass die Blüten auch wirklich essbar, und nicht etwa ungenießbar oder gar giftig sind.

    4. Nur gesunde und unbeschädigte, frische Blüten verwenden. Diese Blüten am besten in der Kühle des frühen Morgens pflücken und dann möglichst bald frisch verwenden oder für kurze Zeit im Kühlschrank zwischenlagern – wie andere verderbliche Lebensmittel auch.


    Am besten legt man solch ein Beet an einem sonnigen Platz im Gemüsegarten an. Solch ein Blumenbeet kann ein Rechteck oder auch eine Kreisfläche sein; das bleibt jedem selbst überlassen. Wichtig ist nur, dass man von allen Seiten gut an die Pflanzen herankommt. Und ähnlich wie bei einer Blumenrabatte oder einem Staudenbeet kommen die hohen Pflanzen nach hinten, die niedrigen nach vorne.

    Am besten legt man das Beet im Frühjahr an. Dazu wird die Fläche wenigstens spatentief ausgehoben und tiefgründig gelockert. Ein schwerer Lehmboden wird zum Auflockern mit Sand und reifem Gartenkompost gemischt. Umgekehrt muss ein leichter sandiger Boden mit Lehm gemischt werden, damit alle Plfanzenwurzeln später genügend Halt finden, Nährstoffe aufnehmen können und Gießwasser nicht zu schnell ungenutzt im Untergrund versickert. Bevor das Beet bepflanzt oder die Samen ausgesät werden, müssen alles Wurzel- und Pflanzenreste und natürlich auch jedes Unkraut sorgfältig entfernt werden und zwar rein mechanisch und mit Handarbeit – also ohne Unkrautvernichtungsmittel.

    Hohe Pflanzen für den Hintergrund setzt man am besten als Jungpflanzen ins Beet, die man aus möglichst ungebeiztem Saatgut unter Glas, z.B. im Gewächshaus oder Frühbeet, gezogen hat. Als Hintergrundpflanzen für ein Beet mit essbaren Blütenpflanzen eignen sich zum Beispiel Nachtviolen und Süssdolden. Direkt vor diese Hintergrundpflanzen kommen halbhohe Blütenpflanzen – zum Beispiel eine Reihe Ringelblumen, die man direkt an Ort und Stelle aussäen kann. Ringelblumen sind groß genug, sodass man sie einzeln in einer Saatrille auslegen kann.

    Und vor diese Reihe Ringelblumen kommen ein bis zwei Reihen Salbeipflanzen aus einer Vorkultur. Zum Beispiel Purpursalbei, dessen Blüten einen schönen Kontrast zu den leuchtend orangegelben Ringelblumen bilden. Und vor den Salbei kommt Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus), dazu reichen 3 bis 5 Pflanzen in einer Reihe mit jeweils etwa 30cm Pflanzabstand. Kapuzinerkresse kann man ebenfalls vorkultivieren oder – wenn der Boden schon genug erwärmt ist – direkt im Beet aussäen. Diese Samen der Kapuzinerkresse sind sehr groß, sodass man sie ganz einfach einzeln von Hand auslegen kann. In den Vordergrund setzt man eine oder zwei Reihen niedriger Blütenpflanzen, zum Beispiel Hornveilchen – am besten auch wieder aus eigener Anzucht.

    Um die Bodenfeuchtigkeit zu halten, wird das Beet vorsichtig und auch nur dünnen mit einer Lage Laubkompost oder Grasschnitt (aus unbehandeltem Rasen) gemulcht und dann regelmäßig, aber mäßig und vorsichtig das Beet mit Gießwasser überbraust – also nicht mit scharfem Strahl, sonst wird das Saatgut unnötig durcheinander gewirbelt.

    Und nun kurz zu den vorgeschlagenen Blütenpflanzen einige Angaben:

    Die mehrjährigen, bis zu 90cm hohen Süßdolden haben doldenförmige Blütenstände mit vielen kleinen weißen Blüten. Hauptblütezeit sind die Monate Mai/ Juni. Bei der Süßdolde sind Blätter, Blüten und Samen essbar und haben ein anisartiges Aroma.

    Die mehrjährigen Nachtviolen werden ebenfalls bis zu 90cm hoch. Sie bilden lockere, lange Blütenstände mit vielen, duftenden Blüten, die weiß oder pinkfarben gefärbt sind.

    Der mehrjährige Purpursalbei wird bis zu 60cm hoch und bildet zwischen Juni und Juli purpur-bläuliche Blüten mit einem besonders milden, aber salbei-typischen Aroma. Auch die immergrünen Laubblätter sind essbar.

    Die Ringelblumen sind zwar nur einjährig, sie lassen sich aber leicht aus den Pflanzen gewonnenen Samen wieder aussäen und neigen auch zur Selbstaussaat. Ringelblumen blühen zwischen Juni und Oktober in leuchtendem Gelb-Orange. Dazu sollte man möglichst die Naturform oder Sorten mit einfachen, ungefüllten Blüten verwenden. Die Blütenblätter lassen sich frisch oder getrocknet verwenden – z. B. als Safranersatz.

    Die kleinen, zwischen 15 und 30cm hohen Hornveilchen sehen mit ihren dreifarbigen Blüten in Purpurviolett, gelb und Weiß dem wilden Stiefmütterchen ähnlich, mit dem sie ja auch eng verwandt sind. Die Blüten des Hornveilchens erscheinen – je nach Standort- und Milieubedingungen – zwischen Juni und Oktober. Hornveilchen sind kurzlebige Stauden und sollten deshalb jedes Jahr neu aus Vorkultur wieder angepflanzt werden.

    So, jetzt fehlen noch die Verwendungsmöglichkeiten und Rezepte für die Blüten der hier vorgestellten Pflanzen. Die werden in nächster Zeit nachgeliefert – versprochen; ist ja noch einige Wochen Zeit, bis mit der Anlage eines Beetes mit essbaren Blumenpflanzen begonnen werden kann.


    .

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von Hechtrose
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    Weitere essbare Blüten aus dem Garten

    Hier noch einige weitere essbare Blüten (in alphabetischer Reihenfolge) und für was man sie in der Küche verwenden kann:

    Borretsch – die Blüten und Blätter kann man für Süßspeisen, für Salate, zum Garnieren und Dekorieren von Speisen verwenden.

    Bärlauch – Blätter, Blüten und Zwiebeln für den Salat oder Soßen. Die Blätter des Bärlauch nicht denen des giftigen Maiglöckchens verwchseln!

    Fenchel – Blüten und Blätter für Käse und Käse. Aus den Fenchelsamen lässt sich ein bekömmlicher Magentee zubereiten.

    Dill – Blüten und Samen kann man in Essig einlegen, der Blätter für Fischgerichte und Gemüse verwenden.

    Gänseblümchen – die Blüten können zum Kandieren oder für Desserts verwendet werden, die Blätter für Salate.

    Holunder – die Blüten vom Schwarzen Holunder für Kuchen und Gebäck oder Limonaden, die Beeren können zu Gelee oder Likör verarbeitet werden.

    Indianernessel/ Monarde – Blüten für Süßspeisen und Salate; Blätter zum Zubereiten eines Tees.

    Königskerze
    Verbascum densiflorum – die Blüten können in Salaten und Suppen verwendet werden.

    Lavendel – Blüten und Blätter werden für Duftpotpourris und -kissen oder zum Würzen verwendet.

    Majoran und Oregano – Blätter und Blüten für Fleischgerichte, zum Würzen von Gemüse und Pizza.

    Rosenblüten – für Süßspeisen, Salate, Essig, Parfums und Duftwässerchen

    Rosmarin – Blätter und Blüten lassen sich Lammgerichte und Gemüse verwenden.

    Schnittlauch – Blüten und Blätter zum Würzen von Soßen, Salaten und Suppen.

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