Die Horngurke Cucumis metuliferus ist eine einjährige Kletterpflanze aus der Familie der Kürbisgewächse. Ihre ursprüngliche Heimat sind die Halbtrocken-Gebiete des zentralen und südlichen Afrikas. Sie wird jedoch längst auch in anderen subtropischen und tropischen Regionen angebaut. Dabei ist sie inzwischen im tropischen Norden Australiens verwildert und stellt als invasiver Neophyt teilweise eine Bedrohung für die einheimische Pflanzenwelt dar. In großem Stil wird die Horngurke vor allen auf Plantagen in Israel und Neuseeland angebaut. Und die Neuseeländer waren es wohl auch, die der Horngurke in Anlehnung an ihren Exporterfolg der Kiwi marketing-gerecht einfach Kiwano genannt haben. Und als Kiwano wird die exotische Frucht inzwischen ja auch bei uns in Lebensmittelgeschäften angeboten.

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Das Bild zeigt eine noch nicht ausgereifte, grüne Kiwano-Frucht (Foto: Hobbykaffe, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported)

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Die voll ausgereifte Kiwano-Frucht ist bis zu 15cm lang und hat eine goldgelb-orange Schale. Die stacheligen Höcker, die auf breiter Basis auf der Schale sitzen, können bis zu 1cm lang sein. Die volle Fruchtreife erreicht sie bei uns jedoch erst, wenn sie nach der Ernte noch etwa 2 Wochen bei Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad Celsius und relativ trockener Luft gelagert wird (Foto: luxy68, Public Domain).

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Schneidet man die Kiwano auf, dann sieht man eingebettet in das grüne Fruchtfleisch die zahlreichen Kerne und die Verwandtschaft zu anderen Gurken wird deutlich (Foto: Forte Two, Public Domain). Die Kiwano-Frucht hat einen wahrhaft exotischen, süß-säuerlichen und leicht zusammenziehenden Geschmack mit einer Mischung aus Banane, Kiwi und Orange.

Die Horngurke ist eine einjährige Kletterpflanze mit getrennt-geschlechtlichen Blüten, dabei erscheinen die männlichen Blüten einige Zeit vor den weiblichen. Möglicherweise soll damit eine Selbstbefruchtung ausgeschlossen werden. Also sollte man, wenn man sie selbst einmal anbauen möchte, sicherheitshalber wenigstens zwei Pflanzen erwerben.

Die Kiwano haben eine lange Entwicklungszeit vom keimenden Samen bis zur reifen Frucht. Erst durch die Verlängerung der Sommersaison auch bei uns in Mitteleuropa bis weit in den Herbst hinein, ist es möglich, dieses einjährige Gurkengewächs auch bei uns für den Eigengebrauch zu kultivieren. Ernteerträge mit mehr als 45 Tonnen pro Hektar wie in Israel wird man in Europa aber wohl nie erzielen können. In den Subtropen dauert es von der Aussaat bis zur Ernte etwa dreieinhalb Monate, so rasch geht das bei uns in Mitteleuropa nicht. Am besten man sät sie Anfang April in Anzuchtgefäßen unter Glas oder zur Not auch auf der Fensterbank aus. Dann dauert es etwa 2 Wochen, bis die Samen keimen und vom Keimling bis zur Jungpflanze, die soweit entwickelt ist, dass sie ausgepflanzt werden kann, noch einmal ca. 1 Monat. Der Zeitraum, in dem die Horngurke ausgepflanzt werden kann, fällt dann also in der Regel auf die Tage nach Eisheiligen, und damit sind die Horngurken-Pflanze sicher vor Spätfrösten und Frostschäden.

Die Horngurke wird an einen warmen, sonnigen und möglichst windgeschützten Platz – z. B. vor einer nach Süden weisenden mauer – gepflanzt. Da sie ein stark-wüchsiger Kletterer ist, braucht an der Mauer Spanndrähte oder ein Klettergitter, an denen die Triebe und Ranken hochgeleitet werden können. Zur Not reichen auch Zäune oder die Säulen einer Pergola. Damit die Horngurke sich kräftig entwickelt, eine dichte Belaubung, zahlreiche Blüten und später auch Früchte bildet, muss sie regelmäßig gewässert und gedüngt werden. Erst zum Herbstbeginn entwickeln sich die noch grünen Früchte zur vollen Größe, wenn das Laub bereits welkt und abgeworfen wird. Bevor im Oktober die ersten Frostnächte auftreten, müssen die noch nicht ausgereiften, grünen Früchte geerntet werden. Dann werden sie noch – wie eingangs erwähnt – noch zwei Wochen in einem warmen und trockenen Raum gelagert, bis sie mit ihrer orangen Färbung ausgereift sind und das volle Aroma erreichen. Dann kann man sie sogar noch etliche Wochen bis zum Verzehr lagern.