Der Laubfrosch ist ein lustiger Geselle. Er klettert auf Bäume, kann Klimmzüge machen und sehr laut quaken. Wobei es Quaken nicht so ganz trifft. Der kleine Kerl gibt ein heißeres „Äpp, äpp“ von sich, so , als würde man mit dem Kochlöffel über ein Waschbrett streichen. Quietschgrün und gerade einmal drei Zentimeter groß ist der Laubfrosch. Ihr erkennt ihn eindeutig an dem braunen Streifen an jeder Flanke. Er geht hoch bis vor den Kopf, umrandet wie ein Lidstrich die Augen und endet am Nasenloch. Außerdem hat der Laubfrosch Saugnäpfe an den Fingern und an seinen sechs Zehen. Damit klettert er 20 Meter hoch auf Bäume. Chamöleon spielen kann er auch. Und zwar, wenn er auf einem braunen Ast hockt, wechselt er seine Farbe von Grün nach Braun. Nur eines kann der Laubfrosch ganz bestimmt nicht: Das Wetter vorhersagen. Früher sperrte man das arme Tier in ein Einmachglas. Würde das Wetter schön werden, sollte er auf einem kleinen Leiterchen nach oben klettern. Es ist aber eher anders herum: Wenn es bereits schön warm ist, klettert der Frosch in die Baumwipfel, um sich zu sonnen und dort kleine, fliegende Insekten zu schnappen. In der Abenddämmerung bekommt er richtig starken Hunger. Dann klettert er wieder von seinem Hochsitz herunter und frisst Asseln, Würmer und Spinnen. Im April, Mai zieht es die Frösche in Tümpel und Teiche, wo die Männchen ab Sonnenuntergang einen infernalischen Lärm anstimmen, um die Froschköniginnen anzulocken. Denn der lauteste Froschmann ist der Begehrteste.