Grundsätzlich ja, aber es gilt einige gesetzliche Regelungen und Vorschriften dabei zu beachten. Bei Kleintieren wie Meerschweinchen oder Wellensittich dürfte es keine Probleme und Einwände geben. Bei größeren Haustieren, also Hund und Katze, ist vorgeschrieben, für das Tiergrab einen Mindestabstand von 1 bis 2m zu öffentlichen Wegen und anderen Grundstückgrenzen wie dem Gartennachbar einzuhalten. Außerdem muss das Erdgrab mindestens 50cm tief ausgehoben werden.

Handelt es sich nicht um den eigenen Garten oder ein eigenes Grundstück, so muss auch vorher das Einverständnis des Eigentümers eingeholt werden. Handelt es sich um einen Pacht- oder Schrebergarten, so muss vorher das Einverständnis des Verpächters, bzw. des Vereinsvorstandes oder seines Obmanns eingeholt werden. Handelt es sich um ein Mehrfamilienhaus mit Garten, dann ist neben dem Hauseigentümer auch die Zustimmung der Mitbewohner notwendig, vor allem natürlich dann, wenn der Garten von allen genutzt wird.

Grundsätzlich dürfen verstorbene Haustiere nicht in der Biotanne landen oder gar mit dem Restmüll entsorgt werden, selbst wenn es sich um kleine Haustiere wie den Hamster oder den Kanarienvogel handelt. Davon abgesehen finde ich das auch würdelos. In Neuseeland wurden Tieren vor kurzem per Gesetz zugestanden, dass sie Empfindungen haben, beseelte Wesen sind und auch Rechte haben. In Deutschland werden Tiere dagegen im juristischen Sprachgebrauch und per Gesetz immer noch als Sache behandelt. Muss ein Tier vom Veterinärmediziner eingeschläfert werden, weil es unheilbar krank ist und qualvolle Schmerzen erleidet, dann landet der Tierkörper anschließend, wenn der Tierhalter das Tier nicht wieder mitnehmen will, in der Abdeckerei. Muss das sein?