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Thema: Wasserpflanzen aus einheimischen Gewässern für den Gartenteich entnehmen?

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  1. #1
    Erfahrener Benutzer Avatar von Teichfreund
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    Wasserpflanzen aus einheimischen Gewässern für den Gartenteich entnehmen?

    Eine Vielzahl einheimischer Wasser- und Sumpfpflanzen ist ihrem Fortbestand gefährdet und steht unter Naturschutz. Dazu gehören u. a. Fieberklee, Froschbiss, Froschlöffel, Krebsschere, alle Rohrkolbenarten, Seerose, Seekanne, Sumpfdotterblume, Sumpfvergissmeinnicht, Tannenwedel, Teichrose und Torfmoose (Sphagnum).

    Viele einheimische Gewässer stehen zudem unter Naturschutz – aus solchen Gewässern darf grundsätzlich nichts entnommen werden, auch keine Pflanzen, die anderorts nicht geschützt.

    Auch aus Gewässern, die nicht unter Schutz stehen, darf nicht ohne Erlaubnis des Besitzers oder Pächters Pflanzen entnehmen. Zumindest sollte man erst einmal anfragen. Oft ist ein Teich mit Pflanzen so stark zugewuchert, dass er einmal im Jahr ausgelichtet wird und dann kann man sicher einige dieser überzähligen Pflanzen gratis bekommen.

    Außerdem kann man sich mit Pflanzen aus einheimischen Gewässern einige blinde Passagiere mit in den Gartenteich holen, so z. B. Laich von Wasser- und Sumpfschnecken, Fischegel, Fadenwürmer, Karpfenläuse.

    Also doch lieber sich die Teichpflanzen aus einem seriösen Gartenbetrieb, indem auch geschützte Arten hoffentlich mit Genehmigung (!) seit Generationen nachgezüchtet werden, statt sie einfach aus der Natur zu entnehmen und zum Verkauf anzubieten. Aber auch von dort kann man sich, wenn die Pflanzen aus offenen Teichkulturen stammen, Parasiten, die zum Beispiel von Wasservögeln verschleppt werden, einfangen. Außerdem sind viele Aquarien- und Teichpflanzen aus Teichkulturen gedopt, d.h. mit Nährstoffen überdüngt, sodass man sie auf alle Fälle für einige Tage zunächst in einem kleinen Aquarium oder Becken wässern sollte, bevor sie in den Teich umquartiert werden.

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von Rodrigues2011
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    In meinem Beitrag Eine Nahrungskette aus Algen – Wasserflöhe – Fischen im Gartenteich ( in >
    http://forum.floristik24.de/threads/...uss-nicht-sein!) habe ich vergessen zu erwähnen, dass nicht nur meine Guppies im Sommer in den Gartenteich umquartiert werden, sondern mit ihnen auch eine ganze Reihe Wasserpflanzen aus den Aquarien, u.a. Schwimmpflanzen und untergetauchte Wasserpflanzen, schließlich dienen sie den Fischen als Versteck und Sauerstofflieferanten. Und nicht nur die Fische erholen sich in der Sommerfrische prächtig, sondern auch die Pflanzen entwickeln und vermehren sich weiter. Im Herbst kommen Fische und Pflanzen wieder zurück in die Aquarien. Lediglich einigen ausgesprochen empfindlichen Exoten wie den Wasserhyazinthen und Muschelblumen bekommt der Wechsel gar nicht. Viele andere, der im Aquarien völlig untergetaucht wachsende Pflanzen wachsen im Teich (ich setze sie meist in Töpfe in die etwa 20 bis 30cm tiefe Flachwasserzone) zum ersten Mal über die Wasseroberfläche hinaus und bilden teilweise sogar Blüten. Und bei Rückkehr von Fischen und Pflanzen in die Aquarien habe ich nie beobachtet, dass aus dem Teich irgendwelche Insektenlarven, unerwünschte Wasserschnecken oder Krankheitserreger mit eingeschleppt wurden. Bei Entnahme von Pflanzen aus natürlichen Freilandgewässer ist dies längst nicht immer der Fall. Häufig reisen dann Fischegel und andere Parasiten als blinde Passagiere mit ins Aquarium.

    Übrigens, ein hervorragender Sauerstoffspender ist auch das Pfennigkraut, welches bei mir – am Teichrand angepflanzt – einfach weiter ins Wasser hineinwächst und dabei lange, sattgrüne Unterwassertriebe entwickelt. Im Handel wird zwar auch eine spezielle Unterwasserzüchtung des Pfennigkrautes als sauerstoffspendende Pflanze angeboten, aber „normales“ Pfennigkraut tut's meiner Erfahrung nach genauso gut.

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Avatar von Sedumania
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    Wann sollte man denn im Herbst die Fische und Pflanzen vom Teich wieder zurück ins Aquarium setzen? Oder könnte man die nicht einfach auch im Winter im Teichbecken lassen, wenn es entsprechend beheizt wird?

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Avatar von Rodrigues2011
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    Bald ist es wieder soweit - meine Fische und Pflanzen ziehen um in den Teich

    Jetzt im Mai 2018 ist es ja tagsüber zumindest bei uns im Garten schon recht heiß, nachmittags meist mehr als 25 Grad Celsius. Ich werde aber noch warten, bis die Temperatur auch nachts nicht unter 16 bis 17 Grad sinkt. Daran sind bei mir in den Aquarien die Fische (Endler-Guppies) und Wasserpflanzen gewöhnt. Ich halte sie ganz bewusst das ganze Jahr hindurch in unbeheizten Becken bei Raumtemperatur. Und für die Wasserpflanzen ist der Wechsel vom Aquarium in den Gartenteich in diesem Jahr noch unkomplizierter. Ich habe vor etwa 10 Monaten die Aquarienabdeckungen mit den üblichen Neonröhren nämlich gegen Lichtleisten mit LED-Beleuchtung getauscht. Jetzt haben sie tagsüber ein Mischlicht aus weißen und blauen LED-Lämpchen, nachts wird auf blaue Beleuchtung umgeschaltet. Die Aquarien sind jetzt außerdem oben offen, zur Wasserumwälzung und Filtern nutze ich an den Beckenrand gehängte EHEIM-Außenfilter. Jetzt wachsen Papageienblatt und Ludwigia-Arten auch im Aquarium über die Wasseroberfläche hinaus und blühen bereits immer wieder einmal. Ich nehme deshalb an, dass die Umgewöhnung von Aquarium auf Gartenteich beiden - Fischen und Tieren - diesmal besonders leicht fallen werden. umziehen werden außerdem meine Vallisnerien, die pflanze ich in kleine Töpfchen. Ich nehme an, dass die Sommerfrische sowohl den Endler-Guppies als auch den Wasserpflanzen sehr gut bekommt. Denn letztes Jahr haben sie sich draußen sehr gut weiter entwickelt und fleißig vermehrt. Pflanzen und Fische sind so gut abgehärtet, dass ihnen auch ein kurzer Kälteeinbruch nicht schaden wird.

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