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Thema: Licht und Schatten im Gewächshaus

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  1. #1
    Erfahrener Benutzer Avatar von Sedumania
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    Licht und Schatten im Gewächshaus

    Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass die Lichtmenge im unbeleuchteten Gewächshaus immer gegen über dem Freiland deutlich reduziert ist. Deshalb ist eine Zusatzbeleuchtung im Gewächshaus zumindest in der an Licht ärmeren Jahreshälfte im Herbst und Winter durchaus sinnvoll. Allerdings haben die Pflanzen ganz unterschiedlich Lichtansprüche. Manche sind lichthungrig und brauchen eine zusätzliche Lichtquelle zum Wachsen. Das gilt besonders für die Jungpflanzen vieler Arten. Einige brauchen schon zum Keimen viel Licht (das sind die sogenannten Lichtkeimer). Auch zur vegetativen Vermehrung, etwa um Stecklinge zu bewurzeln, brauchen viele Stauden und Gehölze eine zusätzliche Lichtquelle. Andere pflanzen gedeihen besser im Halbschatten oder Schatten. Denen wird es im Sommer unter Umständen dann zu viel an Sonnenlicht. Diese Pflanzen müssen eher beschattet, als beleuchtet werden. Also ist es wichtig, möglichst Pflanzenarten mit ähnlichem Lichtbedarf für das Gewächshaus zusammenzustellen. Kohlsorten und Salatpflanzen brauchen beispielsweise weniger Licht als Tomaten, Paprika und Kürbisgewächse. Und viele Pflanzen, und dazu zählen nicht nur Zwiebel- und Knollengewächse bilden Reservestoffe, ziehen ihre oberirdischen Pflanzenteile ein und legen eine Ruhepause ein – aber das tun sie nur, wenn ab Herbst die Lichtmenge kontinuierlich abnimmt.

    Oftmals reicht es schon, wenn man die Pflanzen entsprechend ihrem unterschiedlich Lichtbedarf im Gewächshaus platziert. Liebhaber von exotischen Pflanzen aus dem tropischen Regenwald kennen dass: Schling- und Kletterpflanzen wollen immer nach oben, weil am Boden Lichtmangel herrscht. Epiphyten machen es sich dagegen immer von vorneherein oben „bequem“, sie wachsen in der Baumkrone – um nur zwei Extreme z nennen. Entsprechend kann man im Gewächshaus die Schatten- und Halbschattenpflanzen unten auf den Boden stellen oder pflanzen, während die Sonnenkinder auf den Tisch, ins Regel kommen oder als Ampelpflanzen direkt unter den Gewächshausgiebel gehängt werden.

    Wenn man das Gewächshaus zusätzlich beleuchten will, dann spielt natürlich auch die Art und Stärke der Lichtquelle eine Rolle. Dabei kommt es nicht nur auf die Lichtmenge – gemessen in Lux, bzw. Lumen (1 Lux = 1 Lumen pro Quadratmeter) an, sondern auch auf den Abstrahlwinkel der Lichtquelle, also den Lampenschirm. Und auch die Lichtart spielt eine große Rolle: Es ist einleuchtend, dass ein Lichtspektrum, welches dem Tageslicht sehr nahe kommt, die beste Voraussetzung für eine optimale Lichtausnutzung durch die Pflanzen bietet. Unter Umständen verbessert außerdem eine zusätzliche Lichtquelle mit einem höheren Violettanteil das Lichtklima für die Gewächshauspflanzen. Aquarianer kennen das als Kombination von sogenannten True Light- und Gro Lux-Neonröhren. Inwieweit auch stromsparende LED-Lampen im Gewächshaus eingesetzt werden können, ist mir nicht bekannt (Im Aquarium jedenfalls gedeihen die Wasserpflanzen mit der richtige Kombination an LED-Lampen ausgezeichnet.).

    Jedenfalls sollte die Zusatzbeleuchtung im Gewächshaus wenigstens ein mehr an 2000 Lux erbringen – und dazu braucht man schon recht starke Lichtquellen.

    Damit genügend Sonnenlicht die Pflanzen im Gewächshaus erreicht, ist es auch wichtig, die Glas- oder Kunststoffflächen im Gewächshaus innen und außen immer blitzsauber zu halten. Auf der Innenseite sammelt sich sonst bald Staub an und bedingt durch die hohe Luftfeuchtigkeit bildet sich ein schleimig grüner Algenbelag, während außen der Schmutz, der mit Wind und Regen auf die Gewächshausfassade prasselt, die Scheiben verschmiert. Zum Reinigen dürfen aber auf keinen Fall scharfe und ätzende Reinigungsmittel verwendet werden. Meist reicht lauwarmes und möglichst weiches, kalkfreies Wasser., bei hartnäckigen Schmutzbelag mit etwas Seifenlauge als Zusatz.

    Während im Winterhalbjahr oft durch eine zusätzliche Lichtquelle das Lichtangebot im Gewächshaus für die Pflanzen verbessert werden muss, ist es im Sommer eher umgekehrt: Der Lichteinfall durch das Sonnenlicht muss reduziert wird, nicht weil es sonst im Gewächshaus zu hell wäre, sondern weil sich die Luft im Gewächshaus zu stark erwärmen würde. Und das soweit reichen, dass die Blätter der Pflanzen dabei regelrecht verbrennen. Ein Möglichkeit den Lichteinfall zu reduzieren ist das sogenannte Schattieren der Fensterflächen. Dabei unterscheidet man zwischen einer Außen- und einer Innenschattierung. Wo immer möglich sollte man eine Außenschattierung wählen, denn das reduziert den Lichteinstrahlung besser als die Innenschattierung, denn können die Sonnenstrahlen erst einmal durch das Gewächshausglas dringen, dann erwärmen sie auch den Innenraum. Bei der Außenschattierung dagegen erwärmt sich das Gewächshaus kaum.

    Nachteil einer Außenschattierung ist, dass sie Sturm, Wind und Regen standhalten, also relativ stabil und sicher verankert sein muss. Doch auch die Außenschattierung muss unter Umständen „beweglich“, d.h. variabel einzustellen sein. Das kann man z. B. durch Rollos erreichen die von Hand oder motorisiert bewegt werden. Entweder werden die Rollos hoch- oder runtergelassen, oder die Lamellen lassen sich stufenlos von horizontal bis vertikal verstellen. Manche Anlagen werden sie sogar vollautomatisch über einen Lichtsensor gesteuert. Eine weitere Möglichkeit einer allerdings „unbeweglichen“ Außenschattierung ergibt sich durch das Einfärben, d. h. Das Bestreichen der Glasfenster mit lichtdämpfender Farbe, in der Regel mit Weiß, denn das reflektiert das Sonnenlicht am besten. Diese Farbe muss im Herbst abwaschbar sein, oft besorgt dies aber schon im Laufe der Monate der Regen. Es gibt auch Folien, die außen (oder auch innen) auf die Scheiben aufgeklebt werden.

    Meist muss auch nicht die gesamte Glasfront rund um das Gewächshaus schattiert werden, sondern lediglich die Südseite. Für die Innenschattierung kommen auch leichte Bambusmatten, eine Gardine o. ä. infrage.

    Nicht unerwähnt bleiben soll, dass auch Pflanzen selbst für eine gewisse Innenschattierung sorgen kann. Dazu platziert Kletterpflanze in Kübeln an strategisch günstigen Plätzen im Gewächshaus, sodass der Lichteinfall der Sonne gedämpft wird. Dazu eigen sich eine Vielzahl von mehrjährigen Kletterpflanzen, die je nachdem ob es sich um ein unbeheiztes Kalt- oder ein beheiztes Warmhaus ausgewählt werden müssen. Als Kletterpflanzen fürs Kalthaus eignen sich beispielsweise die Klimme (Gattung Cissus), Weinreben (Vitis vinifera) oder eine Leuchterblume (Ceropegia). Ausgesprochene Warmhaus-Kletterer sind dagegen die Goldtrompete, die Pfeifenwinde, der Losbaum und die Kletterfeigen. Fürs mäßig temperierte Gewächshaus ist das Angebot an geeigneten Kletterpflanzen dagegen deutlich geringer: gut geeignet wäre zum Beispiel eine Wachsblume (Gattung Hoya).

  2. #2
    Erfahrener Benutzer
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    69
    Da muss man die Position finden

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