Einen Garten sein eigen zu nennen, in dem das ganze Jahr auch etwas blüht und der uns versorgt mit köstlichen Obst, schmackhafte Gemüse und Salat, sowie würzigen Kräutern, wer solch einen Garten hat. der kann sich echt glücklich schätzen. So ein Garten will gut geplant werden, denn er sollte kostengünstig sein und einen geringen Pflegeaufwand machen.

Man kann einen Garten von einem Gärtner anlegen lassen, doch dann wird er nicht mehr kostengünstig. Also selbst den Spaten in die Hand nehmen und loslegen. Doch zuerst muss ein Plan her. wie der Garten aussehen soll. Am besten ist es, wenn man erst einmal klein anfängt und dann jedes Jahr noch ein Stück mehr Garten anlegt. Denn ein Garten macht auch viel Arbeit. Außerdem können Sie nach und nach das erste eigene Saatgut gewinnen, Stauden und Gehölz selbst vegetativ durch Teilen oder Stecklinge vermehren. So erhalten Sie kostenlos immer neue Pflanzen und die bepflanzten Flächen im Garten erweitern.

Bäume, Gehölze und mehrjährige Stauden sind in der Anschaffung ziemlich teuer. Deshalb nehmen Sie lieber anspruchslose Arten, und vor allem solche, die auch für Ihr Klima geeignet sind. Rosen beispielsweise – die sind in der Anschaffung teuer und brauchen auch viel Pflege.
Zum Beispiel sind Rosen teuer und anspruchsvoll in der Pflege. Als Alternative steht es eine immense Auswahl an preiswerten Sommerblumen und Blütenstauden zur Verfügung. Zweijährige Sommerblumen wie die Ringelblumen, Sonnenblumen die Buschmalve oder die Tagetes, die Kapuzinerkresse, die Stockrose, die Bartnelke, Mondviole und das Vergissmeinnicht, das sind nur einige Sommerblumen, die Farbe in den Garten bringen.

Ein kostengünstiges Blumenbeet anzulegen, das bereitet überhaupt keine Probleme. Mit nur wenigen Stauden, die in größeren Abständen eingepflanzt werden. Dann die Lücken füllen mit einjährigen Sommerblumen und schon hat man ein herrliches, kostengünstiges Blumenbeet.

Auch eine Hecke gehört zu jedem Garten. Sie muss nicht immer aus den teuren Koniferen bestehen. Die Hecke kann auch mit robusten Wildsträuchern oder aus Beerensträucher gepflanzt werden, man kann aber auch ein Obstspalier anlegen.

Sparen kann man auch bei einer Beetumrandung, nämlich wenn Sie aus Buchs Ihre Beete umranden oder aber auch mit einer Ligusterhecke. Kaufen Sie einen Strauch und machen Sie viele Stecklinge daraus, die Sie dann später als Beetumrandung einsetzten. Natürlich dauert das einige Jährchen, und dafür muss man schon einiges an Geduld aufbringen.

Auch Wege gehören zu einer Gartengestaltung, um sicher und sauber den Garten zu betreten. Zuerst überlegt man, wie die Wege aussehen sollen. Wege mit Kiesel, Rindenmulch oder Holzhackschnitzel sind günstig und machen einen reizvollen Eindruck. Die Materialien für die Wege werden am besten in Bau - und Gartenmärkten gekauft. Vorher sollte man noch die Preise vergleichen bei verschiedenen Märkten.

Wer einen Garten neu anlegen will, der darf auf keinen Fall an den Arbeitsgeräten sparen. Gutes Gartenwerkzeug sollte aus hochwertigen Stahl sein, der Stahl muss unbedingt extreme Belastungen aushalten. Darauf sollte man auch achten, nämlich das die Verbindung vom Gerät zum Stiel fest und stabil ist. Stiele aus Hartholz sind dafür am besten geeignet. Praktisch sind Gartenwerkzeuge mit einem Systemverschluss, die haben den Vorteil das einige Geräte einfach und fix auf den Stiel gesteckt werden können. Außerdem spart das Platz und vor allem Geld.

Ist das passende Gartenwerkzeug komplett, kann es losgehen mit der eigentlichen Gartenarbeit. Man beginnt zu erst mit der Bodenbearbeitung. Um eine erfolgreiche Pflanzkultur heranziehen zu können, kommt es vor allem auf eine optimale Bodenqualität an. Ideal ist ein feinkrümeliger, lockerer Boden, der gut Wasser speichern kann, ohne dass sich Staunässe bildet. Es gibt drei Grundtypen von Böden: den Sandboden, den Lehmboden und die Tonböden.

Sandböden sind leicht grobkörnig und besitzen viele große und kleine Zwischenräume. Diese Böden lassen sich ganz leicht bearbeiten. Die Durchlüftung der Sandböden ist hervorragend. Leider besitzen sie kaum Nährstoffe und trocknen schnell aus, weil sie kein Wasser speichern können. Anders ist das mit Lehmböden, sie speichern Wasser und besitzen reichlich Nährstoffe. Tonböden sind schwer zu bearbeiten, doch dafür sind sie relativ Wasser durchlässig.

Kaum ein Garten hat von Anfang an den idealen Boden. Der Boden muss meist erst gründlich bearbeitet und durch Zusatzstoffe verbessert werden. Die Sandböden werden mit Kompost gelockert, so können das Wasser und die Nährstoffe besser von den Bodenpartikeln gehalten werden. Mit einer Mulchschicht den Boden abdecken, damit er nicht so schnell austrocknet. Mit der Grabe–Gabel geht es an den Tonboden, ein Spaten tut es aber auch, mit ihm schaufelt und mischt man Sand oder Humus zum Auflockern unter. Und den Lehmboden verbessert man mit Humus und Gründüngung.

Nach der Ernte im Herbst müssen die Böden mit einer intensiv aufgearbeitet werden. Die Böden brauchen jetzt eine Auflockerung. deshalb werden Humus oder Mist unter gemischt. Im Frühjahr wiederholt sich die Bodenpflege. Die Jahrespflege sieht folgendermaßen aus: Nach starken Regen müssen die Beete aufgelockert werden mit der Hacke, aber nur wenn sie eingeschwemmt und verkrustet sind. Ist eine längere Trockenzeit angesagt, muss gemulcht werden.

Das Bearbeiten und Verebssern der Böden kostet schon einiges Geld, doch es geht auch ohne Geld,nämlich mit einem eigenem Komposthaufen, d.h. Düngen zum Nulltarif. Gerade der Nutzgarten muss ständig gedüngt werden, denn die Pflanzen ziehen dem Boden während ihres Wachstums viele Nährstoffe aus dem Boden. Die Pflanzen werden ja abgeerntet und so gelangen ihre Pflanzenreste nicht mehr in den natürlichen Kreislauf zurück. Dagegen ist gut verrotteter Kompost der beste Humuslieferant.

En Komposthaufen sollte möglichst an einem windgeschützten Platz im Garten angelegt werden. Er sollte zugänglich sein und darf natürlich nicht bis an des Nachbars Zaun reichen. Am besten ist ein Platz im Halbschatten. Dort ist er auch recht unauffällig und springt nicht jedem gleich ins Auge. Den Haufen setzt man direkt auf ein Stück Erdboden. So können die Bodenorganismen sich gleich vom Boden aus in den Kompost hocharbeiten. Die Mindestmaße des Komposthaufen sollte 1 x 1 qm in der Grundfläche und ca. 80 cm in der Höhe haben. Eine bestimmte Größe ist wichtig, denn so kann er ständig von der Luft durchströmt werden, aber trotzdem auch gut durchwärmt werden.

Der Komposthaufen wird mit einer etwa 30cm dicken Schicht Gehölzschnitt begonnen, diese dient vor allem als Dränage zur Ableitung von überschüssigem Wasser aus Niederschlägen. Darüber kommen die Abfälle, und dann als Nächstes alle 20 cm etwas Gartenerde. Diese Gartenerde wird mit Kalk gemischt - das fördert die Verrottung. Zum Schluss kommt noch trockener Rasenabschnitt drauf. Das hat den Vorteil das der Haufen geschützt wird vor Nässe und Trockenheit. Nach etwa einem Jahr ist er dann endlich gebrauchsfertig, jedoch sollte er bis dahin einmal umgesetzt werden.

Folgende Stoffe gehören auf den Komposthaufen: Leicht verrottete organische Abfälle aus Haushalt und Garten. Bei großen Brocken ist es zweckmäßig, diese vorher zu zerkleinern. Diese Abfälle Sachen gehören nicht auf den Komposthaufen: Gekochte Küchenabfälle, Knochen und Fleisch, durch Konservierungsmittel oder giftige Stoffe belastetes Material, Katzenstreu, Samentragende Unkräuter oder gar kranke Pflanzenteile.

Eine gute Methode den Boden zu verbessern, ist das Anpflanzen von Gründüngern, und sie ist noch dazu günstig im Preis. Eine große Rolle spielen dabei die Schmetterlingsblütler. Im Wurzelbereich leben Knöllchenbakterien, die Luftstickstoff im Boden anreichern können und damit als Nährstoff für die pflanzen verfügbar machen. Entweder werden die Gründüngungspflanzen kurz vor der Blüte einfach untergegraben oder man schneidet sie ab, häckselt sie und verwendet sie dann als Mulchschicht. Man kann sie aber auch kompostiere und damit den Komposthaufen mit Nährstoffe anreichern.

Das Mulchen ist auch eine kostenlose Methode den Gartenboden auf natürliche Art zu düngen. Dazu braucht man leicht verrottendes Material wie etwa Rasenabschnitt, zerkleinerte Pflanzen und Laub und legt es zwischen die Pflanzen oder unter die Sträucher. Damit auch noch genug Luft an die Wurzeln kommen kann, sollte die Mulchschicht nicht höher als 4 bis 5 cm sein.

Kostenlos Düngen kann man auch mit Pflanzenjauche. Eine solche Pflanzenjauche wird aus Beinwell, Brennnessel und Rainfarn hergestellt. Jauche ist sehr stickstoffhaltig. Man kann damit düngen, die Pflanzen stärken und ihre Abwehrkräfte gegenüber Pflanzenkrankheiten mobilisieren. Die Jauche wird verdünnt auf den Boden gegossen und nicht auf die Blätter, die würden daher nämlich regelrecht verbrennen. Wie man sieht, ist kostengünstig Gärtnern ganz einfach, man muss nur die nötige Geduld dafür aufbringen.