Man hört es kaum noch summen und brummen auf den Wiesen und nur noch selten einen Vogel zwitschern. Studien haben gezeigt, das über 50 % Einbußen bei den Vögeln registriert wurden. Auch bei den Schmetterlingen gibt es einen hohen Rückgang. Für das Ökosystem ist das schlicht eine Katastrophe. Denn der dramatische Verlust an biologischer Vielfalt ist eine der zentralen globalen Herausforderungen. Als Teil der Natur kann der Mensch nur leben, wenn er seine natürlichen Lebensgrundlage bewahrt.

Da wir alle wissen, dass viele Insekten vom Aussterben bedroht sind, können wir als Gärtner eine Menge dafür tun, dass sie wieder zahlreicher in Erscheinung treten und unser Ökosystem sich dadurch wieder verbessert wird. Eigentlich ist es ein Leichtes ,den Insekten ein sonniges Plätzchen im Garten zu reservieren. Mit einer sommerlichen Blütenpracht, die wie geschaffen ist für die Heimkehr mancher Schmetterlingsarten. Zum Beispiel mit der Flammenblume (Phlox), oder dem Sonnenhut (Rudbeckia), Mädchenauge (Coreopsis), der Kugeldistel (Echinops), der Prachtkerze (Gaura), der Schafgarbe (Achiellea), die wunderschöne Nachtkerze (Oenotheral), Lavendel oder Sonnenbraut (Helenium). Dafür ist doch bestimmt Platz genug im Garten! Und die Schmetterlinge werden kommen und von Blume zu Blume fliegen und sich mit ihrem langen Rüssel den Nektar holen. Im Garten könnten sich die bunten Falter wie der Admiral, das Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs und der Schwalbenschwanz tummeln und zu zweit ihren Hochzeitsflug fliegen.

Der Rückgang an Insekten ist ein Alarmsignal für unzählige Arten. Je nach Art sind die Insekten nicht nur unterschiedlichen Gefahren ausgesetzt, damit ist auch das gesamte Ökosystem betroffen. Denn die Schmetterlinge bestäuben viele Blüten-Pflanzen und sie sind ihrerseits eine wichtige Nahrungsquelle für viele Vögel und Säugetiere. Für ein Schmetterlingsbeet sollte daher immer ein sonniges Plätzchen im Garten reserviert werden, denn die Nektarspender sind Sonnenanbeter. Dies gilt auch für den „Schmetterlingsmagneten Nr. 1“, den Sommerflieder. Unter den Einjährigen für Töpfe oder Kästen auf Balkon und Terrasse sind Zinnien, die Vanilleblume, Verbenen oder der Ziertabak die Favoriten. Auch ein Kräuter-Arrangement aus Thymian, Salbei und Rosmarin finden Schmetterlinge genauso attraktiv wie wir.

Im August entwickelt sich die letzte Schmetterlingsgeneration des Jahres. Die neuen Falter lassen sich häufig noch im Herbst in den Gärten beobachten. Sie können sich über Astern, Dahlien und Fetthenne erfreuen. Das kleine Nachtpfauenauge hat eine ganz besondere Überlebensstrategie entwickelt, um den Fortbestand seiner Art zu sichern: Es überwinterte als Puppe und die Schmetterlinge schlüpften teilweise erst im übernächsten Frühjahr, falls einmal die gesamte Population ein Jahr nicht überleben sollte. Die meisten Schmetterlinge überwintern als Raupe oder als Puppe, bis auf wenige Ausnahmen. Der Zitronenfalter, das Tagpfauenauge und der kleine Fuchs überstehen als Schmetterlinge mit einem körpereigenen Frostschutzmittel die frostig kalte Jahreszeit. Sie haben dadurch gegenüber anderen Arten im Frühling einen deutlichen Entwicklungs-Vorsprung, deshalb sieht man sie auch bei milden Temperaturen manchmal schon im Februar oder März umherflattern. Mit Winterling, Krokus, Buschwindröschen, Gänsekresse, Leberblümchen, Schnee–Heide, Duft Veilchen und Balkan–Anemone halten neben dem Frühling auch die hübschen Falter wieder Einzug in die Gärten.