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Thema: Was ist zu tun, wenn der Gartenteich zufriert?

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  1. #1
    Erfahrener Benutzer Avatar von Teichfreund
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    Was ist zu tun, wenn der Gartenteich zufriert?

    Jedes Jahr, wenn der Dauerfrost zum Winteranfang in den Garten Einzug hält, taucht die gleiche Frage auf: Was tun, wenn der Teich zufriert? Meine stete Antwort: Am besten gar nichts! Denn wenn erst einmal eine geschlossene Eisdecke den Gartenteich bedeckt, ist es sowieso zu spät für irgendwelche Gegen- oder Präventivmaßnahmen (damit er wenigstens teilweise offen gehalten wird und nicht ganz zufriert). Solche Maßnahmen hätte man schon im Spätherbst ergreifen müssen.

    Jetzt das Eis aufzuhacken, um dem Teich Frischluft zuzuführen, wäre absolut falsch. Wenn der Gartenteich tief genug angelegt ist (mindestens 90cm Tiefe), dann friert er selbst bei klirrender Dauerkälte auch nicht bis zum Teichgrund zu. Das ist vor allem wichtig, wenn man Fische im Teich hält. Goldfische und die meisten anderen Kaltwasserbewohner unter den Karpfenartigen, aber auch Wasserfrösche und Molche, verharren in einer Art Winterschlaf am Teichgrund und haben dann nur noch einen stark reduzierten Stoffwechsel, sodass sie wenig Sauerstoff brauchen. Hinzu kommt noch, dass die Sauerstoffkonzentration in kaltem Wasser viel höher ist als in warmen Wasser.

    Außerdem sammelt sich das vier Grad warme Wasser aufgrund der Dichteanomalie des Wassers am Gewässergrund, die Fische sind dort sicher aufgehoben und ihnen droht kein Erfrierungstod. Immer vorausgesetzt, der Gartenteich ist tief genug angelegt.

    Würde man jetzt die Eisfläche aufhacken, so würden die Fische durch den Lärm aus ihrem Winterschlaf aufschrecken, einen regelrechten Schock erleiden und vielleicht sogar sterben. Aus dem gleichen Grund sollte man auf keinen Fall die Eisfläche betreten oder gar darauf Schlittschuh laufen. Karpfenfische sind sehr geräuschempfindlich, durch eine spezielle Anordnung der Schwimmblase wird bei ihnen der Unterwasserschall extrem verstärkt.

    Die auf Gartenteiche spezialisierten Gerätehersteller empfehlen, im Spätherbst Eisfreihalter in in Kombination mit elektrisch betriebenen Unterwasserteichpumpen einzusetzen. Aber die sind nicht nur teuer, sondern können auch mehr schaden als nützen. Denn durch die Teichpumpe wird die natürliche, im Winter meist stabile Temperaturschichtung im Wasser stark verwirbelt, eiskaltes Oberflächen gelangt in die Tiefe und verdrängt das etwa 4 Grad warme Wasser dicht über dem Gewässergrund. Dann können die dort im Winterschlaf verharrenden Fische und Amphibien tatsächlich erfrieren. Stattdessen sollte man ganz einfache, „unmotorisierte“ Eisfreihalter im Herbst einsetzen; solche preiswerten Eisfreihalter aus einem Styroporring mit einem Deckel bieten auf Gartenteichartikel spezialisierte Hersteller und Händler ebenfalls an. Oder man stellt sie solch einen Eisfreihalter selber her. Dazu esetzt man ine Styroporscheibe (ein Rechteck oder Quadrat tut's auch!) auf die Wasseroberfläche und verankert sie mit einer Kunststoffschnur am Teichgrund, um sie in Position zu halten.

    Regelmäßig zu Winterbeginn liest man in Gartenzeitschriften, man solle ein Bündel aus Stroh- oder Schilfrohr senkrecht oder auch schräg ins Wasser stellen, um den Teich stellenweise freizuhalten, sodass Faulgase vom Teichgrund auch bei geschlossener Eisdecke abziehen und Luftsauerstoff hinein diffundieren kann. Damit erreicht man aber genau das Gegenteil: Das Schilfbündel beginnt schon im Spätherbst zu faulen und diese Fäulnisprozesse entziehen unnötigerweise dem Wasser Sauerstoff. Anders sieht das aus mit Rohrkolben und anderen Halmen, die im Wasser gewachsen sind. Sie dürfen nicht abgeschnitten werden, denn durch ihre hohlen Stängel können Faulgase aus dem Teichschlamm abziehen.

    Wie bereits erwähnt, die Eisfläche aufzuhacken, das kann eher schaden als nützen. Es kann jedoch sinnvoll sein, ein Luftpolster zwischen Eisdecke und Wasseroberfläche anzulegen. Dazu schafft, sobald die Eisdecke geschlossen ist, in Randhänge ein kleines Loch – entweder mit einem Handbohrer oder indem man es mit einem Gasbrenner ins Eis schmilzt. Dann wird ein passender Plastik- oder Silikonschlauch in das Loch eingeführt und soviel Teichwasser abgezogen, dass der Freiraum zwischen Wasserfläche und Eisdecke etwa 10cm hoch ist. Mit dieser Luftreserve ist der Gasaustausch den Winter über dann wirklich sichergestellt.

  2. #2
    Benutzer Avatar von Moni
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    Bis letzten Winter haben wir auch immer gar nix gemacht. Da aber der letzte Winter bei uns so lange war, sind uns ganz viele Fische und auch viele Frösche erstickt (nicht erfroren!), obwohl unser Teich mit 1,40 m Tiefe eigentlich tief genug sein müsste.

    Deshalb haben wir uns für diesen Winter erkundigt und einen Eisfreihalter mit integrierter Belüftung (über eine externe Membranpumpe, die in unserem Keller steht) angeschafft. Ich bin mal gespannt, ob das was bringt.
    Liebe Grüsse,
    Moni

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Avatar von Teichfreund
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    Also, was dann auf jeden Fall ganz wichtig ist, dass die Belüftung nicht unten auf dem Teichboden steht, sondern wenigstens 30-40cm oberhalb, z.b auf einem Stein. Außerdem sollte die Pumpenleistung so gedrosselt werden, dass nur eine schwache Strömung entsteht. Dann reicht die Durchmischung der Wasserschichten nicht bis auf den Gewässergrund, und dort bleibt es 4 Grad Celsius "warm", das reicht für die Überwinterung der Fische aus. Wenn wirklich Sauerstoffmangel herrscht, dann hilft vielleicht ein Ozonisator, der reichert das Wasser mit Sauerstoff an, ohne es aufzuwühlen.

  4. #4
    Neuer Benutzer
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    Man soll immer eine Alternative im Voraus suchen, bevor so was passiert.

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