Für den nächsten Sommer gibt es Urlaubsflair pur auf dem Balkon und auf der Terrasse; dann genießt man die herrlichen Düfte exotischer Pflanzen aus den fernen Ländern. Zum Beispiel von Wollmispel, Zitronenbäumchen und Granatapfel in Kübeln. Diese Gehölze sollten in Kübeln gepflanzt werden, weil sie wie die meisten exotischen Pflanzen leider nicht winterhart sind. So werden sie außerdem auch nicht so groß wie die frei wachsenden Exemplare, dennoch versprühen sie auch so mit ihren hübschen Blüten und aromatischen Früchten mediterranes Flair.

Die Olive, Charakterbaum des Mittelmeerraumes, gedeiht sehr gut im Topf. Die schwarzen oder grünen Steinfrüchte legt man nach der Ernte ein und kann sie dann einige Monate später genießen. Auch die Feige mit ihren große gelappten Blättern macht im Kübel eine sehr gute Figur. Wird das Bäumchen regelmäßig gedüngt und bekommt genügend Wasser, bringt schon die junge Pflanze eine sichere Ernte.

Bei der Wollmispel muss man mehr Geduld aufbringen, denn erst im zweiten oder dritten Jahr nach der Veredlung bekommt die Pflanze hübsche, cremefarbene, wollige Blüten, die einen zarten Duft verströmen. Daraus entwickel sich die pflaumengroßen, orangefarbenen Früchte, die wie saftige Melonen schmecken.

Ähnlich ist es auch bei dem Granatapfel. Erst im Alter von drei bis vier Jahren beginnt die Pflanze ihre leuchtenden, orangeroten Blüten zu zeigen, an denen sich dann die prallen Früchte bilden. Die Voraussetzung für die Blütenbildung ist ein vollsonniger Platz. Granatäpfel brauchen fünf bis sieben Monate zum Ausreifen. Nach der Ernte können die Früchte noch bis zu 6 Monaten gelagert werden, dadurch wird das Aroma der 10 cm großen Frucht noch intensiver.

Der immergrüne Erdbeerbaum hat einen hohen Zierwert, zum einen durch die essbaren Früchte, die von Gelb über Orange bis hin zu Knallrot ausreifen, zum anderen durch die weißen Blütenglöckchen, die oft zur gleichen Zeit zu sehen sind. Zitruspflanzen gehören schon seit Jahren zu den Klassikern auf den Terrassen und den Balkonen. Das wären Zitronen, Limetten, Kumquat oder Calamondin, sie begeistern mit ihren zauberhaften Blüten, die exotisch duften. Sie brauchen einen vollsonnigen Standort und müssen immer ausreichend mit Wasser versorgt werden, dann bilden die kleinen Bäume und Sträucher auch viele saftige Früchte.

Beim Kauf der Exoten sollte man nur veredelte Pflanzen kaufen, dass garantiert eine gute und frühe Ernte. Beim Veredeln wird der Zweig einer bewährten Fruchtsorte auf eine andere Pflanze aufgesetzt. Bei Oliven sind dies Wild – Oliven, bei der Wollmispel sind es die Quitten. So ist die Fruchtqualität vorhersehbar. Bei Pflanzen, die aus Samen sprießen, kann es Jahre bis zu ersten Blüte und Frucht dauern.

Bei der Pflege von Exoten ist das Gießen im Topf ein kritischer Faktor. Neben der Häufigkeit beim Gießen entscheidet die richtige Wassermenge über die Gesundheit und Erntemenge der Pflanze. Gießt man täglich, aber zu wenig, benetzt man die obere Erdschicht, die Wurzeln gehen leer aus und es kommt zu Trocken Schäden. Deshalb: Immer so viel gießen, dass der Topf komplett durchfeuchtet wird.